Neues Jahr, neuer Impftermin, neues Glück. Seien wir mal ehrlich, das echte C-Virus ist doch sowieso ein Flop. Niemand hat sich in einen Zombie verwandelt, schon gar nicht der noch amtierende US-Präsident. Gut, in dem Fall war vielleicht einfach nicht genug Hirn da, man weiß es nicht. Aber eigentlich kann es nur besser werden. Gut, bis auf die Neuveröffentlichungen im Januar. Die paar, die es gibt, lassen uns nämlich ohnehin bis Monatsende Zeit, unsere Weihnachtsgeschenke zu zocken, können letztlich aber dennoch überzeugen. Davon ab, für viele dürfte ohnehin wichtiger sein, dass sie ihre Next Gen Konsole endlich bekommen und Cyberpunk mit weiteren Patches auf Vordermann gebracht wird. Andere wiederum dürften eher Bedarf für Sportspiele haben, irgendwie muss man ja doch mal zu etwas Bewegung kommen. Also, frohes neues Jahr!

Hitman 3

20. Januar · PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X/S · Jetzt bei Amazon.de bestellen

Der beliebteste Glatzkopf der Gaming Geschichte ist wieder da, unser allerliebster Auftragskiller, Agent 47. Das heißt für uns vor allem: enorme Freiheit beim Töten. Denn wie es sich für einen Killer nun mal gehört, ist professioneller Mord das täglich Brit unseres Antihelden. Wie wir das machen, das bleibt aber in extrem weitem Maße uns überlassen. Schleichen wir uns auf eine Party, schleusen wir uns etwa als Kellner ein, nutzen wir ein Scharfschützengewehr oder stürmen wir unser Ziel mit Sturmgewehr und wilder Ballereinlage? Nutzen wir Umgebungsobjekte wie beispielsweise einen Hammer für unsere Tat? Greifen wir zur schallgedämpften Pistole? Oder doch zu etwas ganz anderem? Dabei kommt es aber nicht nur darauf an, dass wir unser Ziel ausschalten, wir müssen am Ende auch wieder vom Tatort entkommen. Wer dabei beispielsweise in einer Menschenmenge untertauchen will, der sollte sich auch an die geltenden Sozialnormen halten. Inhaltlich führt Hitman 3 die Geschichte der neuen Trilogie zu einem Abschluss, man darf sich also unter anderem auf das Wiedersehen mit alten Bekannten freuen, ausgereiftes Storytelling und eine Geschichte, die eher Agentenstories folgt.

The Medium

28. Januar · Xbox Series X/S

Ganz ehrlich, auf The Medium bin ich einfach gespannt. Das erste Spiel, das die SSD fest für sein Konzept nutzt und zwar eine Spltscreen Spielwelt. Denn The Medium konfrontiert uns mit zwei Spielwelten, zwischen denen wir nahtlos wechseln können und die uns für ca. ein Drittel der Spielzeit sogar im Splitscreen und somit parallel zu einander präsentiert werden. Das reicht soweit, dass mit Arkadiusz Reikowski und Akira Yamaoka zwei unterschiedliche Komponisten für physische und spirituelle Dimension getrennte Kompositionen liefern. Action steht spielerisch nicht unbedingt im Fokus, The Medium soll mehr auf Rätsel setzen, die teilweise nach dimensionsübergreifenden Lösungen verlangen. Nachdem Bloober Team mit Layers of Fear und vor allem Observer bei Spielern und Kritik durchaus punkten konnte, während die Meinungen zu Layers of Fear 2 und Blair Witch eher geteilt waren, darf man man wohl gespannt sein, ob das Studio sich mit The Medium zu neuen Höhen aufschwingen kann. Die Prämisse jedenfalls hat das Potenzial zum besten Horrorspiel des Jahres.

Atelier Ryza 2: Lost Legends & the Secret Fairy

29. Januar · PlayStation 4, PlayStation 5, Nintendo Switch · Jetzt bei Amazon.de bestellen

Ich geb es zu, die Atelier Reihe war nie meins, ist nicht meins und wird auch nie meins sein. Erheblich zu viel Kitsch, mittlerweile auch oft ziemlich alberne Kostüme für manche Partymitglieder, das muss man schon mögen. Und dennoch konnte die Reihe im Lauf der Zeit immer wieder bei Testern und Spielern punkten. Atelier Ryza setzt dabei auf moderne 3D Third Person Grafik anstatt, wie die älteren Atelier Titel, auf 2D Isometrie. Und der zweite Teil nutzt die neue Perspektive nun auch wirklich aus. So lernt Ryza im Verlauf des Spieles unter anderem Schwimmen und Klettern, was nicht nur den Weg zu neuen Alchemiematerialien sondern auch zu neuen Dungeons freigibt. Natürlich steht auch der Ausbau unseres Alchemieateliers wieder im Vordergrund und die Partymitglieder wollen auch nicht vernachlässigt werden. Auseinandersetzungen mit Gegnern gibt es selbstverständlich auch und für jene nutzt Atelier Ryza 2 ein mit Echtzeitelementen angereichertes Rundenkampfsystem.