Mit über vier Millionen verkauften Exemplaren ist Subnautica 2 fulminant in den Early Access gestartet. Nach einem Monat voller schneller Hotfixes verlagert Entwickler Unknown Worlds den Fokus nun auf das erste große Update – und Design Lead Anthony Gallegos teasert in einem neuen Dev-Vlog gleich zwei dicke Brocken: eine neue Region, die die bislang gruseligste des Spiels werden soll, und die Rückkehr eines ikonischen Chassis.
Das Wichtigste in Kürze
| Punkt | Detail |
|---|---|
| Spiel | Subnautica 2 (Early Access) |
| Entwickler | Unknown Worlds |
| Verkäufe | über 4 Millionen (zzgl. Game Pass / GeForce Now) |
| Aktueller Fokus | Update 1.1 (Quality-of-Life, Multiplayer, Bugfixes) |
| Nächster großer Drop | neue Region (Heimat des Collector Leviathan) + neues Chassis |
| Chassis | nicht offiziell benannt, vermutlich Rückkehr des PRAWN-Suits |
| Wichtig | bestehende Spielstände sollen erhalten bleiben |
| Early-Access-Dauer | rund 3 Jahre geplant |
Was kurzfristig kommt: Update 1.1
Gallegos beginnt mit Dank an die Community und nennt eine Reihe konkreter Verbesserungen, die im „Kurzzeit“-Plan stehen:
- Biomod-System: mehr passive Slots zum Freischalten sowie zusätzliche Biomod-Optionen im frühen Spielverlauf.
- Multiplayer-Komfort: Emotes und – besonders heiß erwünscht – Proximity-Voice-Chat sind in Arbeit. „Wir haben den Aufschrei seit Monaten gehört“, so Gallegos.
- Mehr Charakteranpassung: damit man seine Mitspieler leichter auseinanderhalten kann.
- Verbesserungen bei Wracks und bessere Sichtbarkeit von Blight-Begegnungen (klarere Anzeige der Parasiten-Aggression).
- Voiceover-Priorität: Ein neues System sorgt dafür, dass man zuerst die wichtigsten Informationen hört; Sprachlogs lassen sich künftig über das PDA erneut abspielen.
Dazu kommen Balance-Anpassungen aus dem frühen Feedback: mehr Quellen für Silber und Troilit sowie Feinjustierung von „Angriffshäufigkeit, Schaden und Ausweichverhalten der Raubtiere, wenn der Spieler sie abschreckt“. Bei der Performance vermeldet das Studio eine Verbesserung speziell für die Epic-Einstellungen.
Eine Design-Entscheidung, die bewusst Bestand hat
Bemerkenswert ist eine Sache, an der Unknown Worlds festhält: Man kann der Tierwelt weiterhin nicht aktiv mit Gewalt begegnen. Statt Gegner einfach zu töten, bekommt man mehr Möglichkeiten, sie davon abzuhalten, einem selbst zu schaden. Das ist eine klare, fast schon trotzige Designhaltung – und passt zur DNA der Reihe, in der das Meer kein Schießstand, sondern eine bedrohliche, zu respektierende Umgebung ist.
Der große Brocken: die neue Region und das „stompy“ Chassis
Hier liegt für mich die eigentliche Schlagzeile. Gallegos kündigt als nächsten großen Content-Drop eine neue Region an – die Heimat des Collector Leviathan – und verspricht, sie werde „die gruseligste, die das Spiel bisher hatte“. Dazu kommt ein neues Chassis, das laut Gallegos „eines der am häufigsten gewünschten Spielerlebnisse zurückbringt“. Sein vielsagender Teaser: „Macht euch bereit, stampfen zu gehen“ („get ready to get stompy“).
Den Namen nennt er bewusst nicht – aber die Community ist sich weitgehend einig: Das deutet stark auf die Rückkehr des PRAWN-Suits hin, des zweibeinigen Lauf-Mechs, mit dem man im ersten Subnautica und in Below Zero Areale zu Fuß erkunden konnte. Wie groß der PRAWN-Suit in der Serie ist, zeigt schon die Fülle an Fan-Inhalten, die im Original beim Finden geholfen haben – auch diesmal dürfte das eine kleine Odyssee werden.
Wichtig zur Einordnung: Diesen großen Drop ordnet Gallegos ausdrücklich den „langfristigen“ Plänen zu, nicht zwingend Update 1.1 selbst. Ein konkreter Termin steht noch aus. Positiv ist allerdings, dass er ihn als Teil des direkt nächsten großen Updates nennt – und nicht als etwas, das erst zwei Content-Drops später käme.
Bestehende Spielstände bleiben – ein unterschätztes Detail
Ein Punkt, der bei Survival-Fans Gewicht hat: Das Team arbeitet daran, dass Spieler die neue Region mit ihrem bestehenden Spielstand betreten können, statt neu anfangen zu müssen. Gerade bei einem Spiel, in das man dutzende Stunden Basis- und Aufbauarbeit steckt, ist das eine spielerfreundliche Zusage, die man nicht für selbstverständlich halten sollte.
Warum dieser Ausblick mehr ist als ein netter Teaser
Subnautica 2 steht trotz starker Verkaufszahlen unter besonderem Druck. Below Zero kam 2021 verhaltener an, und ein co-op-zentriertes Subnautica muss erst beweisen, dass es Spieler über die Startwoche hinaus bindet. Genau deshalb ist dieser Dev-Vlog mehr als Routine: Unknown Worlds adressiert sichtbar die frühe Kritik, hält an der eigenen Design-Philosophie fest und stellt mit der neuen Region plus dem vermuteten PRAWN-Suit zwei Magnete in Aussicht, die genau die Fan-Wünsche treffen. Die Mischung aus zügigen Fixes, Multiplayer-Komfort wie Proximity-Chat und einem ambitionierten nächsten Content-Drop ist der Weg, auf dem aus dem starken Early-Access-Start ein langfristig lebendiges Spiel wird. Ob die „gruseligste Region bisher“ diesen Anspruch einlöst, hängt am Ende an Atmosphäre, Pacing und daran, wie bedrohlich der Collector Leviathan tatsächlich inszeniert wird – die Richtung aber stimmt, und der angepeilte Drei-Jahres-Fahrplan gibt dem Studio den Raum, es richtig zu machen.

