Auf zum „Lifeless Planet: Premier Edition“-Test

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„Hallo? Ist da wer? HAAALLLO – Das habe ich nun davon man schickt mich als Botschafter der Erde ins All und wo komme ich an? Auf einer toten Welt!“ Das wären meine ersten Worte wenn ich auf dem Lifeless Planet gelandet wäre.

Mit Lifeless Planet erzählt Stage 2 Studios die Geschichte von einem Astronauten der nach einer Recht unsanften Landung, zum einen seine Crew vermisst zum anderen herausfinden muss was es mit dem Planeten auf sich hat, da beim Missionsstart der Planet, im Gegensatz zum Jetzt, sehr bewohnbar aussah.

Ist die Welt wirklich so tot wie sie scheint?

screenshot-lifeless-planet-06Schnell findet man heraus, dass der Planet doch nicht ganz so leblos ist, wie er auf dem zweiten Blick wirkte und vor allem das man nicht der erste Mensch dort ist. Sehr früh trifft man auf ein altes Dorf aus UDSSR-Zeiten, dessen Herkunft wir schließlich weiter auf den Grund gehen. Die Geschichte wird hierbei größtenteils durch kleine Textbausteinen oder Videosequenzen erzählt, die man in der kargen Oberfläche des Lifeless Planet findet.

Uns wird bei der Suche nach Antworten auch immer wieder ein Zeitlimit auferlegt in dem man unseren Sauerstoff portioniert und, wenn wir denken das wir genügend haben, dieser dann doch wieder auszugehen droht.

Leider wirkt aber grade dieses Zeitlimit auf Dauer sehr künstlich. Da immer nur dann der Sauerstoff ausging, wenn ich auch neuen Sauerstoff finden konnte und es gab keine Regelmäßigen Sauerstockpacks, die ich hätte aufsammeln müssen. Dies wiederum hätte aber auch nicht ganz in das Konzept des Spiels gepasst.

Unendliche Weiten?

screenshot-lifeless-planet-03Der Spieler sieht sich in dem Spiel aus der 3rd Person Ansicht und muss aus dieser verschiedene Sprungsequenzen meistern und Rätsel lösen, um die Story voran zu treiben. Die unwirkliche Landschaft des leblosen Planet lenkt dabei, zumindest am Anfang, gekonnt von der recht groben Grafik ab. Die Landschaften haben oft spektakuläre Panoramaausblicke die aber durch minutenlangen Passagen in schlauchartigen Bereichen überschattet werden.

Der Schwierigkeitsgrad ist dabei ein Multiplikator und ist viel zu einfach gewählt. Dies merkt man besonders bei den nicht sehr fordernden Sprungsequenzen den Rätsel die sehr schlicht gestrickt sind und halten mich selber nur einige Momente lang auf und wirken teilweise sehr erzwungen.

Beispiel für solche Rätsel ist, dass man unter anderem Gegenstände (Kugel oder Fass) vor sich her bewegen muss, um diese als Podest zu benutzen, damit man eine erhöhte Plattform erreicht oder, dass man Gegenstände im Areal zusammenbringen muss. So muss man einer Stelle Dynamit sammeln, um ein verschlossenes Tor zu öffnen. Des weiteren wird bei dem Spiel sehr oft die Steuerung als zu schwammig kritisiert, diese Kritik kann ich nicht so ganz verstehen und fühlte sich bei meinem Test recht normal an.

космическом пространстве слышит, как ты никто не кричишь?

screenshot-lifeless-planet-02Das Spiel wurde nicht komplett ins Deutsche lokalisiert – Hier beschränkte man sich auf die Texte. Die Synchronisation ist eine Mischung aus Englisch und Russisch, so führt unser kleiner Weltraumpionier seine Gespräche in Englisch, mit deutschen Untertitel, und findet russische Aufzeichnungen die in unserem Datenpad als lokalisierter Text abgelegt werden.

Dies könnte gerade Spieler die auf Action stehen abschrecken, Spieler mit einer Vorliebe für Story und Geschichten dagegen anlocken.

Wiederspielwert und Langzeitmotivation

Beide Begriffe sind aktuell immer wieder im Munde und man möchte als Spieler gerne motiviert werden Spiele mehr als einmal zu spielen, oder aber so viel Content zu haben, dass man am Ende des Spiels so „müde“ ist, dass man dieses Spiel nicht nochmal beginnen möchte.

Aber leider besitzt dieses Spiel weder das eine noch das andere. Die Spielzeit liegt bei ca. 5 Stunden, die sich aber nur in Verbindung mit den Textelementen ergibt. Für Spieler, die diese Komponente überspringen sollten, dürfte sich die Spielzeit nochmal um ca. 1-2 Stunden verkürzen. Rätsel können dabei auch immer nur auf die eine Art und Weise gelöst werden.

Entwicklung

Lifeless Planet wurde im Rahmen der Crowdplattform Kickstartet im November 2011 mit knapp 17.000$ finanziert und hat damit gut doppelt so viel eingenommen wie ursprünglich angepeilt waren (8.500$). Nach mehreren Verschiebungen ist das Spiel dann im Juni 2014 erst auf der Windows-Plattform und dann auf OSX für den Mac erschienen, bevor es das Spiel im Mai 2015, im Rahmen von ID@Xbox auch auf die Xbox One geschafft hat.

Datasheet

Publisher: Stage 2 Studios
Entwickler: Stage 2 Studios
Release: 13. Mai 2015
Genre: Puzzel / Plattformer
Konsole: Xbox One
Spieleranzahl: 1
USK: 12

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Präsentation (Grafik, Sound) 66%
Gameplay 65%
Atmosphäre/Story 75%
Spielspaß 72%
69%
Readers Rating 0%
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Die Story und die Atmosphäre sind wirklich nicht schlecht, leider werden die Highlights von grauen Wolken in Form von simplen Sprungpassagen und zu einfachen Rätseln grade für Coregamer getrübt. Der Schwierigkeitsgrad kann aber grade für Casual-Gamer interessant werden und das Spiel hat die Möglichkeit ein Bindeglied sein zwischen Gamern und „Nicht-Gamern“ dazustellen, da es mit knapp 5 Stunden Spielzeit gut 2-3 TV-Abende oder ein Buch ersetzen kann.

About The Author

Microsoft MVP for Xbox, Geek, Gamer, Serien- und Filmjunkie, Cocktailian und wenn es sein muss auch Inquisitor. Grade Themen die über den reinen Videospielen drüber sind (der von mir Meta-Ebene genannten Ebene) interessieren mich am meisten. Da drüber hinaus bin ich eine gute Datenbank wenn es um schlechte Filme oder um Zombies geht.

2 Kommentare on "Auf zum „Lifeless Planet: Premier Edition“-Test"

  1. Pingback: Christophs ID@Xbox Spotlight | 90 Prozent Trash

  2. Pingback: Christophs ID@Xbox Spotlight › Kolumnen, Magazin, Xbox One › GamingNerd.de

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