So schnell kann es gehen. Die Gamescom ist gelaufen, der Sommer für alle Videospieler also auch und der September klopft an unsere Tür. Damit sind ab sofort auch die Releasekalender wieder voller Spiele und der Nachschub für den Pile of Shame offiziell gesichert. Gut also, dass die Games with Gold in digitaler Form vorliegen, so sieht man sie auf dem Stapel der Schande zumindest nicht. Denn der September bietet wieder so einige Titel, die runterzuladen sich ganz sicher lohnen. Nur ob man auch so schnell dazu kommt, sie auch zu spielen, steht ab sofort wieder auf einem anderen Blatt.

Prison Architect (01. September – Xbox One)

In Prison Architect dürfen wir, wie der Name schon vermuten lässt, unseren eigenen Knast bauen und vor allem auch managen. Vom Aufbau der Gebäude über Anheuern von Personal und Wärtern bis zu Rerformprogrammen oder Werkstätten will der komplette Haftbetrieb geplant werden. Natürlich spielen Rassismus, Drogen und vieles mehr zwangsläufig eine große Rolle, in schlecht geführten Gefängnissen hat man aber auch mit hohen Rückfallquoten, Straftaten und sogar Gefängnisrevolten zu kämpfen. Micromanagement Fetischisten dürfen praktisch jedes Rohr einzeln regeln oder gar die Temparatur regulieren, und auch Dinge wie das Vorhandensein von Gangs sind einstellbar.

Livelock (16. September – Xbox One)

Im von Kollege Philipp seinerzeit getesteten Top Down Twinstick-Shooter Livelock ist die Erde nur noch von Robotern bevölkert, auch wenn jene noch Kopien von menschlichem Geist beinhalten. Mit unserer Dreiergruppe machen wir uns auf, den Kreislauf ewigen Krieges zu durchbrechen, der die Maschinenwelt seit langem beherrscht. Dabei ist unser Team ziemlich klassisch in Damagedealer, Nahkämpfer und Heilerin aufgeteilt. Erfahrungspunkte, Fertigkeiten und von Gegnern sammelbare Gegenstände sorgen für den kleinen RPG-Touch. So richtig Spaß macht Livelock erst im kooperativen Mehrspieler, hierfür ist das Spiel einfach gedacht. Solisten werden dagegen mit gewissen Abstrichen leben müssen.

Lego Star Wars 3: The Clone Wars (01. September – Xbox 360)

Lego ist Lego und bleibt Lego. Daran ändert auch Lego Star Wars 3: The Clone Wars nichts Grundlegendes. Es werden massig Gegner in ihre Einzelklötzchen zerlegt, Geschicklichkeits- und Rätseleinlagen sind ohnehin mit von der Partie und natürlich gibt es wieder mal reichlich Humor. Etwas mehr Augenmerk als sonst wurde auf charakterspezifische Fertigkeiten gelegt, Jedi dürfen zum Beispiel Türen aufschneiden. Außerdem gibt es spektakulärere Action und Bossfights als in vielen anderen Lego-Titeln, so startet man mit der Arenaschlacht auf Geonosis, kämpft gegen Riesenroboter und es gibt sogar leichte Anleihen aus dem Stategiesektor. Wobei die eher simple Lego-Rezeptur stets erhalten bleibt. Die ein oder andere unnötige Fleißaufgabe bleibt zwar trotzdem erhalten, aber Lego Star Wars 3 gehört zu den einfallsreicheren Titeln der Reihe.

Sega Vintage Collection: Monster World (16. September – Xbox 360)

Wer Monster World nicht kennt, dem ist Wonder Boy vielleicht ein Begriff oder womöglich auch Monster Boy. Immerhin durfte mit Monster Boy and the Cursed Kingdom erst vor kurzem ein sichtlich von Wonder Boy III inspirierter Titel an den Start gehen. Segas Monster World Vintage Collection wartet nun mit gleich drei klassischen Abenteuern des Wunderjungen auf: Wonder Boy in Monster Land, Wonder Boy in Monster World und Monster World IV. Der Protagonist wechselt dabei über die Zeit, in Monster World IV durfte 1994 ganz ohne SJW-Diskussionen ein Mädel namens Asha zum Schwert greifen. Auf spielerischer Seite präsentiert sich die Monster World Reihe als gelungene Mischung aus Plattformer und RPG- sowie Action Adventure Elementen. So gibt es NPC’s mit denen wir uns unterhalten können, Kampfeinlagen mit dem Schwert aber auch kniffelige Sprungpassagen. Heutzutage würde man sowas vielleicht als Metroidvania bezeichnen, damals war es einfach Wonder Boy.