Ein aktueller Bericht behauptet, dass Bluepoint ein Bloodborne-Remake bei PlayStation gepitcht hat, das am Ende nicht grünes Licht bekam. Demnach soll nicht Sony selbst den Daumen gesenkt haben, sondern FromSoftware wollte das Projekt angeblich nicht aus der Hand geben.
Was am Bloodborne-Remake-Pitch angeblich dran ist
Die Story trifft einen Nerv: Bluepoint, bekannt für technisch starke Remakes, soll dem Vernehmen nach ein Bloodborne-Remake vorgeschlagen haben. Viele Fans kennen dieses Muster schon, weil selbst kleine Signale schnell große Erwartungen auslösen – etwa damals, als es Aufregung um ein vermeintliches PS5-Label gab. Zum Kontext: PlayStation Stars zeigt PS5-Etikett auf Bloodborne und sorgt damit für Aufruhr.
Laut Bericht habe man intern wohl angedeutet, dass die Zahlen grundsätzlich passen würden. Trotzdem blieb es beim „Nein“ – und das ist der Punkt, der die Meldung so explosiv macht: Nicht die Wirtschaftlichkeit soll das Problem gewesen sein, sondern die Zustimmung eines zentralen Partners.
Wichtig ist außerdem: Es geht nicht um ein kleines Upgrade. Ein Remake bedeutet Neuaufbau mit moderner Technik, neuen Assets und einer Produktion, die Jahre bindet – genau deshalb springt die Community bei diesem Wort sofort an.
Warum FromSoftware hier der entscheidende Faktor sein könnte
Der entscheidende Twist ist die angebliche Rolle von FromSoftware. Bei Prestige-Projekten zählt nicht nur, ob Sony die Marke besitzt, sondern auch, wer kreativ die Hand am Steuer hat – Tonalität, Artstyle, Kampfgefühl, sogar kleine Gegner- und Boss-Details sind bei Bloodborne heilig.
Wenn FromSoftware tatsächlich kein Remake „auswärts“ will, entsteht ein praktisches Dilemma: Selbst wenn Sony eine Idee gut findet, kann ein Projekt an Abstimmungen, Freigaben und dem Risiko einer beschädigten Beziehung scheitern. Für beide Seiten steht Reputation auf dem Spiel.
Das könnte auch erklären, warum Bloodborne trotz jahrelanger Spekulation nie sauber „durchsticht“. Ein Remake muss nicht nur Sinn machen – es muss sich für alle Beteiligten richtig anfühlen. Und bei Bloodborne wäre jeder Eingriff sofort ein Magnet für Kritik: zu glatt, zu modern, zu anders.
Was das für Remaster, PC-Port und PS5-Update bedeutet
Heißt das automatisch: nie Remaster, nie PC-Port, nie 60 FPS? Nicht zwingend. Ein Remake ist die teuerste und invasivste Option. Ein konservativeres Update – etwa höhere Framerate, bessere Auflösung oder ein sauberer PS5-Patch – wäre eine andere Kategorie und könnte theoretisch leichter umzusetzen sein.
Trotzdem sollte man die Erwartung jetzt eher runterdrehen: Wenn schon ein Remake-Pitch nicht weiterkam, wirkt das zumindest nicht wie ein „Wir machen’s sofort“-Szenario. Und solange Sony und FromSoftware öffentlich schweigen, bleibt alles im Bereich Bericht, Deutung und Wunschdenken.
Für heute ist die Lage damit klar: Ein Bloodborne-Remake ist nicht bestätigt, aber das Gerücht ist stark genug, um die Debatte neu zu entfachen. Entscheidend werden die nächsten Wochen: Kommen weitere Signale, oder versandet es wieder im üblichen Bloodborne-Kreislauf aus Hoffnung und Funkstille?

