Spy Chameleon: Der Stealth-Plattformer im Test

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Dass sich ein Chameleon hervorragend für Spionageeinsätze eignet, möchte uns Unfinished Pixels mit Spy Chameleon zeigen. Der im ID@Xbox entwickelte Stealth Plattformer möchte nach der Wii U und Steam nun auch auf der Xbox One überzeugen.

Spy-Chameleon-4Schon im Menü fällt die sehr einfache Aufmachung des Spiels auf, die Menüführung wirkt aufgeräumt und simpel, wodurch man sich eben so schnell zurecht findet. Die Level Auswahl ist durch verschiedene Etagen gegliedert, wo es in jeder Etage ein End Level gibt, welches für die Freischaltung eine bestimmte Anzahl an gelösten Level in der jeweiligen Etage benötigt. Mit dem End Level wird dann die nächste Ebene freigeschaltet. In jedem Level gibt es 3 immer wiederkehrende Herausforderungen. Sammle alle Fliegen, unterbiete eine Zeit und Sammle alle Marienkäfer, wobei letzteres erst nach einmaligen Abschließen des Levels freigeschaltet wird. Dadurch werden wir gezwungen, jedes Level mindestens 2-mal zu spielen. Allerdings ist auch der Zeitrekord so knapp, dass wir auch hierfür meistens einen separaten Anlauf bringen.

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Rot, Grün, Blau…..

Spy-Chameleon-2Wie auch in der Realität, kann sich unser von Natur aus grüner Spion der Umgebung farblich anpassen. Via Knopfdruck können wir unsere Farbe über A, B, Y und X in die entsprechenden Farben Grün, Rot, Gelb und Blau ändern. Im Allgemeinen ist die Steuerung sehr direkt und präzise, wodurch unsere Eingewöhnung Phase sehr kurz ausfällt.

Somit werden wir auf den farbigen Untergründen wie Teppiche, oder leuchtenden Flächen für allerlei Aufspürgeräte unsichtbar. Mit dem Linken Analog-Stick steuern wir unseren Spion aus der Vogelperspektive durch die Level und weichen den Sichtfeldern der Wachroboter, Fischen oder Labormäusen aus. Um nicht entdeckt zu werden, ändern wir auf entsprechenden Untergrund entweder unsere Farbe oder weichen den Kegeln, welche die Sichtfelder darstellen, aus.

Spy-Chameleon-3Bestimmte Gegnertypen lassen sich durch anrempeln ablenken, und drehen sich dadurch um, wodurch unser Weg frei wird. Kameras decken komplette Räume ab und erfassen uns über Zeit, wir müssen uns also via Plattform oder hinter hohen Hindernissen eine Zeit lang verstecken, bis der Cooldown wieder runter gefahren ist. Diese Zeit kann man nutzen, um seine nächsten Schritte zu planen, wobei man für die Planung eher selten Lange braucht, da mindestens die ersten 40 Level der insgesamt 75 eher weniger fordernd sind und auch danach der Schwierigkeitsgrad eher langsam nach oben geht.

Je weiter wir uns im Spielfortschritt befinden, desto mehr neue Elemente finden den Weg in das Spiel. Hierdurch entsteht trotz der zumeist recht einfachen Level keine Langeweile. Im späteren stoßen wir noch auf Plattformen, die die Farbe ändern. Bewegliche Wände und vieles mehr. Hier wünscht man sich eigentlich bei der Vielfalt der verschiedenen Interaktionsmöglichkeiten, dass diese früher eingeführt worden wären, damit man später auf richtige knackige Herausforderungen stößt.

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Den Überblick behalten

Spy Chameleon spielt ausschließlich aus der Vogelperspektive und bringt einen recht simplen Grafikstil auf den Bildschirm. Alle Dinge sind hübsch designed und trotzdem recht steril gehalten, wodurch man nie den Überblick verliert aber trotzdem alles erkennt. Hier schaffen die Entwickler den Spagat zwischen Spieldesign und Gameplay. Für das Genre ist der Grafikstil in jedem Fall angemessen. Soundtechnisch bringt der kleine grüne Spion leider nicht wirklich viel mit. Der Soundtrack ist zwar passend aber viel zu wenig um für das komplette Spiel ein wenig Abwechslung zu bringen. Die Musik bringt nicht mehr als 3-4 Stücke mit sich. Die Soundeffekte sind recht ordentlich und passen zum gesamten Stil des Spiels.

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PRÄSENTATION (GRAFIK, SOUND) 71%
GAMEPLAY 90%
SPIELSPASS 80%
80%
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Mit Spy Chameleon bringt uns Unfinished Pixels einen hervorragenden Titel für zwischendurch. Mit den kurzen Leveln und der kurzen Eingewöhnungsphase eignet sich das Spiel als hervorragender Pausenfüller. Ob man nun auf die Installation eines anderen Spiels oder auf ein Update wartet oder vielleicht nur 10 Minuten Zeit hat, ein Erfolgserlebnis schafft man hier auch in kürzester Zeit. Schön wäre es aber trotzdem gewesen, wenn die letzten Level knackiger wären. Mit 75 Missionen hat man den Titel doch recht schnell durch und die nach und nach kommenden Spielelemente, hätte mehr genutzt werden können um gerade im Punkto Schwierigkeitsgrad überzeugen zu können. Mit einem Preis von 4,99€ kann man mit dem kleinen grünen Spion kaum etwas falsch machen und vor allem Casual Gamer können hier ohne bedenken zuschlagen.

About The Author

Von klein auf eigentlich ein PC-Jünger, bis er sich dann von seinem ersten Geld eine Konsole kaufen konnte. Viel verpasst bis zum N64 aber auch vieles nachgeholt. Heute hauptsächlich an der XBOX One, Xbox 360 und am PC zu finden. Spezialisiert auf FPS, Roleplay und Indie Games

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