Ein bekannter Leaker aus der Destiny-Szene behauptet, dass Destiny 3 bereits bei Bungie in Arbeit ist – allerdings in einer sehr frühen Phase und mit einem Release, der noch viele Jahre entfernt sein soll.
Für Fans des Looter-Shooters stellt sich damit die Frage, ob der Nachfolger Rettung oder Risiko für das angeschlagene Franchise wäre.
Während Bungie aktuell mit der großen Renegades-Erweiterung und der laufenden Fate-Saga beschäftigt ist, häufen sich Berichte über die langfristige Zukunft der Marke.
Schon mit Destiny 2: Renegades-Trailer leakt vor Livestream – was der Clip verrät hatten wir gezeigt, wie ambitioniert die Pläne für Destiny 2 bleiben – nun zeichnet sich ab, dass parallel im Hintergrund am nächsten großen Kapitel gearbeitet wird.
Leaker spricht von früher Entwicklungsphase und langem Zeitplan
Kern des aktuellen Gerüchts ist eine Reihe von Posts eines einschlägigen Insiders auf X, der sich seit Jahren mit Bungie und Destiny beschäftigt. Er bestätigt, dass Destiny 3 intern als Projekt existiert und sich derzeit in einer frühen Entwicklungsphase befindet.
Konkrete Features, Klassen oder Schauplätze nennt er ausdrücklich nicht – seine Aussagen drehen sich fast ausschließlich um den Zeitplan.
Auf Nachfrage, ob man in etwa drei Jahren mit einem Release rechnen könne, soll der Leaker klar abgewunken haben. Stattdessen sei eher ein Horizont von rund fünf Jahren realistisch, weil Bungie zunächst die aktuelle Fate-Saga in Destiny 2 abschließen wolle.
Diese sei noch mindestens zwei Jahre verplant, inklusive kostenpflichtiger Erweiterungen und saisonaler Updates.
Übersetzt bedeutet das: Nach heutigem Informationsstand wäre ein Release frühestens um 2030 denkbar. Selbst das bleibt Spekulation, denn Live-Service-Spiele wie Destiny 2 sind notorisch schwierig zu planen – Verzögerungen, gekippte Features oder zusätzliche Content-Jahre können die Roadmap jederzeit verschieben.
Was Destiny 3 für die angeschlagene Destiny-2-Community bedeuten könnte
Spannend ist das Timing des Leaks: Destiny 2 steckt seit Monaten in einer schwierigen Phase. Spielerzahlen schwanken, Vertrauen in das Studio ist nach Balance-Patzern und technischen Problemen angeschlagen.
In unserer Berichterstattung zu Destiny 2: Ash & Iron sorgt für Kritik – Bungie verspricht schnelle Fixes und Destiny 2 Ash & Iron: Bug bei Cooldowns sorgt für Frust – Bungie reagiert wurde deutlich, wie dünn die Geduld vieler Hüter geworden ist.
In dieser Lage kann ein möglicher dritter Teil zweierlei sein: Hoffnung auf einen technischen und spielerischen Neustart – oder das Gefühl, dass Destiny 2 mittelfristig „abgeschrieben“ wird.
Einige Fans sehen in Destiny 3 die Chance, endlich eine modernere Engine, bessere Server-Struktur und ein überarbeitetes Monetarisierungsmodell zu bekommen. Andere fürchten, ihre hart erarbeiteten Sammlungen und Cosmetics könnten im Sequel entwertet werden.
Dazu kommt: Bungie muss bis zum Launch von Destiny 3 noch mehrere Jahre Inhalte für Destiny 2 liefern.
Wie viel Entwicklungs-Power bleibt dann wirklich für neue Raids, Dungeons und Saisonmechaniken übrig, wenn parallel ein Großprojekt wie ein vollwertiger Nachfolger wächst? Genau diese Sorge taucht in Diskussionen rund um die Marke immer wieder auf.
Wie glaubwürdig ist das Gerücht – und was sollten Spieler jetzt tun?
Die Leaks rund um Destiny 3 stammen aus einer Quelle, die in der Vergangenheit mehrfach korrekte Vorabinfos zu Destiny 2 geliefert hat. Gleichzeitig macht der Insider selbst klar, dass es sich nicht um ein offizielles Statement von Bungie handelt, sondern um Einschätzungen aus dem Umfeld des Studios.
Aus Sicht der Community ist das Gerücht damit glaubwürdig, aber keinesfalls in Stein gemeißelt.
Wichtig ist: Es gibt weder einen Teaser noch eine Ankündigung, keinen Titelzusatz, keine Plattformliste und schon gar kein Releasefenster, das über den groben 5-Jahres-Horizont hinausgeht.
Wer jetzt schon mit einem schnellen Sprung auf Destiny 3 rechnet oder gar mit einem baldigen Ende von Destiny 2, dürfte enttäuscht werden. Realistischer ist, dass der aktuelle Ableger noch eine längere Übergangsphase mit mehreren Erweiterungen und Systemanpassungen erlebt.
Für Spieler bedeutet das vor allem eines: Destiny 2 bleibt auf absehbare Zeit das Hauptspiel, in das neue Inhalte, Balancing-Updates und Events fließen.
Renegades, Ash & Iron und die weiteren Kapitel der Fate-Saga werden entscheiden, mit welchem Momentum Bungie überhaupt in ein Destiny 3 starten kann. Der Nachfolger ist damit eher ein fernes Versprechen als eine konkrete Perspektive für die nächsten Jahre.
Unterm Strich sollte man den Leak als das sehen, was er ist: ein frühes Signal, dass Bungie über die Zeit nach Destiny 2 nachdenkt. Euphorie oder Untergangsstimmung sind zum jetzigen Zeitpunkt gleichermaßen verfrüht – entscheidend wird, ob das Studio die aktuelle Community bis dahin noch einmal hinter sich bringen kann.

