Steam Machine Leak: Neuer Benchmark zeigt Valves PC mit SteamOS

Steam Machine Leak Neuer Benchmark zeigt Valves PC mit SteamOS

Valves neue Steam Machine ist erneut bei Geekbench aufgetaucht – diesmal mit SteamOS statt Windows. Das ist kein bestätigter Launchtermin, aber ein wichtiges Signal dafür, dass die finale Testphase näher rücken könnte.

Für PC-Spieler ist der Fund spannend, weil er direkt an die bisherigen Hinweise zu Valves Wohnzimmer-PC vor Ende Juni anschließt. Nach Review-Geräte-Gerüchten und SteamOS-Vorbereitungen liefert der neue Benchmark nun den nächsten Baustein.

Was der neue Geekbench-Eintrag zur Steam Machine zeigt

In der Geekbench-Datenbank sind zwei frische Läufe unter dem Modellnamen „Valve Fremont“ aufgetaucht. Fremont gilt seit Monaten als interner Codename für Valves neue Steam Machine. Entscheidend ist diesmal aber nicht nur der Name, sondern das Betriebssystem: Die Einträge laufen mit SteamOS.

Das ist relevant, weil frühere Benchmark-Spuren noch unter Windows auftauchten. Ein Wechsel auf SteamOS spricht dafür, dass Valve oder ein Partner die Hardware näher am geplanten Auslieferungszustand testet. Genau daraus entsteht jetzt die Spekulation, ob Reviews, Vorbestellungen oder ein offizielles Update näher rücken.

Bei der CPU nennt Geekbench einen „AMD Custom CPU 1772“ mit 6 Kernen und 12 Threads. Dazu werden 15,23 GB Arbeitsspeicher und ein Takt von bis zu 4,86 GHz angezeigt. Die Werte liegen je nach Lauf bei rund 2.300 Punkten im Single-Core-Test und gut 7.300 Punkten im Multi-Core-Test.

Wichtig: Das sind reine CPU-Benchmarks. Sie sagen noch nicht, wie stark die Steam Machine in echten Spielen abschneidet. Gerade bei einem Wohnzimmer-PC entscheidet am Ende die Kombination aus GPU, Kühlung, Lautstärke, SteamOS-Optimierung und Upscaling.

Warum SteamOS wichtiger ist als die nackten Punkte

Die Punktzahl allein ist kein Grund für Euphorie. Wer nur auf Geekbench schaut, könnte die Steam Machine vorschnell mit Handheld-Chips, Mini-PCs oder Desktop-Prozessoren vergleichen. Das greift zu kurz.

Valves Gerät soll kein klassischer Office-PC werden, sondern eine Steam-Konsole für den Fernseher. Der eigentliche Vorteil liegt deshalb nicht in einem Benchmark-Sieg, sondern im Zusammenspiel aus SteamOS, Controller-Bedienung, Steam-Bibliothek und Konsolenkomfort. Genau das hatte Valve schon beim Steam Deck stark gemacht.

Der neue Eintrag passt auch zu Valves bisherigen Vorbereitungen. SteamOS erhielt bereits Unterstützung für kommende Steam-Machine-Hardware. Dazu kommt der neue Controller, der als Vorbote der größeren Hardware-Familie gilt. Wer den Kontext nachlesen will, findet ihn in unserem Überblick zu Steam Machine und Steam Controller 2 sowie im Artikel Steam Controller ist da: Steam Machine muss warten.

Trotzdem bleibt Vorsicht nötig. Ein Geekbench-Eintrag bestätigt weder ein Embargo noch einen Verkaufstermin. Er zeigt nur, dass eine Hardware mit passendem Namen, passender Plattform und passendem System getestet wurde.

Was Käufer jetzt abwarten sollten

Die größte offene Frage ist weiter der Preis. Valve hat mit dem Steam Deck gezeigt, dass gutes PC-Gaming in einem festen Formfaktor funktionieren kann. Eine stationäre Steam Machine steht aber in einem anderen Wettbewerb: Sie trifft auf PS5, Xbox Series X, Gaming-PCs, Mini-PCs und Handhelds mit Docking-Option.

Genau deshalb wird der Deutschlandpreis entscheidend. Liegt Valve zu nah an klassischen Konsolen, könnte die Steam Machine für viele Steam-Nutzer extrem attraktiv werden. Rutscht sie dagegen deutlich in Richtung High-End-Mini-PC, muss sie mit Komfort, Lautstärke, Performance und Update-Sicherheit überzeugen.

Auch die Verfügbarkeit bleibt offen. Frühere Gerüchte nannten mögliche Informationen rund um Ende Juni, doch ohne Valve-Ansage bleibt das ein Zeitfenster, kein Termin. Spieler sollten deshalb nicht auf Händlerlisten, Importspuren oder Benchmark-Funde allein reagieren.

Der nächste sinnvolle Schritt ist klar: Auf eine offizielle Steam-Seite mit Preis, Modellvarianten und Vorbestellstart warten. Erst dann lässt sich seriös sagen, ob Valves neuer Wohnzimmer-PC wirklich die Lücke zwischen Steam Deck und Gaming-PC schließt.