Regisseur Koshi Nakanishi hat in einer Videobotschaft gleich mehrere Post-Launch-Inhalte für Resident Evil Requiem angekündigt: Ein Photo Mode, ein Minispiel im Mai und – als größte Nachricht – eine Story-Erweiterung, die tiefer in die Welt von Requiem eintauchen soll.
Gleichzeitig feiert Capcom über 5 Millionen verkaufte Exemplare in weniger als zwei Wochen.
Resident Evil Requiem kommt nicht zur Ruhe – und diesmal im besten Sinne. Nur knapp zwei Wochen nach dem Release am 27. Februar hat Regisseur Koshi Nakanishi über den offiziellen Resident-Evil-Kanal auf X eine Videobotschaft veröffentlicht, die gleich mehrere Weichen für die Zukunft des Spiels stellt.
Die Meldung, auf die viele gewartet haben: Eine Story-Erweiterung befindet sich offiziell in Entwicklung.
Wer die bisherige Erfolgsgeschichte von Requiem verfolgt hat, weiß, dass der Grundstein solide liegt. In unserem Artikel zum 5-Millionen-Meilenstein und den nächsten Baustellen haben wir bereits eingeordnet, warum das Spiel mehr ist als ein kurzfristiger Verkaufserfolg. Die DLC-Bestätigung ist nun die logische Fortsetzung dieses Momentums.
Was Nakanishi konkret angekündigt hat
In seiner Videobotschaft arbeitet der Regisseur drei Punkte ab, die zusammen den Post-Launch-Fahrplan skizzieren. Erstens: Ein Photo Mode ist in Arbeit. Wann genau er erscheint, hat Nakanishi nicht gesagt, nur dass er „sehr erwartet“ sei. Zweitens: Im Mai kommt eine „Überraschung“ in Form eines Minispiels.
Details dazu fehlen, aber die Community spekuliert intensiv, dass es sich um einen Mercenaries-Modus handeln könnte – jenen Arcade-artigen Überlebensmodus, der seit Resident Evil 3 zur Tradition der Serie gehört und zuletzt bei Resident Evil 4 Remake als kostenloses Update nachgereicht wurde.
Drittens – und das ist die Hauptnachricht: Capcom arbeitet an einer Story-Erweiterung. Nakanishis Worte dazu sind bewusst vage gehalten. Der DLC soll „tiefer in die Welt von Requiem eintauchen“, einen konkreten Zeitrahmen oder inhaltliche Eckpunkte nennt er nicht. Seine Bitte um Geduld deutet darauf hin, dass die Erweiterung noch nicht in einer spielbaren Phase ist.
Die versteckten Hinweise in Nakanishis Video
Zwischen den Ankündigungen hielt Nakanishi mehrere bedruckte Blätter in die Kamera, die in der Community sofort seziert wurden. Ein Bild zeigte Leon Kennedy im Anzug neben einer unbekannten weiblichen Figur unter dem Titel „Forbidden Requiem“.
Ein weiteres ersetzte die Köpfe von Grace und Leon auf dem Cover durch Katzengesichter. Ein drittes zeigte Antagonist Victor Gideon an einem Pokertisch in einer Szene, die an Buckshot Roulette oder Inscryption erinnert.
Ob diese Bilder echte Hinweise auf kommende Inhalte sind oder Nakanishis bekannter Humor, ist unklar. Capcom hat vor dem Release von Requiem bereits bewiesen, dass man gerne falsche Fährten legt – Leons Beteiligung am Spiel wurde monatelang verschleiert, bevor der Game-Awards-Trailer ihn als zweiten Protagonisten bestätigte.
Es wäre also nicht untypisch, wenn sich hinter den „Joke-Slides“ doch mehr verbirgt als nur Spaß.
Was die Community erwartet – und was Gerücht bleibt
Die Spekulationen rund um den DLC-Inhalt laufen auf Hochtouren. Leaker wie RinotheBouncer hatten bereits vor der offiziellen Ankündigung berichtet, dass sich eine Erweiterung in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium befinde.
Laut diesen unbestätigten Angaben könnte Alyssa Ashcroft – eine Figur, deren Schicksal im Hauptspiel eine wichtige Rolle spielt – im DLC stärker in den Fokus rücken. Auch Leon soll erneut spielbar sein, möglicherweise mit Inhalten, die aus dem Hauptspiel herausgeschnitten wurden.
Wichtig: Nichts davon ist von Capcom bestätigt. Die Leaker-Angaben stammen aus Quellen unterschiedlicher Zuverlässigkeit und sollten als Gerücht behandelt werden. Was feststeht, ist lediglich, dass eine Story-Erweiterung kommt und dass sie sich „tiefer in die Welt von Requiem“ bewegt. Alles andere ist derzeit Fan-Spekulation.
5 Millionen in unter zwei Wochen – was das für Capcom bedeutet
Nakanishi nutzte die Videobotschaft auch, um einen beeindruckenden Meilenstein zu bestätigen: Resident Evil Requiem hat innerhalb der ersten Woche über fünf Millionen Exemplare verkauft. Zum Vergleich: Das Resident Evil 4 Remake brauchte drei Wochen, um vier Millionen zu erreichen.
Requiem hat damit nicht nur den schnellsten Launch der Franchise-Geschichte hingelegt, sondern auch gezeigt, dass die Marke 2026 auf einem neuen Niveau angekommen ist – erst recht, wenn man bedenkt, dass das Spiel als Multiplattform-Titel für PS5, Xbox Series X/S, Switch 2 und PC erschienen ist.
Für Capcom ist das ein starkes Argument, den Support-Fahrplan ambitioniert zu gestalten. Resident Evil 7 und Village erhielten beide substantielle Story-Erweiterungen – „End of Zoe“ bzw. „Shadows of Rose“ -, die nicht nur bei Fans gut ankamen, sondern auch als Brücke zum jeweils nächsten Serienteil funktionierten.
Requiems DLC dürfte einer ähnlichen Logik folgen: die Welt vertiefen, offene Fäden aufgreifen und gleichzeitig das Spiel im Gespräch halten, während die Verkaufskurve natürlicherweise abflacht.
Ausblick: Mai-Update als nächster Meilenstein
Der konkreteste Termin im Fahrplan ist Mai 2026. Bis dahin sollen Photo Mode und Minispiel erscheinen. Ob beides in einem gemeinsamen Update kommt oder gestaffelt ausgerollt wird, ist offen.
Für die Story-Erweiterung sollten Fans realistisch mit dem zweiten Halbjahr oder sogar Anfang 2027 rechnen – Nakanishis Formulierung „es wird etwas dauern“ spricht gegen einen schnellen Release.
Wer in der Zwischenzeit noch durch Requiem spielt und bei Rätseln festhängt, findet bei uns Hilfe: Unser Guide zu Organ-Transport-Box und allen Safe-Codes löst die häufigsten Stopper. Und wer vor dem Kauf noch einmal die Editionen und Preload-Details prüfen will: Auch dort sind wir aufgestellt.
Eines zeigt die DLC-Ankündigung in jedem Fall: Capcom behandelt Requiem nicht als abgeschlossenes Produkt, sondern als Plattform für eine längere Erzählung. In einem Jahr, in dem die Gaming-Branche mit Sparmaßnahmen und Studioschließungen kämpft, ist ein Publisher, der in sein erfolgreichstes Franchise aktiv reinvestiert, ein wohltuendes Gegenbeispiel.

