AMD hat im Rahmen eines Earnings-Calls erklärt, Valves neue Steam Machine sei „auf Kurs“, um früh 2026 in den Versand zu gehen – ein ungewöhnlich klares Signal von Valves Chip-Partner.
Valve selbst dämpft aber die Erwartungen: Wegen knapper und teurer Speicher- sowie SSD-Komponenten sollen Termin und Preis erst nach einer Neubewertung festgezurrt werden.
Was AMD jetzt sagt – und warum das mehr zählt als typische Leaks
Der entscheidende Punkt ist die Quelle: AMD spricht hier nicht über ein Gerücht, sondern über einen Produktplan. Bei Hardware, die auf einem semi-custom Chip basiert, ist das relevant, weil AMD die Produktions- und Lieferkette kennt und Aussagen aus so einem Call in der Regel nicht leichtfertig sind.
Für den schnellen Einstieg lohnt unser Überblick zur neuen Steam Machine und dem Steam Controller 2: Dort ist klar, welche Rolle SteamOS spielt und warum Valve die Box als „Wohnzimmer-PC“ positionieren will.
Trotzdem: „früh“ ist kein Datum. Zwischen „Q1“ (bis Ende März) und einem Start, der sich erst über mehrere Lieferwellen stabilisiert, liegen in der Praxis Welten – vor allem, wenn Verfügbarkeit gestaffelt hochgefahren wird.
Warum Valve bremst: RAM- und SSD-Markt macht die Planung ungemütlich
Valve hat in einem aktuellen Steam-Hardware-Update eingeräumt, dass man längst konkrete Preise und Launchdaten hätte nennen wollen. Der Haken: gestiegene Kosten und geringere Verfügbarkeit bei Speicher und Storage erzwingen laut Valve eine erneute Planung.
Wichtig für alle, die in Deutschland schon mit einem fixen Termin rechnen: Valve spricht nun explizit vom Ziel, alle drei Geräte im ersten Halbjahr 2026 auszuliefern – also Steam Machine, Steam Frame und Steam Controller.
Das klingt nach „weiterhin 2026“, ist aber gleichzeitig ein klares Signal: Ein Launch kann sich bis in den späten Frühling ziehen, ohne dass Valve sein Ziel verfehlt.
Und beim Preis wird’s dadurch nicht einfacher. Unser Artikel zum Preis-Gerücht rund um 512-GB- und 2-TB-Modelle hat schon gezeigt, dass die Box eher im PC- als im klassischen Konsolenbereich landen könnte. Wenn Komponentenpreise weiter anziehen, wird „aggressiv günstig“ für Valve noch schwerer.
Was du jetzt erwarten kannst: die nächsten Signale, die wirklich zählen
Unterm Strich stehen zwei Botschaften nebeneinander: AMD sieht die Steam Machine produktseitig „on track“, Valve will erst dann ein Datum nennen, wenn Preis und Supply-Kette stabil genug sind. Für dich heißt das: Rechne mit „erstes Halbjahr“, aber plane nicht mit einem festen März-Tag, solange Valve keine Vorbestellung öffnet.
Die nächsten harten Signale werden sehr eindeutig: Vorbestellungen, konkrete SKU-Namen, Regionen (EU/DE) und ein klarer Versandstart. Sobald das passiert, wissen wir auch, ob Valve gleichzeitig ein Bundle mit Controller pusht oder die Geräte getrennt staffelt.
Bis dahin bleibt die Steam Machine ein seltener Fall, in dem ein Partner-Statement (AMD) die Uhr schneller ticken lässt – während Valve selbst lieber auf Nummer sicher geht, bevor es einen Preis nennt, der sich Wochen später wieder ändern müsste.

