Sony bringt eine überarbeitete Version seines KI-Upscalers PSSR auf die PS5 Pro – und Resident Evil Requiem nutzt die neue Technik bereits als erstes Spiel.
Im März soll dann ein Systemsoftware-Update folgen, das eine neue Bildqualitäts-Option freischaltet und das Upgrade für weitere Titel relevant macht.
Was Sony am PSSR-Update konkret ändert
PSSR („PlayStation Spectral Super Resolution“) ist Sonys KI-basiertes Upscaling: Spiele rendern intern oft niedriger, PSSR rekonstruiert anschließend Details und skaliert hoch, damit Performance und Bildschärfe besser zusammenpassen.
Genau dieses Verfahren war bei der PS5 Pro bisher ein Kernargument – aber auch ein Kritikpunkt, weil einige Spieler über unruhige feine Strukturen, Flimmern oder Artefakte klagten.
Laut den aktuellen Infos arbeitet Sony bei der neuen PSSR-Version nicht nur an einem „Feinschliff“, sondern an einer deutlich überarbeiteten Grundlage: Algorithmus und neuronales Netzwerk wurden angefasst.
Gleichzeitig wird das Update klar in einen größeren Branchentrend eingeordnet: Upscaling ist längst nicht mehr nur „ein netter Bonus“, sondern in vielen Render-Pipelines der Hebel, um hohe Bildraten und saubere 4K-Optik überhaupt realistisch zu machen.
Spannend ist dabei auch der Tech-Kontext: Das Upgrade hängt mit der Zusammenarbeit von Sony und AMD („Project Amethyst“) zusammen und wird in Berichten als nahe an modernem PC-Upscaling aus dem FSR-Umfeld beschrieben.
Für Konsolen-Spieler ist das vor allem ein Versprechen: mehr Bildruhe und bessere Detaildarstellung, ohne dass Entwickler nur über „brutale Rohleistung“ nachrüsten müssen.
Resident Evil Requiem macht den Anfang – und im März wird es breiter
Sony nennt Resident Evil Requiem als ersten Titel, der die fortschrittlichere PSSR-Version nutzt. Capcom hebt in diesem Zusammenhang genau die Bereiche hervor, die Upscaling traditionell schwer fallen: sehr feine Details wie Haare, Bartstoppeln und komplexe Texturen, die in Bewegung schnell unsauber wirken können.
Der Punkt ist klar: Wenn es hier sauberer aussieht, ist das Upgrade im Alltag sichtbar – nicht nur im Standbild.
Für die meisten PS5-Pro-Besitzer ist aber der März wichtiger als das einzelne Launch-Spiel: Sony stellt ein Systemsoftware-Update in Aussicht, das in den Einstellungen eine neue Option ergänzt – „PSSR Bildqualität verbessern“ („Enhance PSSR Image Quality“).
Der Effekt dahinter soll simpel sein: Titel, die bereits PSSR unterstützen, sollen nach dem Update grundsätzlich von der verbesserten Variante profitieren können.
Wichtig ist trotzdem die Erwartungsbremse: Nicht jedes Spiel reagiert identisch auf Upscaling-Änderungen. Manche Titel profitieren sofort (klarere Kanten, weniger Flimmern), andere brauchen zusätzlich Patches der Entwickler, damit die neue Variante optimal greift.
Sony formuliert das selbst eher vorsichtig und deutet an, dass einige Spiele nach dem Update erkennbar schärfer wirken können – also keine pauschale Garantie für jede einzelne Bibliothek-Leiche.
Was das für PS5-Pro-Spieler in Deutschland bedeutet
Praktisch ist das eine gute Nachricht für alle, die ihre PS5 Pro bisher zwar wegen Performance kaufen wollten, aber bei der Bildqualität nicht immer zufrieden waren. Wenn das Update Artefakte reduziert und feine Details stabiler macht, steigt der Mehrwert der Konsole genau dort, wo sie sich vom Basismodell absetzen soll.
Gleichzeitig ist es ein interessanter Industrie-Move: Während Nvidia, AMD und Intel auf dem PC ihre Upscaler als „Feature-Magneten“ positionieren, zeigt Sony, dass Konsolen ebenfalls per Software spürbar nachlegen können.
Das ist besonders relevant, weil 2026 die Zahl der technisch ambitionierten Releases steigt – und Studios bei Multi-Plattform-Produktionen immer stärker auf Upscaling setzen, um hohe Bildraten, Raytracing-Features und stabile Darstellung unter einen Hut zu bringen.
Was du jetzt tun solltest: Halte im März nach dem Systemsoftware-Update Ausschau und prüfe danach gezielt deine „Problemspiele“ – am besten mit denselben Szenen, denselben Grafikmodi und denselben Kamera-Bewegungen.
Wenn Sony im März außerdem konkrete Beispiele oder eine Liste der ersten Updates nachschiebt, lohnt sich ein schneller Abgleich, ob deine Favoriten direkt dabei sind.
Unterm Strich ist das PSSR-Upgrade (oft als „PSSR 2.0“ bezeichnet, Sony selbst spricht vor allem von der verbesserten Bildqualitäts-Option) eines der wichtigsten PS5-Pro-Themen des Frühjahrs: weniger Artefakte, mehr Bildruhe, bessere Details – und damit ein Update, das nicht nur Tech-Fans, sondern jeden PS5-Pro-Alltag treffen kann.

