So langsam werden die Tage wirklich kurz und das Jahr neigt sich dem Ende zu. Und das bedeutet natürlich, wir sind mitten im Spieleherbst und bewegen uns obendrein rasant auf Weihnachten zu. Für die meisten von uns bedeutet das erstmal, wir haben eh schon genug zum Zocken. Gleichzeitig bekommt der eine oder andere aber einfach nicht genug Spiele, weswegen sich ein Blick auf die Games with Gold für den November lohnen könnte, die von düsterer Detektivaction über rasante Raumschlachten bis zu kurzweiligen Kartrennen eine ziemlich bunte Mischung bieten

Sherlock Holmes: The Devils Daughter (Xbox One – 01.11.)

Vor The Sinking City waren Frogwares Game Development vor allem für ihre Sherlock Holmes Spielereihe bekannt, deren bisher letzter Teil auf den Namen The Devils Daughter hört. Ein wichtiger Teil der Story ist dabei Holmes‘ Adoptivtochter Kate, die eigentlich niemand geringeres als der Sprössling des verstorbenen Erzfeindes Moriarty ist. Vielleicht erklärt das ja auch schon den Titel, denn diabolisch war unser langjähriger Gegenspieler ganz sicher. Wahlweise sind wir in First oder Third Person Sicht unterwegs, lösen, passend zum Meister der Deduktion, immer noch das eine oder andere Rätsel und absolvieren so einige Dialoge. Anders als bisher setzt The Devils Daughter aber auch einen Schwerpunkt auf Action, explosive Inszenierung und Quick Time Events. Zugegeben, als Highlight der Reihe gilt vielen eher der Vorgänger Crimes and Punishment, aber für Genrefans dürfte The Devils Daughter durchaus einen Blick wert sein.

The Final Station (Xbox One – 16.11.)

Auch wenn Indie Games selten wirklich neues erfinden, kreative Genre-Mischungen lauern irgendwie an jeder Ecke. Oder sollte man besser sagen an jedem Bahnsteig? The Final Station ist nämlich auch so ein Fall. Als postapokalyptischer Lockführer Edward sollen wir natürlich etwas einsammeln und zu unserem Heimatbahnhof bringen, das für das Überleben der Menschheit elementar erscheint. Das zweigeteilte Gameplay lässt uns einerseits unseren Zug und gefundene Überlebende versorgen und pflegen, wobei gerade für den Zug diverse Minigames absolviert werden müssen. Andererseits müssen wir in klassischer Sidescroller Manier diverse Bahnhöfe erkunden, in denen wir es auch mit reichlich Gegnern zu tun bekommen können. Ob wir hier auf Nahkampf setzen, Gegner umgehen, die Umgebung für uns nutzen oder unsere knappen Munitionsreserven verwenden, ist dabei eine der Wahlmöglichkeiten, die sich bieten. Natürlich ist, irgendwie typisch Indie, die Story in Wirklichkeit auch wesentlich weniger stereotyp und eindimensional, als man auf den ersten Blick meinen könnte.

Star Wars: Jedi Starfighter (Xbox 360 – 01.11.)

Die Fortsetzung von Star Wars: Starfighter bekommt für ihren Titel zwar genau so wenige Originalitätspunkte wie ihr Vorgänger, bietet uns im November aber ein Genre, das in den etzten Jahren höchstens von Indie Titeln am Leben gehalten wurde, den klassischen Space Shooter. Ok, das stimmt auch nicht ganz, denn Jedi Starfighter bietet auch reichlich Missionen, die nah am Boden spielen, aber natürlich bietet es Raumjäger Action en masse, und zwar mit dem namensgebenden Jedi Starfighter. An der Stelle muss man natürlich unter einem Stein gelebt haben, um sich nicht denken zu können, dass die Story zur Zeit der Klonkriege spielt. Genau genommen an deren Anfang. Als Jedi Meister Adi Gallia sollen wir den neuen Raumjäger auf Herz und Nieren prüfen, dementsprechend werden sämtliche Verhandlungen im Spielverlauf mit dem Blaster geführt. Bei der Menge an Star Wars Spielen mit Raumjäger Action mag Jedi Starfighter vielleicht nicht das beste Spiel sein, es bietet aber trotzdem gelungene Action in einem heutzutage eher unterbesetzten Genre.

Joy Ride Turbo (Xbox 360 – 16.11.)

Fiese Frage: Braucht man Joy Ride Turbo, wenn man ein Mario Kart oder Sonic Racing hat? Die Antwort lautet vermutlich nein, allerdings bietet Joy Ride Turbo trotzdem solide wenn auch etwas simple Fun Racing Action. Bremsen? Braucht ihr hier nicht wirklich, dafür sollte der Turbo mit Sprüngen und Tricks aufgeladen und die Gegner natürlich fleißig mit Power Ups beharkt werden. Praktischerweise ist Joy Ride Turbo allerdings auch ziemlich einsteigerfreundlich geraten, so dass beispielsweise der Familiennachwuchs hier womöglich schneller ins Spiel kommt als bei Sonic Alltars Racing Transformed.