Stalker 2 Patch 1.7: Analyse bestätigt massiven Performance-Schub

Stalker 2 Patch 1.7 - Analyse bestätigt massiven Performance-Schub

Der lang ersehnte Patch 1.7 für S.T.A.L.K.E.R. 2: Heart of Chornobyl ist endlich da und liefert offenbar genau die Rettung, auf die Fans gehofft haben.

Eine erste technische Analyse bescheinigt dem Update den Status eines echten „Game Changers“ für Konsolen und PC.

Endlich flüssig durch die Zone

Der Start des Shooters war holprig, gelinde gesagt. Viele Spieler kämpften mit massiven Rucklern, Abstürzen und einer instabilen Bildrate. Entwickler GSC Game World hatte schnelle Besserung versprochen und mit dem Update 1.7 nun Wort gehalten. Die Technik-Experten von Digital Foundry haben sich die neue Version bereits im Detail angesehen.

Das Urteil fällt überraschend positiv aus, fast schon euphorisch. Besonders das sogenannte „Traversal Stuttering“, also das Ruckeln beim Durchqueren der offenen Welt, wurde drastisch reduziert. Das war einer der größten Kritikpunkte der Community zum Launch. Wer S.T.A.L.K.E.R. 2: Heart of Chornobyl jetzt startet, erlebt ein völlig anderes Spielgefühl.

Auf der Xbox Series X hält das Spiel nun deutlich stabiler seine Ziel-Framerate. Noch beeindruckender sind die Fortschritte auf der schwächeren Xbox Series S.

Hier war der Titel teilweise kaum spielbar, läuft nun aber in vielen Arealen flüssig. Auch PC-Spieler profitieren von optimierten Shader-Kompilierungen, die zuvor für nervige Denkpausen sorgten.

1800 Fixes: Was steckt im Riesen-Update?

Die reinen Zahlen des Updates sind gigantisch und zeigen, wie hart das Team gearbeitet hat. Die Patch-Notes listen sage und schreibe über 1800 behobene Fehler auf. Das Update ist dementsprechend groß und erfordert je nach Plattform einen Download von mehreren Gigabyte. Doch der Speicherplatz-Hunger lohnt sich diesmal definitiv.

Neben der reinen Performance wurde auch tief in die Spielmechanik eingegriffen. Die KI der Gegner, die oft entweder dumm oder übermächtig agierte, wurde neu ausbalanciert.

Gegner sehen euch nun nicht mehr durch Wände oder dichtes Gebüsch, was das Stealth-Gameplay endlich fair macht. Auch zahlreiche Quest-Blocker, die das Weiterspielen verhinderten, gehören der Vergangenheit an.

Ein weiterer Fokus lag auf der Benutzeroberfläche und dem Inventar-Management. Items lassen sich nun schneller sortieren und verbuggte Tooltips wurden korrigiert. Für PC-Nutzer gab es zudem spezifische Fixes für DLSS und Frame Generation. Ghosting-Effekte bei schnellen Bewegungen wurden minimiert, was für ein klareres Bild sorgt.

Einordnung: Ist das Spiel jetzt fertig?

Mit Patch 1.7 nähert sich der Titel endlich dem Zustand, den wir uns zum Release gewünscht hätten. Es ist der klassische „Day-One-Patch“, der nur leider erst einige Tage später kam. Dennoch muss man GSC Game World zugutehalten, dass sie unter extrem schwierigen Bedingungen arbeiten. Die Geschwindigkeit, mit der dieser massive Patch nachgereicht wurde, ist beachtlich.

Für Spieler, die bisher mit dem Kauf gewartet haben, ist jetzt der ideale Zeitpunkt gekommen. Die gröbsten technischen Schnitzer sind beseitigt und die Atmosphäre der Zone kommt nun voll zur Geltung.

Wer bereits spielt, sollte das Update zwingend installieren, bevor der Spielstand fortgesetzt wird. In den meisten Fällen sind alte Savegames kompatibel, das Studio empfiehlt aber zur Sicherheit ein Backup.

Ausblick: Nächste Schritte & Termine

Das Team hat bereits angekündigt, dass die Arbeit noch lange nicht vorbei ist. Weitere Updates sind für Dezember geplant, um verbliebene, kleinere Bugs zu fixen. Auch der angekündigte Multiplayer-Modus steht noch auf der Roadmap für die Zukunft. Vorerst liegt der Fokus aber darauf, das Solo-Erlebnis weiter zu polieren.

Zudem warten Fans gespannt auf die offizielle Mod-Unterstützung. Diese soll es der Community ermöglichen, eigene Inhalte und Fixes noch einfacher zu integrieren. Wann genau das „Modding Kit“ erscheint, ist noch offen, dürfte aber nach diesem Technik-Meilenstein der nächste logische Schritt sein. Bis dahin können Stalker endlich ohne ständige Ruckler auf Artefaktjagd gehen.