Tachyon Project im Test auf der Xbox One

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Vor kurzem flatterte wieder eines dieser unbekannten ID@Xbox-Spiele auf meine Konsole. Das spanische Entwicklerteam um Eclipse Games, bringt uns dieses an klassische Shoot’em’Ups erinnernde Spiel namens Tachyon Project auf die Xbox One, welches später auch noch für die PlayStation 4 und Wii U von Nintendo erscheinen soll. Ob es etwas taugt erfahrt ihr in unserem Test.

Irrflug durch die weiten des Internets

screenshot-tachyon-project-01In Tachyon Project übernimmt man die Kontrolle des Computer-Programms Ada, welches programmiert wurde, um den sichersten Server der Welt zu knacken. Nach einigen mysteriösen Vorgängen wird Ada allerdings vom Testserver geschmissen und landet im großen weiten Internet. Von da aus versucht Ada wieder zurück in die sichere Umgebung zu gelangen, was allerdings nicht möglich zu sein scheint. Untermalt wird die aus 10 Level bestehende „Story“ von handgezeichneten Cutscenes.

Spielerisch erinnert mich das Spiel tatsächlich stark an klassische Shoot’em’Ups, da haben die Entwickler nicht zu viel versprochen. Zwar ist Tachyon Project im Gegensatz zu zahlreichen seiner Genre-Vertreter kein Sidescroller, dennoch findet man den ein oder anderen Verweis auf Klassiker wieder. Was das Spiel aber mit vielen anderen Gemeinsam hat ist, dass die Software Ada frappierende Ähnlichkeit mit einem Raumschiff hat, welches man über das rechteckige und ziemlich kleine Spielfeld steuert. Es muss ja nicht immer ein Space-Shooter sein.

Gesteuert wird das Spiel fast ausschließlich mit beiden Sticks auf dem Controller. Mit dem linken bewegt man Ada über das Spielfeld und mit dem rechten Stick beschießt man die sich nähernden Gegner ab. Dadurch, dass man egal in welche Richtung man sich bewegt in jede Richtung schießen kann, gewinnt man viele Möglichkeiten hinzu seine Gegner zu besiegen und besonders bei späteren Verlauf des Spiels wird einem diese Art der Steuerung das ein oder andere mal den Arsch retten. Neben den Sticks werden nur noch die Schultertasten benötigt, womit stärkere Waffen wie Bomben bzw. Schockwellen ausgelöst werden können. Insgesamt gibt es 6 verschiedene Hauptwaffen, 9 Zweitwaffen und 7 Power-Ups. Diese werden nach und nach freigeschaltet und können individuell mit Ada kombiniert werden, woraus sich zahlreiche Zusammensetzungen ergeben.

Mich hat der Stil der Präsentation ein wenig an den Arcade-Klassiker Asteroids von 1979 erinnert. Auch in Asteroids schaut man von oben auf das Spielgeschehen und bewegt sich auf eine ähnliche Art und Weise fort. Die Grafik ist in Tachyon Project in heutigen Standard und Möglichkeiten sehr minimalistisch gehalten, was aber zum Setting des Spiels passt und sich meiner Meinung nach eher positiv auf das Spiel auswirkt.

Mit jeder Welle wird’s schwerer

screenshot-tachyon-project-02Jedes Level besteht aus mehreren Gegner-Wellen, bei dem man ein bestimmtes Ziel verfolgen muss. Mal muss man eine bestimmte Anzahl eines der 30 Gegner-Typen zerstören, einen von vier Boss-Gegner besiegen, eine bestimmte Zeitspanne überleben oder eben insgesamt eine bestimmte Anzahl von Gegner ausradieren. Wo sich anfangs noch relativ wenig Gegner auf dem Spielfeld befinden, tummeln sich schon bald ungleiche viele mehr darauf. Dadurch, dass sich jede Gattung anders verhält und fortbewegt, ist es teilweise gar nicht so einfach den Überblick zu behalten. Die ein oder andere Kollision ist da sicherlich vorprogrammiert, glücklicherweise stirbt man aber nicht bei der ersten Berührung, sondern Ada hält ein paar mehr aus, bis sie das zeitliche segnet.

Was auffällt ist, dass der Schwierigkeitsgrad relativ schnell ansteigt, ist gleichzeitig aber gut ausbalanciert. Wie bereits erwähnt, nimmt die Gegnerzahl auf dem Spielfeld relativ schnell zu und mit jeder neuer Gegner-Gattung nimmt auch die potentielle Gefahr und die Unberechenbarkeit zu. Auch das relativ kleine Spielfeld entpuppt sich als sehr praktisch und hätte nicht größer sein müssen. Durch das überschaubare Terrain kann man sich nämlich sehr gut Taktiken zurecht legen, wie man den Gegner am besten zu leibe rückt. Kennt man Beispielsweise das Verhalten der Bullen oder Schlangen, ist es einfach auch mit größerer Anzahl dieser Gattung fertig zu werden, wo man anfangs mit wenigen bereits Probleme hatte. Nicht ganz unwichtig ist es auch die richtige Waffe an Bord zu haben. Es kann schon mal sein, dass man dies erst rausfinden und Level öfters spielen muss.

Challenges und 4 Player-Coop

screenshot-tachyon-project-08Neben dem Story-Modus bietet Tachyon Project außerdem noch drei Challenges, die jeweils mit bis zu 4 Spielern im lokalen Multiplayer absolviert werden können. In allen drei Modi geht es darum einen möglichst hohen Highscore zu erreichen und sich im Leaderboard nach oben zu spielen. Im Grunde unterscheiden sich die drei Modi aber kaum. In jedem kommt eine unendliche Anzahl an Gegner-Wellen auf einen zu. Im ersten ist es im Prinzip ein Endlos-Spiel, in dem man so lange überleben muss, wie es nur geht. Im zweiten sieht man nur einen bestimmten Radius um Ada herum, der Rest des Spielfeldes sieht man nur verdunkelt und Schemenhaft. Im dritten Modus hat man nur eine bestimmte Zeitspanne, um möglichst viele Punkte zu erreichen.

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Tachyon Project
PRÄSENTATION (GRAFIK, SOUND) 70%
GAMEPLAY 80%
SPIELSPASS 80%
76%
Readers Rating 0%
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Für Freunde des Genres und klassischer Shoot’em’Ups ist das Spiel eine wahre Freude. Zwar ist der Story-Modus nicht besonders lang, aber dank der Challenges und die Möglichkeit das Spiel zu viert im lokalen Multiplayer zu spielen, wird Tachyon Project auch nach Beendigung der Story weiterhin Spaß machen. Grafisch ist das Spiel zwar keine Pracht, aber es passt zum Genre und dem Setting des Spiels. Die Soundkulisse, insbesondere die Effekte und der Soundtrack wissen dagegen zu überzeugen. Gleiches gilt für die Steuerung, in die man sehr schnell reinkommt und eine steile Lernkurve feststellt. Mir macht das Spiel großen Spaß, auch weil der Schwierigkeitsgrad in meinen Augen gut ausgewogen ist und man schnell in das Gameplay hineinfindet.

About The Author

Videospiele-Fan seit vielen Jahren. Alles hat damals mit dem guten alten Game Boy angefangen. Seitdem begleitet mich das Thema, was in einer in meinen Augen ansehnlichen Nintendo Retro-Sammlung endete. Neben dem alten Nintendo-Kram bin ich aber auch seit der ersten Generation der Xbox treu.

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