Ironcast – Der Mech-Knobler im Test

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Bei Match Three-Spielen denken die lieben Kollegen in der Redaktion immer zuerst an mich und so bin ich auch in das Vergnügen gekommen, diesen Titel testen zu dürfen. Und es stimmt, ich spiele solche Spiele sehr gerne. Egal ob unterwegs auf dem Smartphone oder an der Konsole für zwischendurch, machen mir diese Art von Spielen großen Spaß. Mal sehen, was Ironcast zu bieten hat und wie es sich von seinen Genre-Kollegen abheben möchte.

Viktorianisches London von Ironcasts bedroht

screenshot-ironcast-01Wir befinden uns im viktorianischen London um die 1880er-Jahre und müssen mithilfe von 7 Meter großen Kampfmaschinen eine feindliche Invasion von ebenso gefährlichen Ironcasts  abwehren. Das ganz im Steampunk gehaltene Szenario von Literaturklassikern wie H.G. Wells oder Jules Verne inspiriert.

Bei Match Three-Spielen müssen in der Regel, wie der Name schon sagt, mindestens drei gleiche Elemente miteinander kombiniert werden, um Punkte zu sammeln. Mal sind es Kugeln, mal Diamanten oder ähnliches. In diesem Fall sind es aber weder Kugeln, noch Diamanten, sondern Ressourcen, die für den Kampf gegen die feindlichen Ironcasts gesammelt werden müssen. Benötigt wird dafür Munition für die Angriffe, Energie für das Schutzschild oder die Fortbewegung, Kühlmittel damit der eigene Ironcast nicht überhitzt und Material für Reparaturen.

screenshot-ironcast-03Jeder Kampf, den man vorher aus einer Landkarte des Großraums London aus drei Möglichkeiten ausgewählt hat, läuft dabei rundenbasiert ab. Je nach Gegner muss man sich überlegen, ob man in die offensive geht und hauptsächlich Munition einsammelt und diese mit einer der zwei Waffen auf den Gegner abfeuert, oder eher Energie sammelt und entweder seinen Schutzschild aktiviert oder sich in Bewegung setzt und somit schwerer zu treffen ist. Materialien wollen aber auch für Reparaturen an Waffen, Antrieb, Schilden gesammelt und genutzt werden sowie Kühlmittel um vor Überhitzung zu schützen und dadurch entstehenden Schaden zu vermeiden.

Da es pro Runde, bevor der Gegner an der Reihe ist, nur drei Kombinationen und Aktionen ausgeführt werden können, ist Ironcast mehr als nur ein normales Match Three-Spiel. Der Stategie- und Simulations-Anteil ist ebenso wichtig wie die Kombinationsgabe. Man muss sich genau überlegen, welche Aktion man ausführt und welche Ressourcen man einsammelt, um nicht vom Gegner überrollt zu werden. Besonders praktisch sind manche Sonder-Steine im Tableau. So gibt es zum Beispiel einen mit dem man in einem Zug zwei verschiedene Arten von Ressourcen verbinden kann. Besonders praktisch, da man sich so einen Zug spart und weitere Ressourcen einer anderen Kategorie aufladen kann.

screenshot-ironcast-10Hat man einen Angriff für sich entschieden und den gegnerischen Angreifer auf den Schrottplatz geschickt, bekommt man Kriegsressourcen und auch Schrott, mit dem man seinen Ironcast verstärken und mit weiteren Fähigkeiten ausrüsten kann. Dies ist auch absolut nötig, da die Gegner im verlaufe des Spieles nicht gerade schwächer werden.

Verliert man allerdings doch mal einen Angriff, dann ist Schluss und man muss von vorne anfangen. Umso wichtiger ist es, dass man strategisch vorgeht und seinen Gegner gut einschätzen kann und die richtigen Ressourcen sammelt.

Weitere Kampfroboter und Kommandeure freischaltbar

screenshot-ironcast-13Hat man bereits einige Runden gespielt, wird man im Hauptmenü bemerken, dass einem dort gewonnene Auszeichnungen angezeigt werden. Damit lassen sich bis zu drei weitere Ironcast-Modelle und Kommandeure freischalten, die wiederum andere Eigenschaften und Fähigkeiten besitzen und während der Kämpfe andere Möglichkeiten bieten.

So besitzt das Spiel auch einen gewissen Wiederspielwert und man muss nicht immer mit den gleichen Bedingungen in den Krieg ziehen.

Steam-Punk auf Sparflamme

screenshot-ironcast-02Das Konzept des Spiels geht auf und es macht Spaß seinen Ironcast mit den richtigen Aktionen zum Sieg zu führen, die Präsentation hinkt aber leider ein wenig hinterher. Auch wenn das Szenario des viktorianischen London im Steampunk-Stil zum Setting passt, wirken die verwendeten Grafiken nicht immer hochwertig. Wirklich schön anzusehende und von Hand gezeichnete Bilder werden einem neben, an ClipArts erinnernde Texturen serviert. Besonders die Hintergründe während der Kämpfe wirken billig.

Schade, dass man sich hier nicht in allen Bereichen gleich viel Mühe gegeben hat. Denn teilweise sind die Grafiken wirklich ansehnlich, aber wie gesagt, leider nicht immer und die Qualitätsunterschiede sind doch teilweise sehr groß. Auch ist mir, wenn der Ironcast sich bewegt und der Hintergrund scrollt, gelegentliches Tearing aufgefallen.

Beim Sound machen die Entwickler aber wenig falsch. Zwar sind die Soundschnipsel und Effekte nicht herausragend, aber sie sind passend und solide ins Spiel integriert. Zumindest sind mir hier keine ähnlichen Aussetzer aufgefallen, wie es bei der Grafik leider der Fall ist.

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Ironcast
Präsentation (Grafik, Sound) 60%
Gameplay 70%
Spielspaß 73%
67%
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Ironcast ist kein Spiel für längere Sessions, aber das will es auch gar nicht sein. Wie ich bereits anfangs erwähnt habe, habe ich auch gerne Spiele, die man auch mal kurz zwischendurch spielen kann. Dazu eignet sich auch Ironcast sehr gut. Das Konzept mit den rundenbasierten Kämpfen und den in Match Three-Marnier zu sammelnden Ressourcen geht auf. Leider ist es technisch nicht ganz rund und die grafische Qualität schwankt doch relativ stark. Spaß macht es aber allemal und wer Spiele dieser Art mag, wird auch Freude an Ironcast haben.

About The Author

Videospiele-Fan seit vielen Jahren. Alles hat damals mit dem guten alten Game Boy angefangen. Seitdem begleitet mich das Thema, was in einer in meinen Augen ansehnlichen Nintendo Retro-Sammlung endete. Neben dem alten Nintendo-Kram bin ich aber auch seit der ersten Generation der Xbox treu.

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