Resident Evil 10 soll laut einem neuen Leak Claire Redfield wieder stärker in den Mittelpunkt rücken. Gleichzeitig gibt es bei der Spur aber einen wichtigen Haken, denn ein bekannter Resident-Evil-Leaker stellt klar, dass die Behauptung nicht von ihm stammt.
Damit lohnt sich ein vorsichtiger Blick auf die angebliche Capcom-Roadmap. Nach dem Gratis-Update Resident Evil Requiem bringt Leon Must Die Forever bleibt die Reihe ohnehin sichtbar, jetzt verschiebt sich die Diskussion schon auf den nächsten Hauptteil.
Der Leak nennt Claire und Project Redlife
Im Umlauf ist derzeit eine angebliche Capcom-Liste mit mehreren Projekten. Darin tauchen Resident Evil 10, mehrere Remakes und ein neues Devil-May-Cry-Projekt auf. Für Horror-Fans ist vor allem ein Punkt spannend: Resident Evil 10 soll intern angeblich unter dem Codenamen Project Redlife laufen.
Als Hauptfigur wird Claire Redfield genannt. Das wäre ein starkes Signal, weil Claire zwar eine der wichtigsten Figuren der Reihe ist, in den großen modernen Hauptteilen aber lange nicht dieselbe Bühne hatte wie Leon, Chris oder Ethan.
Genau deshalb zieht das Gerücht. Nach Resident Evil 2 Remake, Code-Veronica-Wünschen und der starken Nostalgie rund um klassische Figuren wäre Claire ein sofort verständlicher Aufhänger. Für Suchinteresse, Social-Diskussionen und Fan-Theorien reicht diese Kombination bereits aus.
Bestätigt ist davon aber nichts. Capcom hat Resident Evil 10 nicht offiziell vorgestellt, keinen Codenamen bestätigt und auch keine Hauptfigur genannt.
Warum Fans bei diesem Gerücht vorsichtig bleiben sollten
Der wichtigste neue Punkt ist die Einordnung. In der Community wurde die Behauptung teilweise mit DuskGolem verbunden, einem bekannten Namen bei Resident-Evil-Gerüchten. Genau davon hat sich der Leaker nun aber distanziert.
Sinngemäß stellt er klar, dass die Gerüchte um das Devil-May-Cry-Remake und die Resident-Evil-10-Hauptfigur nicht von ihm stammen. Das senkt die Belastbarkeit deutlich.
Heißt: Die Claire-Spur ist nicht tot, aber sie ist schwächer, als manche Posts es gerade wirken lassen. Für einen Artikel ist deshalb die richtige Linie entscheidend: nicht „Resident Evil 10 bekommt Claire“, sondern „Gerücht: Leak nennt Claire – bekannte Quelle widerspricht Zuschreibung“.
Trotzdem bleibt das Thema relevant. Wenn Capcom wirklich an mehreren Remakes arbeitet, könnte Claire strategisch wieder wichtiger werden. Ein Code-Veronica-Remake würde sie neuen Spielern erneut vorstellen und könnte sauber in ein späteres Resident Evil 10 überleiten.
Requiem-Datamine zeigt, wie viel Capcom verworfen hat
Parallel dazu sorgt ein Datamine zu Resident Evil Requiem für Gesprächsstoff. Gefunden wurden Hinweise auf gestrichene Systeme, darunter ein Merchant-artiger Charakter, Waffenanpassungen, Untermissionen, Spezialmunition und eine Mechanik rund um Leons Anfälle.
Diese Funde beweisen nicht, was in Resident Evil 10 passiert. Sie zeigen aber, wie stark Capcom intern an Systemen testet und wie viel während der Entwicklung wieder gestrichen werden kann.
Genau das ist auch für Project Redlife wichtig. Selbst wenn Claire zu einem frühen Zeitpunkt als Hauptfigur geplant war, kann sich so etwas über Jahre ändern. Resident Evil Requiem selbst ist das beste Beispiel dafür, dass Capcom Gameplay, Rollenverteilung und Nebenmechaniken offenbar lange ausprobiert.
Für Spieler heißt das: Die nächsten offiziellen Termine werden entscheidend. Bis Capcom ein Remake, eine Erweiterung oder Resident Evil 10 selbst ankündigt, bleibt die Claire-Spur ein Gerücht mit hohem Fan-Wert, aber ohne harte Bestätigung.
Next Step: Beobachten, ob Capcom beim nächsten Showcase zuerst ein Remake oder neuen Requiem-DLC zeigt. Genau dort dürfte sich entscheiden, ob Claire wirklich wieder zur großen Zukunftsfigur der Reihe aufgebaut wird.

