In 2020 erwartet uns eine neue Konsolengeneration und die letzten sieben Jahre mit der PlayStation 4 und Xbox One gingen gefühlt im Eiltempo an mir vorbei. Fünf von diesen sieben Jahren hat Gamingnerd begleitet und auch mein damaliges Projekt vor der Fusion, „One-4-U.de“, fand damals seinen Anfang. In meinem neuen „Zuhause“ in diesem Team fühle ich mich sehr wohl, weshalb ich mich auch auf die nächsten 5 Jahre mit diesen Dusseln freue. Ab Herbst dann mit der PlayStation 5 und Xbox X Series oder wie auch immer die Konsole heißen mag, die dann an meinem Gaming-Platz stehen wird. Natürlich wird auch weiterhin die Nintendo Switch ein stetiger Begleiter bleiben. Beim Blick in die Vergangenheit, auf der Suche nach meinen Top 5 für diese Auflistung, dachte ich mir zuerst, dass ich einige Titel „rausschmeißen“ müsste, vielmehr war dann aber die Suche nach „den“ Top 5 das größere Problem. Ich bin eher der Spieler, der alles mal an- und ggf. auch durchspielt. Daher haben am Ende die Titel es in meine Top 5 geschafft, die mich entweder am längsten vor die Konsole gebunden haben oder mich auch nachhaltig beeindruckt haben.

Platz 5: Super Mario Odyssey

Mindestens ein Exklusiv-Titel von der Nintendo Switch sollte in meine Top 5. Die Konsole ist selbst ein Highlight und bringt zahlreiche Titel mit, die mir die eine oder andere Bahnfahrt versüßt und deutlich verkürzt haben. Neben den grafisch nun in der heutigen Zeit angekommenen Pokémon Titeln und Dauer-Brennern wie Mario Kart und Mario Party, hat mir aber Super Mario Odyssey am meisten Spaß gemacht. Der Titel strotzt nur so vor Spielspaß und Witz und das grafische Update auf die neuste Nintendo-Generation ist vollends gelungen. Leider fehlte mir trotz der üblichen Sammel-Orgien die Langzeit-Motivation, sodass ich nach einmaligem Durchspielen schnell zu anderen Spielen wechselte. Was mir positiv in Erinnerung geblieben ist, sind die abwechslungsreichen und großzügig gestalteten Spielwelten. Eine Fortsetzung, ob als Odyssey 2 oder in ganz neuer Variante, ist sicherlich schon in Arbeit und dürfte ebenfalls wieder den Weg in meine Switch finden.

 

Platz 4: Red Dead Redemption 2

Acht lange Jahre habe ich auf ein neues Red Dead gewartet. Mit Red Dead Redemption 2 erschien 2018 dann endlich dieser Titel, der zudem einer meiner ersten Tests für Gamingnerd werden sollte. Eigentlich sollte RDR2 gar nicht in meine Top 5, weil der Titel mir bis zuletzt nicht in den Sinn kam, wenn ich über „die Top 5“ der letzten Jahre nachgedacht habe. Eigentlich verwunderlich, schaut man auf meine Sehnsucht, welche sich auch in meinem Test wiederfindet. Aber Red Dead Redemption 2 ist leider kein Titel, der bei mir lange Nachwirkungen hatte. Zu Beginn des Spiels kommt das Meisterwerk durch, die Atmosphäre, die Grafik und das Gameplay überzeugen von Anfang an, können aber nicht über das gesamte Spiel hinweg das Niveau halten, bzw. das „Gute“ wird einfach selbstverständlich und die Dinge, die einen stören, nehmen Überhand (Reitwege …). Auch der Online-Modus ohne Würfel-Poker, konnte mich nicht bei der Stange halten. Nichtsdestotrotz gehört der Titel aufgrund seiner Vielfalt, seiner technischen Maßstäbe und dem Spielspaß, den ich während der 60 Stunden in der Story hatte, zu meinen Top Titeln der letzten fünf Jahre.

 

Platz 3: Marvel’s Spider-Man

Mit Marvel’s Spider-Man hat Sony einen exklusiven Top-Titel auf die PlayStation 4 gebracht und den einen oder anderen Spieler sicherlich zu einem Kauf der Konsole motivieren können. Als Marvel Fan war Spider-Man quasi ein Pflichtkauf für mich, aber was Insomniac abgeliefert hat, war einfach purer Spielspaß. Die Platin-Trophäe war hier selbstverständlich reserviert und so machte es kurz nach Release auch schon „Bling“in meiner Trophäen-Sammlung. Spider-Man habe ich in einem Zug „durchgesuchtet“ und dabei jede Sekunde genossen. Das Sammeln neuer Anzüge und Fähigkeiten durch das Erledigen von Nebenaufgaben fühlte sich erst gegen Ende ein bisschen wie Arbeit an, war vorher aber abwechslungsreich. Auch wenn die Entwickler keine wirklich neuen Spielmechaniken entwickelt haben, haben sie sich bei den richtigen Titeln bedient und die Zutaten fast perfekt wiederverwertet. Nach Abschluss des Hauptspiels hätte ich am liebsten sofort mit den bereits angekündigten Erweiterungen weiter gemacht. Als der erste DLC aber rund zwei Monate später erschien, war bei mir auch schon wieder die Luft raus. Thomas hat die DLCs damals für uns getestet (Raubüberfall; Revierkämpfe; Silver Lining) und sicherlich werde ich diese auch nochmal nachholen. Wären da bloß nicht die nervigen Passagen mit MJ.

 

Platz 2: The Elder Scrolls Online

Die Erstveröffentlichung von The Elder Scrolls Online liegt zwar im April 2014, für die PlayStation 4 und Xbox One erschien der Titel aber erstmalig im Juni 2015 und wurde auch erst später Teil meiner Spiele-Bibliothek. Daher und weil ich dieses Spiel mit Abstand am längsten gespielt habe, muss es sich in meinen Top 5 der letzten fünf Jahre wiederfinden. Grundsätzlich war ich immer ein Fan von MMORPGs, wie ihr auch in meinem Test zu Black Desert lesen könnt, sodass der Mangel eben dieses Genres auf der Konsole eigentlich das ist, was mir bis heute am meisten fehlt. Vor allem, seitdem ich nicht mehr am PC zocke. Mit The Elder Scrolls Online haben die Entwickler von den  ZeniMax Online Studios aber eine Portierung auf die Konsole gebracht, die nicht hätte besser umgesetzt werden können. Mit mittlerweile 18 Erweiterungen (alle kostenlosen Inhalts-Updates, Kapitel- und DLC-Erweiterungen zusammengerechnet) hat das Spiel einen Umfang erreicht, den man kaum noch bewältigen kann, sollte man nun mit dem Spiel beginnen. Da ich mich lediglich außerhalb des PVP aufgehalten habe, hat mich der Kronen-Shop, der als Alternative zum monatlichen Abo eingeführt wurde, nie gestört, da er sich nie als Pay-to-win angefühlt hat (ob dies im PVP anders ist, kann ich nicht beurteilen). Das Abo-Modell „ESO Plus“ war bzw. ist für Stammspieler zudem interessant, weil es den Zugang zu allen kostenpflichtigen DLCs ermöglicht, ohne diese extra kaufen zu müssen. Der vorgenannte Umfang, der zahlende Kunden und fordernde Spieler bei der Stange halten soll, war aber schließlich der Grund, warum ich den Weg nicht mehr zurück nach Tamriel gefunden habe. Dieses Spiel frisst mit seinem Angebot an Erkundbarem so dermaßen viel Zeit, dass für andere Spiele keine Zeit mehr bleiben würde. Wer sich dem hingeben möchte, erhält aber ein auf dauer motivierendes und auch nach einigen Jahren noch sehr ansehnliches MMORPG.

 

Platz 1: The Witcher 3 – Wild Hunt

Laaaaangweilig …. The Witcher 3 – Wild Hunt findet sich nicht nur bei einigen Kollegen in der Top-Platzierung wieder, auch bei mir ist es die unangefochtene Nummer 1. Auch bei mir hat die Netflix-Serie dazu beigetragen, dass ich den Titel, den ich das letzte Mal 2017 angerührt habe, nochmal spielen werde. Von vorne – Game+ sei dank! CD Projekt RED hat ein Meisterwerk abgeliefert, dass seinesgleichen sucht. DLCs, die in der heutigen Zeit als eigenständige Spiele durchgehen könnten, eine grafische Augenweide und eine im aktuellen Stadium fehlerfreie Spielmechanik runden das Gesamtpaket ab. Die Entwickler haben es sogar geschafft den Titel auf die Nintendo Switch zu portieren! Eventuell schafft es die Kombination aus der TV-Serie und dem Spiel sogar, dass ich mir irgendwann auch noch die Bücher durchlesen werde. The Witcher 3: Wild Hunt hat aus jeder Nebenaufgabe ein eigenes Abenteuer werden lassen und dass ich zur Mitte des Spiels hin schon mit dem Finale gerechnet habe, zeigt allein schon den Umfang, den die Entwickler uns hier aufbereitet haben. Auch, dass die gesamte Umwelt auf die Taten von Geralt reagiert und die NPCs sich über Geschehenes unterhalten, dies aber in einem Beisatz tun, zeigt die Liebe zum Detail, die in diesem Meisterwerk steckt. The Witcher 3: Wild Hunt ist nicht nur der Platz 1 meiner Top 5 der letzten fünf Jahre, sondern auch über die Jahre hinaus eins der besten Spiele, die ich je spielen durfte.