Quantum Break: Zeit für einen Test

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Spätestens mit Alan Wake auf der Xbox 360 wurde Remedy Enterteinament eines meiner Lieblings Entwicklerstudios. Die gut erzählte und düstere Story um den namensgebenden Schriftsteller hatte mich damals vollkommen in den Bann gezogen. Jetzt gibt Remedy in Form des exklusiven Quantum Break sein Debüt auf der Xbox One. Realfilm und Spiel sollen dabei eins werden, wie gut das funktioniert, erfahrt ihr in unserem Test.

Science Fiction-Thriller mit Starbesetzung

Wenn man schon Fernsehen und Videospiel vermischen will, dann aber bitte mit einer adäquaten Starbesetzung. In Quantum Break laufen einem gleich mehrere bekannte Gesichter über den Weg. Aidan Gillen (Game of Thrones), Dominic Monaghan (Der screenshot-quantum-break-08Herr der Ringe, LOST), Lance Reddick (Fringe) und natürlich Hauptdarsteller Shawn Ashmore, der bekannt ist für seine Rolle des Iceman aus diversen X-Men-Filmen und hier den Protagnisten Jack Joyce verkörpert. Und das tun sie nicht nur in den Realfilm-Episoden, sondern auch im Game selbst wo die Darsteller bis ins kleinste Detail dem Original nachempfunden sind.

Bei der Story geht es im groben darum: Paul Serene (Aidan Gillen) und Jacks Bruder Will (Dominic Monaghan) arbeiten bereits seit Jahren im Geheimen an einem spektakulären Experiment, welches Zeitreisen erlauben soll. Eines Abends bittet Paul Serene seinen alten Weggefährten Jack (Shawn Ashmore) in sein Physik-Labor an der Riverport University. Hätte Jack gewusst worauf er sich da einlässt, wäre er vermutlich nicht das erste mal seit Jahren in seine Heimatstadt zurückgekehrt. Denn Paul bittet Jack, das Experiment mit ihm durchzuführen, da sein Bruder Will große Sorgen und Skepsis bezüglich des Experiments geäußert hatte und dieses verhindern will.

Es kommt wie es kommen musste, es geht irgendetwas schief und fortan droht ein Riss in der Zeit das Ende der Welt einzuläuten. Durch das Unglück im Labor und die aus den Fugen geratene Zeit hat Jack nun Spezial-Fähigkeiten im Repertoire, die er beim Versuch, alles wieder in Ordnung zu bringen und dem Kampf gegen den undurchsichtigen und mysteriösen Konzern Monarch Solutions auch gut gebrauchen kann. Mehr möchte ich allerdings auch gar nicht bezüglich der Story verraten, denn diese ist das A und O eines solchen cineastisch anmutenden Spiels.

Realfilm-Episoden mit Anspruch

Remedy und Microsoft hatten sich als Ziel gesetzt, das Medium Fernsehen und Videospiele anzunähern oder gar verschmelzen zu lassen. Hierzu wurde das Spiel in 5 Akte und diese wiederum in drei bis vier Kapitel unterteilt. Jeder Akt endet dabei mit einem Knotenpunkt, bei dem man aus screenshot-quantum-break-02zwei Möglichkeiten entscheiden muss, wie die Geschichte weitergehen soll. Das Spiel besitzt demnach auch einen gewissen Wiederspielwert, da man die Geschichte auf verschiedene Arten erleben kann. Im Anschluss dieser Knotenpunkte folgt jeweils eine etwa 22 Minuten lange Realfilm-Episode.

Ich kann mir gut vorstellen, dass es ein paar Gamer geben wird, die sich daran stören und in ihrem Spielfluss behindert fühlen. Auch ich war gespannt, wie die „Unterbrechungen“ auf mich wirken. Bei der ersten war es tatsächlich etwas ungewohnt und ich war irritiert. Immerhin wusste ich nicht, was mich erwartet und wie lang überhaupt diese Episoden zwischendurch sind. Der hohe Qualitätsstandard, die wirklich guten Schauspieler, die spannende Story und nicht zuletzt die wunderschöne Courtney Hope als Beth Wilder haben mich aber schnell von diesem Format überzeugt.

Die Realfilm-Episoden behandeln in der Geschichte rund um Jack Joyce vorwiegend die Bösewichte um Paul Serene und Monarch, während man sich im Spiel selbst dem Gegenpart und dem Protagonisten Jack Joyce und seinen Helfern widmet. Zwar kann man die Episoden auch überspringen, denn 22 Minuten sind nicht gerade kurz und haben in etwa die Länger gewöhnlicher TV-Serien ohne Werbung, aber ich würde davon abraten. Denn für die Geschichte sind die Episoden immens wichtig und wenn man diese verstehen und genießen möchte, dann sollte man sich die schauspielerischen Einlagen unbedingt ansehen. Man würde sich auch um einen Großteil des Erlebnisses Quantum Break bringen.

Allerdings, ohne Internet-Anbindung wird man nicht besonders weit kommen. Denn die Episoden werden aus dem Internet gestreamed und sind nicht auf der Disc enthalten. Auch Spieler mit einer langsamen Internet-Anbindung könnten Probleme haben und öfter den Hinweis erhalten, dass das Video gerade gebuffered wird, als einem lieb ist. Alternativ können die Videos aber auch runtergeladen werden, das Internet-Problem bleibt aber, denn das Paket ist ganze 70GB groß. Im großen und ganzen finde ich das Experiment Verschmelzung von Fernsehen und Game geglückt, auch wenn man sich kurz an die diese Art gewöhnen muss. Die spannende Story rund um Monarch, Jack Joyce und seinen alten Freund Paul Serene tut dabei dann das Übrige. Remedy kann einfach unheimlich gut spannende und durchdachte Stories kreieren und erzählen. Gerne mehr davon. Besonders schön, neben der Haupthandlug findet man in der Umgebung verteilt zahlreiche Collectibles, die einem noch einen tieferen Einblick in die Geschichte geben.

Zeitmanipulation und Kampfsystem

Durch die bereits erwähnte Möglichkeit die Zeit zu manipulieren, bietet Quantum Break dem Spieler ein ganz neues Gameplay. Egal ob man Gegner einfriert und diese dann ausschaltet oder screenshot-quantum-break-04beispielsweise ein Schutzschild um sich aufbaut und anfliegende gegnerische Projektile stark verlangsamt und diesen kinderleicht ausweichen kann, die Möglichkeiten sind sehr vielfältig und bieten einem besonders im taktischen Bereich bisher nicht dagewesene Optionen.

Wurde man beispielsweise an einer Deckung festgesetzt und von zahlreichen Gegnern umzingelt, kann man mit der Zeitmanipulation unbemerkt durch die gegnerischen Reihen spazieren und einzelne Gegenspieler mit einem Nahkampfangriff direkt ausschalten oder sich einfach an einen neuen Ort positionieren und die Gegner somit ins Leere laufen lassen. Mit der Zeitexplosion, welche einen explodierenden Orb erzeugt, können beispielsweise weit entfernte Sniper aus ihren Verstecken geholt oder mehrere Gegner auf einmal beseitigt werden. Dies sind nur zwei der Fähigkeiten, die ihr im laufe des Spieles erlernt. Besonders erfreulich ist aber, dass man langsam in die Möglichkeiten der Zeitmanipulation eingeführt und dieses auch durch die Story gut aufgefangen wird. Kein langweiliges Tutorial-Level, durch das man anfangs geschleust wird, es geht direkt zur Sache und unser Protagonist Jack entdeckt erst von Zeit zu Zeit immer wieder neue Fähigkeiten, die einem von nun an zur Verfügung stehen. Wahllos sollte man diese allerdings nicht einsetzen, denn es dauert immer einige Sekunden, bis die gerade genutzten Fähigkeiten wieder aufgeladen sind und zur Verfügung stehen. Da kann es schon mal zu brenzligen Situationen kommen, wenn plötzlich mehrere Gegner auf einen zugelaufen kommen und man diese nicht mehr einfrieren oder mit einer Zeitexplosion ausschalten kann.

Mit allen Gegnertypen klappt das allerdings aber ohnehin nicht, denn besonders im späteren Verlauf gibt es verschiedene Monarch-Einheiten, die sich genau wie man selbst auch, durch die Zeit bewegen können und gegen die immer wieder auftretenden und zeitanhaltenden Anomalien Immun sind. Diese sind in der Regel etwas stärker ausgerüstet oder haben ähnliche Spezial-Fähigkeiten wie man selbst.

Etwas hakelig fand ich allerdings die Shooter-Steuerung selbst, denn ohne Schießen geht es natürlich trotz der praktischen Spezial-Fähigkeiten nicht. Ist man leidenschaftlicher Shooter-Spieler, dann wird man sich erstmal umorientieren müssen. Für meinen Geschmack ist das Zielen und Bewegen des Fadenkreuzes ein wenig zu direkt, so dass man anfangs etwas übers Ziel hinausschießt. Zwar kann man die Steuerung rudimentär anpassen oder eine Zielhilfe einschalten, einerseits gewöhnungsbedürftig, aber ganz optimal ist es trotzdem nicht. Insgesamt ist die Steuerung des Titels aber durchdacht und intuitiv. Spielern mit einem Elite-Controller würde ich allerdings empfehlen, mindestens zwei Paddels zu nutzen und die beiden Schultertasten LB und RB darauf zu screenshot-quantum-break-03legen. Denn damit nutzt man die wichtigsten und am häufigsten verwendeten Zeitmanipulations-Fähigkeiten.

Die Fähigkeiten zur Manipulation der Zeit sind aber nicht nur im Kampf hilfreich, sondern auch für die immer wieder auftretenden kleinen Rätsel, wozu man die Fähigkeiten benötigt, um diese zu überwinden. Mal muss man einen verrücktspielenden Hubwagen verlangsamen, damit man auf ein Hindernis springen kann, ein anderes mal ist es ein zusammengestürztes Regal, welches man per Tastendruck quasi zurückspult und in seinen alten Zustand versetzt und so den Weg nach draußen frei macht. Wirklich schwer sind die Rätsel zwar nicht, aber trotzdem braucht man hier und da ein gutes Timing und flinke Finger, damit man sie auch schafft.

Hollywood-reife Präsentation

Ähnlich stark wie bei der durchdachten, wenn auch etwas kurzen Story präsentiert sich Quantum Break im grafischen Bereich. Wie bereits anfangs erwähnt, sind die Figuren ihren realen Vorbildern unheimlich detailliert nachempfunden. Gleiches gilt aber auch für die detailverliebten Level und Umgebungen. Wenn man nicht gerade darauf aus ist, schnell das Spiel abzuschließen, lohnt sich auch mal ein genauerer Blick auf das Level-Design. So kann man zum Beispiel eine Ausgabe des screenshot-quantum-break-01„Bestsellers“ Alan Wake aus dem gleichnamigen Spiel entdecken.

Auch wie die Umgebung auf die Zeitmanipulation reagiert und Wellen schlägt, sieht beeindruckend und fast schon künstlerisch aus. Gut, man könnte jetzt meckern, dass das Spiel nicht in nativen 1080p läuft, aber nach Aussagen von Remedy dient dies auch dem cineastischen Look des Spiels, der samt Körnung realistisch und glaubhaft umgesetzt wurde. Gerade im Hinblick auf die vier Realfilm-Episoden wäre eine glattgebügelte Bombastgrafik eher unglaubwürdig gewesen, hier hat Remedy genau den richtigen Weg gefunden.

Einen Minuspunkt, der mir immer wieder aufgefallen ist, habe ich aber dann doch gefunden. Denn wenn sich die Figuren langsam bewegen, dann erkennt man immer einen leichten Schatten, den die Figuren hinter sich herziehen. Erinnert ein wenig an die Anfänge der LCD-Monitore, bei denen die Bildwiederholrate zu gering war. Vielleicht ist auch das gewollt, aber ich fand es ein wenig störend und es passt nicht so ganz in den Gesamteindruck.

Nichts auszusetzen habe ich dagegen am Sound des Spiels. Sowohl Effekte, als auch musikalische Untermalung passen wie die Faust aufs Auge. Sie zünden genau im richtigen Moment. Auch für Spieler, die gerne etwas lauter aufdrehen, ist genügend Druck dahinter. Sogar die Synchronisation finde ich gelungen und passend. Hier begegnet uns auch wieder die derzeit sehr gefragte Synchronstimme von Jennifer Lawrence und Lara Croft – Maria Koschny leiht ihre Stimme der Heldin Beth Wilder.

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Quantum Break (Xbox One)
PRÄSENTATION (GRAFIK, SOUND) 89%
GAMEPLAY 86%
ATMOSPHÄRE/STORY 92%
SPIELSPASS 89%
89%
Readers Rating 94%
1 votes

Man durfte durchaus skeptisch sein, ob die Verschmelzung von Fernsehen und Game funktioniert, aber Remedy hat mich mit Quantum Break eindrucksvoll vom Gegenteil überzeugt. Die Story ist dabei natürlich am Wichtigsten und hier haben die Mannen des finnischen Entwicklerstudios großes Kino auf die Konsole bzw. den PC gebracht. Trotz kleinerer Schwächen punktet das Abenteuer rund um Jack Joyce und Monarch Solutions in den wirklich wichtigen Kategorien wie die bereits erwähnte Story und der cineastischen Präsentation für Augen und Ohren.

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About The Author

Videospiele-Fan seit vielen Jahren. Alles hat damals mit dem guten alten Game Boy angefangen. Seitdem begleitet mich das Thema, was in einer in meinen Augen ansehnlichen Nintendo Retro-Sammlung endete. Neben dem alten Nintendo-Kram bin ich aber auch seit der ersten Generation der Xbox treu.

5 Kommentare on "Quantum Break: Zeit für einen Test"

  1. Aeon

    Da isser ja nu´, der Test. Nach zweimaligem Durchspielen von QB kann ich mich vielen Teilen der Bewertung hier oben anschliessen, trotzdem bleibt der Eindruck, daß die Gamingnerds sehr grosszügig mit den prozentzahlen um sich werfen.Schaut man bei QB nämlich einmal hinter die Hochglanzfassade und -inszenierung, dann bleibt im Grunde nur ein recht kärglicher Rest an tatsächlichem Spiel übrig.

    Die mindestens TV-, wenn nicht sogar filmreife Story ist interessant; die Idee der Knotenpunkte, bei denen man storyrelevante Entscheidungen zu treffen hat, ist auch ehrenwert….aber mir scheint es, man habe vor lauter Zeitsprunggedönse vergessen, dem Paket noch einen zünftigen Anteil an echtem Spiel zuzufügen. Schnell ist man durch, gerade auf dem normalen Modus. Maximal 6-8 Stunden Spiel erwarten einen, selbst wenn man akribisch die ganzen Collectibles einzusammeln gedenkt. und da wären wir auch schon bei einer deutlichen Schwäche: die willkürliche, manchmal gehäufte Ballung von ebendiesen Sammelitems auf engstem Raume. Ist es doch für QB normal, dem Spieler eine halbe Stunde lang nichts, dann aber gleich 5-8 Collectibles zum frase vorzuwefen. Da bleibt das Interesse an der Backstory irgendwann auf der Strecke. Auch das Upgradesystem mittels „Chrononquellen“ firmiert eher unter Alibifunktion, um den Spieler noch ein wenig länger bei der Stange zu halten. Dabei ist es nicht wirklich relevant, ob man nun seine Zeitkräfte vollends aufgebrezelt hat oder eben nicht: spielerisch machts kaum einen unterschied und man hat nie das Gefühl, nach Freischaltung eines neuen Kraftlevels wirklich massgeblich besser gegen die Feinde aufgestellt zu sein.

    Apropos Gegner: bis auf die Juggernauts, die nur van achtern zu besiegen sind, ist die Gegnerriege höchst generisch geraten. Nie hatte ich den eindruck, ich müsse meine Taktik auch nur ein My an die verschiedenen Typen anpassen…ein bisschen Zeitgefummele und massig Kugeln reichten bei allen aus.

    Man verstehe mich bitte nicht falsch, das Spiel macht vieles richtig: das Storytelling ist vorbildlich und die erzählte Geschichte interessant, wenngleich nicht sonderlich innovativ. Die 3PS-Shootermechanik geht lockerer von der Hand als zB bei The Division und man wird für offensives Vorgehen belohnt, kauert also nicht ewig und dröge hinter einer Deckung, um zu überleben. Das Spieltempo ist flott, die Grafik wirklich schön und der audiovisuelle Impact reisst mit. QB krankt aber sehr daran, daß ausser diesen tugenden eben kaum mehr Substanz auszumachen ist. Nimmt man dem Spiel seine audiovisuelle Präsentation, dann bleibt wenig mehr als ein halbgarer Shooter mit knapp zehn verschiedenen Waffen, ebensovielen Gegnertypen und einem Endkampf, der an Banalität kaum zu unterbieten ist. (Spoiler: einfach um den Pool herumrennen, ab und zu mal einen Fusssoldaten ausknipsen, Pauls Zeitbomben durch Rennen vermeiden und dem Bösewicht zweimal ein paar Kugeln auf den Pelz brennen…und schwupps seid ihr durch mit QB).

    Fazit: Mir wäre QB maximal eine Wertung von 80% wert. Zu kurz, zu sehr auf bombastische Inszenierung der Story fokussiert, zu seicht. Hier hat Remedy viel Potential verschenkt, aus QB eine Marke zu machen, dessen 2. Teil man direkt nach Abschluss des ersten sehnsüchtig erwartet. Ich habe mir von QB nicht weniger erwartet als daß es eine steife Brise friescher Luft ins Gaming bringt…leider ist es hinter der ganzen hollywoodesken Inszenierung doch nur ein zwar kurzzeitig erfrischendes, doch längerfristig eher laues Lüftchen geworden, ein netter Shooter für zwischendurch. So, und ich geh´ jetzt wieder Phantom Pain zocken…muss noch S-Ränge holen…;)

    • Christoph Köckerling Christoph Köckerling

      Ich kann deine Kritik absolut nachvollziehen, wir haben auch im Team darüber diskutiert, dass die Wertungen doch teils weit auseinander gehen. Ich bin mir bewusst, dass man einiges anders sehen kann und besonders wenn man der Story einen nicht ganz so hohen Stellenwert beilegt, dann müsste die Wertung etwas geringer ausfallen. Mich hat diese allerdings so sehr gepackt, dass diese Wertung dabei rausgekommen ist.

      Die Punkte die du kritisierst, dass der Schwierigkeitsgrad eher gering und die reine Spielzeit auch nicht besonders lang ist, habe ich ja auch in meinem Test thematisiert. Als ich das Spiel das erste mal durchgespielt hatte, war mir schnell klar, dass das Spiel sicherlich kontrovers diskutiert wird und die Meinungen auseinander gehen werden.

      • Aeon

        Da gehen wir ja grösstenteils dáccord…mein einziger Kritikpunkt, der dafür aber mMn um so gewichtiger ist, das ist deine/eure Wertung. 89% für einen Shootersnack für zwischendurch ist einfach zu hoch gegriffen. Wie wollt ihr denn werten, wenn ein Spiel dann nicht nur mehr Masse, sondern auch mehr Klasse bietet? Kleiner Tip: Die Skala geht nur bis einhundert…;)

        Was hätten Timeshift und Singularity (360) von dir bekommen? Beide Titel spielen mit der gleichen prämisse, der Manipulierbarkeit der Zeit, beide bieten eine mindestens doppelt so lange Nettospielzeit, beide sind variabler als QB. UNd was hätte eine Granate wie Phantom Pain bekommen? Wenn ich mir vorstelle, daß ich QB bis auf 2 Achievements (eine Szene in Akt 4-2 anschauen und den Hardmode durchzocken) innerhalb von zwei Tagen á 3 Stunden Spielzeit durchgeballert habe (für 60 Euronen!), an Phantom Pain für 40 Ocken aber seit ca. 50 Stunden hänge und gerade mal 32 Missionen von 50 durchhabe…

        QB ist einfach zuwenig Spiel fürs Geld, um eine solch hohe Wertung zu rechtfertigen…

        • Hey Aeon,

          Also – Nein – Ich finde Quantum Break ist nicht nur mal eben ein kleiner „Shootersnack für zwischendurch“.
          Quantum Break richtet sich noch nicht mal an die Hardcore-Shooter-Fans sondern hat eher eine andere Zielgruppe und zwar eine Mischung aus „Casual- und Coregamer“ die Serien lieben und gegebenenfalls einen Serienabend einem Spieleabend vorziehen. Hier kann es dem Shooterfan oder dem Corespieler bedeutend zu wenig sein – für den anderen ist das genau richtig. Der Corespieler würde gegebenenfalls auch die „Episodenform“ kritisieren – Für die Zielgruppe ist die Episodenform aber Abendfüllend (ähnlich wie bei den Telltale-Games oder Alan Wake) und daher schon perfekt.

          Hierzu kann ich den Artikel von meinem MVP-Kollegen Christoph Lurz empfehlen: http://gelurzt.at/2016/quantum-break/

          Der Vergleich QB vs MGS5 sehe ich auch nicht unbedingt bzw. würde ich persönlich auch nicht machen – Zwar haben beide Spiele einige „Ähnlichkeiten“ wie die 3rd-Person~ trotzdem sind bestimmte Elemente ganz unterschiedlich. Das ist für mich fast so wie wenn man Diablo mit The Witcher vergleicht, weil beide ein Fantasy-Setting haben oder Mario Kart mit Forza.
          Auch der Vergleich mit dem Preis hinkt sehr stark – Da MGS5 nun knapp 8 Monate auf dem Markt ist und Quantum Break grade mal 4 Tage.

          Last but not Least sehe ich auch kein Problem wenn nun im Sommer / Winter oder 2017 ein weiteres Spiel, in dem Segment, rauskommen sollte und die gleiche oder bessere Qualität und viel mehr Umfang mit sich bringt. Der Umfang fällt bei unserem Wertungssystem in den Bereich Gameplay oder sogar noch viel eher in den Bereich Spielspaß und wird am ehesten im Test bzw. im Fazit angesprochen und Qualität würde sich generell in allen Punkten wiederspiegeln.
          Sollte aber wirklich mal der Punkt angelangt sein, wo wir mit dem aktuellen Bewertungssystem an unsere Grenzen kommen, dann werden wir uns dieses auch nochmal ansehen und entsprechende Schritte machen. Aktuell ist unser Bewertungssystem aber recht gut aufgestellt und mit dem von anderen Seiten/Zeitschriften/Magazinen sehr vergleichbar.

        • Christoph Köckerling Christoph Köckerling

          Ich habe das Gesamtprodukt bewertet, nicht nur die Game-Passagen, sondern auch das mutige Experiment im Zusammenspiel mit den Serien-Episoden. Ich finde es sehr gelungen und hat in meinen Augen auch eine hohe Wertung verdient. Wenn man allerdings die Game-Passagen alleine bewertet hätte, dann wäre die Wertung vermutlich geringer ausgefallen. Aber Quantum Break besteht ja aus mehr.

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