Monkey Pirates: Die Affenschlacht im Test

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Monkey Pirates verspricht ein großer Multiplayer-Spaß zu sein, zumindest betonen die Entwickler des Spiels gerne, dass der Mehrspieler-Part das Herzstück des Spiels ist. Ob das stimmt, erfahrt ihr in unserem Test.

Verrückte Affenbande auf offener See

screenshot-monkey-pirates-05Jeder von euch kennt sicherlich den Schlacht-Modus von Mario Kart, wo die lustigen Luftballons an eurem Kart hängen und ihr bei jedem Treffer einen verliert. So in etwa muss man sich das Spielprinzip von Monkey Pirates auch vorstellen. Statt der bekannten Nintendo-Charaktere und Karts, schlüpft ihr in die Haut eines Affen-Piraten und schippert in einem Schiff über verschiedene Gewässer.

Ähnlich wie beim eben erwähnten Mario Kart-Modus hat jedes Schiff drei Lebenspunkte, die ihr durch Abschüsse verlieren könnt. Mit bis zu vier Spielern bewegt ihr euch dabei im lokalen Multiplayer auf verschiedenen Gewässern umher, die unterschiedliche Eigenschaften aufweisen und Einfluss auf das Spiel haben. So sollte man beispielsweise Strudel und umherfliegende Gesteinsbrocken von Vulkanen meiden und es nicht im Stile der Titanic mit dem Eisberg gleichtun. Hilfreicher sind da beispielsweise Teleportationstore, die sich manchmal auf den Karten befinden und den durchfahrenden Spieler zu einem anderen Tor teleportieren und man so auf der Flucht vor dem Gegner vielleicht hinter einer rettenden Insel wieder auftaucht. Geübte Seefahrer können sich dafür aber auch den Wind zunutze machen, um dem folgenden Schiff zu entwischen. Denn nicht in jede Richtung kann man gleichschnell screenshot-monkey-pirates-04fahren, angezeigt wird einem das durch Farben von Grün bis Rot, bei der man in Richtung grün überraschenderweise am schnellsten unterwegs ist. Die Karten, wenn es auch nicht besonders viele sind, wurden in meinen Augen abwechslungsreich gestaltet, so dass die Bedingungen für spannende Matches gegeben sind.

Für eine gute Multiplayer-Schlacht mit guten Freunden fehlt noch was? Genau, Power-Ups! Die hat das Spiel natürlich auch. Diese sind in Rote, Grüne und Blaue aufgeteilt worden. Rote Power-Ups verstärken dabei die Waffen des aufnehmenden Schiffs, Grüne helfen euch bei der Verteidigung und die Blauen sorgen für weitere Hindernisse auf der Karte. Insgesamt gibt es 15 dieser Power-Ups, die euer Schiff beispielsweise aus allen Kanonenrohren und Richtungen ballern lässt und einem verloren geglaubten Spiel noch einmal eine ganz andere Wendung gibt.

Einzelspielermodus bietet tatsächlich nur wenig

screenshot-monkey-pirates-01Zwar bietet das Spiel auch einen Einzelspielermodus, aber mehr als ein etwas aufgebauschtes Tutorial ist dieser nicht. Dabei werden die grundlegenden Kniffe für Monkey Pirates erlernt, verpackt ist das Ganze in eher weniger herausfordernden Challenges, bei denen man je nach Leistung Medaillen absahnen kann. Immerhin gibt es dafür auf der Xbox One Achievements und Gamerscore. Man kann den Entwicklern also Recht geben, der Multiplayer-Part ist das absolute Herzstück bei diesem Spiel und wer einen Beef a la Rocketbeans mit seinen Kumpels plant, sollte zumindest mal einen Blick auf dieses Spiel werfen.

Grafisch wartet Monkey Pirates in einem ansprechenden Comic-Look auf, der mich ein wenig an den des Monkey Island-Remakes erinnert. Vermutlich war es der Affe im Spieltitel, der die Grafiker beim Entwicklerteam von Henchman Studio auf diese Fährte gelockt hat. Immerhin verstehen sie etwas von ihrem Fach und in meinen Augen passt der Stil wie die Faust aufs Auge zum Setting. Auch die Steuerung des Spiels ist eingängig und wirkte auf mich zu keinem Zeitpunkt hakelig oder unpassend.

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Monkey Pirates (Xbox One)
PRÄSENTATION (GRAFIK, SOUND) 68%
GAMEPLAY 70%
SPIELSPASS 78%
72%
Readers Rating 0%
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Den Einzelspielermodus von Monkey Pirates kann man getrost außer Acht lassen, der Multiplayer-Part reißt aber einiges wieder raus. Im Couch-Coop gegen ein paar gute Freunde ist es ein Brett, oder doch eher Planke? Auf jeden Fall sollte man dieses Spiel für den nächsten Beef auf dem Schirm haben und anstatt grüner und roter Panzer doch einfach mal Kanonenkugeln in die hölzernen Boote ballern.

About The Author

Videospiele-Fan seit vielen Jahren. Alles hat damals mit dem guten alten Game Boy angefangen. Seitdem begleitet mich das Thema, was in einer in meinen Augen ansehnlichen Nintendo Retro-Sammlung endete. Neben dem alten Nintendo-Kram bin ich aber auch seit der ersten Generation der Xbox treu.

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