Eine geleakte Ubisoft-Präsentation soll erstmals längeres PS5-Gameplay zum Prince of Persia: Sands of Time-Remake zeigen und gleichzeitig ein engeres Releasefenster andeuten. Mehrere Berichte sprechen von einem angepeilten Launch im Januar 2026 – Ubisoft selbst schweigt offiziell weiter.
In unserer Vorschau zur Neuauflage von Prince of Persia: Sands of Time war bereits klar: Das Remake steckt seit Jahren in der Entwicklungshölle, wurde zwischen Studios hin- und hergereicht und nur vage für 2026 terminiert. Jetzt sorgt ein neues Leak-Paket für frische Hoffnung – aber auch für viele Fragezeichen rund um Umfang, Technik und Tonfall der Neuauflage.
Was zeigt das geleakte Sands of Time-Gameplay eigentlich?
Laut den Berichten stammt das Material aus einer internen Präsentation, die bereits Anfang 2024 aufgezeichnet wurde und nun in Teilen im Netz gelandet ist. Die Clips sollen rund zehn Minuten Gameplay zeigen – inklusive Kampfszenen, Parkour-Passagen und erster Story-Schnipsel mit dem Prinzen und Farah.
Optisch wirkt das Remake demnach deutlich moderner als die berüchtigten ersten Trailer: Überarbeitete Beleuchtung, feinerere Gesichtsanimationen und neue Kamerafahrten sollen das Flair des Originals einfangen, ohne wie ein simples HD-Upgrade zu wirken.
Auch das Kampfsystem scheint angefasst worden zu sein – mit flüssigeren Kombos, klareren Ausweichfenstern und Effekten, die die Zeitkräfte stärker in Szene setzen.
Spannend: Die Leaks deuten darauf hin, dass Farah im Remake eine größere erzählerische Rolle bekommt und im Gameplay präsenter an der Seite des Prinzen agiert. Von einer tatsächlich spielbaren Zweitfigur ist in den Berichten aber keine Rede mehr – anders als in früheren Gerüchten.
Insgesamt erinnert die Inszenierung eher an moderne Action-Adventures als an ein 1:1-Remake der PS2-Ära.
Releasefenster 2026: Wie konkret sind die neuen Hinweise?
Ubisoft selbst hatte das Sands of Time-Remake zuletzt allgemein für das laufende Geschäftsjahr bis zum 31. März 2026 eingeplant – also „irgendwann 2026“, ohne konkreten Tag.
Nun melden sich mehrere Insider übereinstimmend mit einem deutlich klareren Ziel: Mitte Januar 2026 steht im Raum, teils sogar mit Hinweisen auf eine Release-Woche kurz nach den Feiertagen.
Parallel dazu verdichten sich Spekulationen, dass der große Re-Reveal bei den The Game Awards 2025 steigen könnte. Dort könnte Ubisoft den finalen Trailer zeigen und das genaue Datum fallen lassen – ein klassischer „World Premiere“-Moment im noch relativ ruhigen Januarfenster.
Ein Auftritt würde zudem zu euren bisherigen TGA-Themen passen, etwa den Nominierungen in „The Game Awards 2025: Nominierungen, Rekorde und deutsche Chancen“.
Wichtig bleibt: Ubisoft hat weder die konkreten Leaks noch den genannten Zeitraum offiziell bestätigt. Denkbar ist, dass intern mit mehreren Szenarien gearbeitet wird – von einem frühen Januarstart bis hin zu einem Ausweichen Richtung März 2026, falls der Feinschliff länger dauert als geplant.
Warum das Gerücht für Fans spannend – und trotzdem mit Vorsicht zu genießen ist
Für Prince-of-Persia-Fans, die seit Jahren auf ein Lebenszeichen des Remakes warten, sind die Leaks ein doppeltes Signal. Einerseits zeigt das Material offenbar, dass Ubisoft Montréal deutlich weiter ist, als das Schweigen der letzten Monate vermuten ließ.
Die Modernisierung von Kämpfen, Animationen und Zeitkräften könnte dafür sorgen, dass Sands of Time auch 2026 noch konkurrenzfähig wirkt – gerade neben anderen Neuauflagen und Remakes.
Andererseits bleibt die Historie des Projekts ein großes Warnsignal. Mehrfach verschoben, Studio-Wechsel, personelle Einschnitte: All das erhöht das Risiko, dass das finale Produkt am Ende nicht zu den Erwartungen passt.
Leaked Gameplay aus 2024 muss nicht dem Stand entsprechen, den wir Ende 2025 oder Anfang 2026 auf PS5, Xbox Series und PC sehen. Selbst größere Designänderungen – etwa weitere Überarbeitungen der Charaktermodelle – sind bis zum Release möglich.
Für Ubisoft wiederum wäre ein starker Start des Remakes mehr als nur Nostalgiepflege. Nach mehreren wackeligen Jahren und Fokus auf Service-Spiele wäre ein solides, in sich geschlossenes Action-Adventure ein wichtiges Signal an die Core-Community.
Ein Release im ruhigen Januar-Fenster 2026 könnte dem Spiel helfen, nicht neben Blockbustern wie GTA 6 oder großen Live-Service-Saisons unterzugehen.
Bis Ubisoft offiziell mit einem neuen Trailer oder Blogpost vorprescht, bleibt all das jedoch klar im Gerüchte-Bereich – wenn auch mit ungewöhnlich konsistenten Quellen. Fürs Erste heißt es also: Leak-Material mit Interesse verfolgen, aber die Erwartungen im Zaum halten und auf handfeste Bestätigung warten.

