Mario vs. Donkey Kong – Tipping Stars: Das Puzzle-Spiel im Test

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Mit Mario vs. Donkey Kong – Tipping Stars bringt Nintendo einen Mix aus Puzzle und Jump’N’Run auf die Wii U und den Nintendo 3DS. Was das Spiel kann und ob es sich lohnt erfahrt ihr in unserem Test.

Donkey Kong schnappt sich Pauline…

screenshot-mario-donkeykong-tipping-stars-06Donkey Kong hat sich mal wieder in Marios Bekanntenkreis bedient und sich Pauline geschnappt, woraufhin Mario versucht diese wieder aus den Fängen des Affens zu befreien. Das ist auch schon alles was man über die Story des Spiels wissen muss, wenn man diese überhaupt so nennen kann. Eine Rolle spielt sie während des Spielverlaufs nicht.

Ziel des Spiels ist es kleine Spielzeugversionen von verschiedenen Nintendo Helden wie Pinzessin Peach, Toad, Donkey Kong, Pauline und natürlich allen voran Mario heile durch verschiedene Level zu navigieren und ins Ziel zu bringen. Einmal in Gang gesetzt lassen sich die kleinen Aufziehmännchen nicht mehr stoppen und man muss mittels Stylus das Level so manipulieren, dass die kleinen Figuren nicht durch Hindernisse wie Stacheln oder gefährliche Gegner wie Feuerblumen Schaden nehmen.

Um den Hindernissen aus dem Weg zu gehen hat man zahlreiche Hilfsmittel zur Verfügung. Je nach Level können unter anderem Stahlträger verlegt, Laufbänder in verschiedene Richtungen gebaut, Röhren-Portale genutzt oder auch Sprungbretter platziert werden. Allerdings ist die Anzahl der Baumaterialien begrenzt und man muss erst weitere Materialien einsammeln oder an anderer Stelle wieder abreißen, um sie woanders wieder verwenden zu können. Manchmal muss mittels Hammer ein Hindernis aus dem Weg geräumt werden oder ein kleiner Mini-Mario von einem besessenen Affen befreit werden. Dank des Touchdisplays auf dem Wii U Gamepads und dem Nintendo 3DS geht dieses sehr intuitiv und schnell von der Hand. Das ist auch nötig, denn oft ist gutes Timing gefragt und man muss relativ schnell reagieren, um die Materialien schnell an anderen Orten parat zu haben. Eine gewisse Kombinationsfähigkeit und vorrausschauendes Denken ist bei fortlaufender Spieldauer und immer schwerer werdenden Leveln absolut nötig. Dass alle Aufziehfiguren das Tor kurz nacheinander erreichen müssen oder sogar jede Figur sein eigenes hat, bringt die Lösung nicht wirklich näher.

Hat man ein Level auf einer der mehreren möglichen Wege aber doch erfolgreich absolviert, bekommt man je nach Leistung einen bis drei Sterne auf sein Konto, womit weitere Bonuslevel freigeschaltet werden können. Die Leistung bemisst sich zum einen über die benötigte Zeit, als auch ob alle im Level verteilten Münzen eingesammelt wurden.

Dank Baukasten und Community unerschöpfliche Level-Vielfalt

screenshot-mario-donkeykong-tipping-stars-01Zwar bietet das Spiel von Haus aus bereits mehr als 80 Level mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden, aber dank eingebauten Baukasten lassen sich im Handumdrehen eigene Level entwerfen und mit der Community teilen.

Auch hier kommt das Touchdisplay wieder voll zur Geltung. Denn mit dem Stylus könnte das bauen und entwerfen eigener Level nicht leichter sein. Auch wenn die Ladezeiten zwischen bauen und Probespielen relativ lang sind, macht es unheimlich Spaß seinen eigenen Parcours zu entwerfen. Nach erfolgreichen Probespielen ist es dann möglich diese mit der gesamten Nintendo-Community zu teilen. Das sorgt für einen quasi unerschöpflichen Nachschub an Leveln und Herausforderungen. Besonders schön ist auch, dass auf der Wii U entworfene Level auf dem Nintendo 3DS funktionieren und andersrum natürlich auch.

Hat einem das gerade gespielte Community-Level besonders gut gefallen, dann kann man dem Baumeister sogar ein paar Sterne spenden. Im Gegenzug bekommt man Stempel, die im Miiverse genutzt werden können.

Hübsche und zweckmäßige Präsentation

screenshot-mario-donkeykong-tipping-stars-03Grafisch ist Mario vs. Donkey Kong – Tipping Stars natürlich keine Augenweide, was bei einem Spiel dieses Genres auch kein Wunder und meiner Meinung auch gar nicht nötig ist. Nimmt man allerdings Captain Toad: Treasure Tracker als Maßstab für Puzzle-Spiele, dann kann man doch etwas enttäuscht sein.

Von der grafischen als auch soundtechnischen Präsentation erinnert das Spiel eher an ein Spiel für Tablets oder Smartphones. Absolut zweckmäßig und ich für meinen Teil mag sogar solche simplen Puzzle-Spiele sehr gerne. Eine für so einen Titel übertriebene grafische Präsentation lenken manchmal sogar vom wesentlichen ab und stören beim lösen der Rätsel. Wichtiger ist vielmehr die Steuerung, die bei diesem Titel wunderbar funktioniert.

Ein bisschen fraglich finde ich nur die Version für die Wii U. Da das Spiel ausschließlich per Stylus gesteuert wird, ist der TV-Bildschirm absolut überflüssig. Man würdigt ihm keines Blickes, da dort quasi nur ein Stream dessen abgespielt wird, was gerade auf dem Wii U-Gamepad geschieht. Einerseits zwar praktisch, weil jemand anderes währenddessen ganz normal Fernsehen schauen kann, aber generell ist Mario vs. Donkey Kong – Tipping Stars viel besser für unterwegs und damit für den Nintendo 3DS geeignet.

Anscheinend ist dies aber auch Nintendo selbst bewusst. Denn kauft man sich das Spiel entweder für die Wii U oder den Nintendo 3DS, bekommt man einen Downloadcode für die jeweils andere Konsole kostenlos dazu. Diese kann man dann entweder selbst nutzen oder an einen Freund weiter geben.

Datasheet

Publisher: Nintendo
Entwickler: Nintendo
Release: 20. März 2015
Genre: Puzzle
Konsole: Wii U, Nintendo 3DS
Spieleranzahl: 1
USK: 0

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PRÄSENTATION (GRAFIK, SOUND) 63%
GAMEPLAY 90%
SPIELSPASS 80%
77%
Readers Rating 82%
1 votes

Wie bereits gesagt mag ich diese Art von Spiel sehr gerne. Die kleinen herausfordernden Puzzles im Stile von Lemmings oder dem Ur-Donkey Kong wissen zu gefallen und auch zu fordern. Ich persönlich halte den Nintendo 3DS für die passendere Plattform als die Wii U, aber durch die Tatsache, dass nur das Gamepad genutzt wird, hat es auch auf der großen Nintendo Konsole seine Vorzüge. Durch den geringen Preis und man das Spiel quasi für zwei Konsolen kauft, kann man auch über die unaufwändige Präsentation des Spiels hinwegsehen. Das Gameplay ist dagegen umso besser und funktioniert mit Stylus und Touchdisplay hervorragend. Nintendo hat sich auf das wesentliche Konzentriert und das meiner Meinung nach sehr gut gemacht. Wer gerne Puzzle-Spiele spielt und dazu noch Mario und Konsorten mag, kann hier gefahrenlos zugreifen. Auch die Tatsache, dass man sich selbst und durch die Community mit zahllosen zusätzlichen Leveln versorgen kann, spricht für das Spiel.

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About The Author

Videospiele-Fan seit vielen Jahren. Alles hat damals mit dem guten alten Game Boy angefangen. Seitdem begleitet mich das Thema, was in einer in meinen Augen ansehnlichen Nintendo Retro-Sammlung endete. Neben dem alten Nintendo-Kram bin ich aber auch seit der ersten Generation der Xbox treu.

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