Das ging schnell. Kaum hat das Jahr angefangen steht schon der Februar vor der Türe, und damit natürlich auch neue Games with Gold. Weil der Februar aber doch noch recht kalt ist, heizen uns Dämonenjäger, Bomben, Schiffkanonen und Laserschwerter zum Winterende noch mal kräftig ein.

Bloodstained: Curse of the Moon (01. Februar – Xbox One)

Eigentlich nur ein Stretchgoal der Bloodstained: Ritual of the Night Kickstarter-Kampagne, ist Curse of the Moon ein richtig feiner Retro Sidescroller geworden. Der Action Plattformer im 8-Bit Look orientiert sich ziemlich deutlich an klassischen Castlevanias. Es gibt hier also allerhand geradlinige Action gegen untotes bis dämonisches Getier. Allerdings hat Bloodstained: Curse of the Moon eine ganz eigene Note. Anders als bei den Belmonts spielen wir hier nach und nach vier Charaktere frei, die alle unterschiedliche Fertigkeiten aufweisen. Somit stehen bestimmte Wege auch nur bestimmten Protagonisten zur Verfügung und auch die Kämpfe gegen Standardgegner und Bosse spielen sich je nach Held sehr unterschiedlich. Praktischerweise können wir jederzeit wechseln, solange der jeweilige Charakter noch Lebensenergie übrig hat. Davon ab gibt es natürlich auch bildschirmfüllende Endgegner. Hier geht es zu unserer Review von Bloodstained: Curse of the Moon.

Super Bomberman R (16. Februar – Xbox One)

Wenn es ein wirklich unkaputtbares Couch Multiplayer Spiel gibt, welches wohl jeder in wenigen Sekunden kapiert hat, seit über dreißig Jahren zuverlässig Spaß macht und einfach immer funktioniert, dann eindeutig Bomberman. Der behelmte Sprengmeister überzeugt auch in Super Bomberman R wieder wie eh und je. Zwar weist das Spiel auch eine waschechte Einzelspieler Kampagne samt dünner Story auf, aber so richtig gut wird es erst im Multiplayer. Und zwar, trotz Onlinemodus, am besten im klassischen Couch Mehrspieler. Eine der Besonderheiten von Super Bomberman R sind übrigens charakterbezogene Skins mit besonderen Fähigkeiten, wie Simon Belmont oder, in der Xbox Fassung, der Master Chief. Entsprechende Promi-Bomber besitzen zumindest in der Kampagne auch besondere Fähigkeiten. Hier geht es zu unserer Review zu Super Bomberman R.

Assassin’s Creed Rogue (01. Februar – Xbox 360)

Eigentlich könnte man Assassin’s Creed Rogue auch als Black Flag 1.5 bezeichnen. Denn spielerisch baut der bisher einzige Serienableger, in dem wir einen Templer spielen sehr deutlich auf den Karibikausflug in Teil 4 auf. So spielen das offene Meer, Seeschlachten oder die Jagd auf Haie und Wale wieder eine ähnlich gewichtige Rolle. Allerdings sind wir nun vor Nordamerikas Ostküste unterwegs. Entsprechend reichen die Umgebungen von mild bis eisig. Inhaltlich darf man sich auf den britisch-französischen Krieg gefasst machen und auf so einige Wiedersehen mit bekannten Figuren aus drittem und viertem Teil. Die Story um Shay Patrick Cormac und dessen nachvollziehbaren Wechsel auf die Seite der Templer kann sich durchaus sehen lassen. Spielerisch kommt Rogue allerdings praktisch ohne Neuerungen daher und könnte glatt als XXL-DLC für Assassin’s Creed Black Flag durchgehen. So oder so ist die gelungene Mischung aus Action Adventure und Seeschlachten aber nach wie vor einen Blick wert.

Star Wars Jedi Knight: Jedi Academy (16. Februar – Xbox 360)

So was wird heute gar nicht mehr gebaut. Jedi Academy ist ein Action-Adventure alter Schule. Aber mit nach wie vor modernen Einflüssen. Der Abschluss der Jedi Knight-Trilogie verschlägt uns in die Hochphase des alten Extended Universe, also die weitergesponnene und mittlerweile für ungültig erklärte Version des Star Wars-Universums. Als neuer Schüler in Luke Skywalkers Jedi-Akademie übernehmen wir zusammen mit dem bisherigen Helden Kyle Katarn eine Mission, in deren Verlauf wir es mit einem geheimnisvollen Sith-Kult zu tun bekommen. Jener will einen alten Sith-Lord wieder zum Leben erwecken, wofür den Anhängern der dunklen Seite fast jedes Mittel recht ist. Nebenbei müssen wir uns natürlich auch immer wieder mit Überbleibseln des Imperiums rumschlagen. Dummerweise haben wir als Jedi-Noob anfangs noch herzlich wenig auf dem Kasten. So macht es erstmal durchaus Sinn, auch auf Ego-Perspektive und Blaster zurück zu greifen, während wir im Spielverlauf immer mächtiger werden. Dabei hat man als Spieler auch die Wahl zwischen heller und dunkler Seite, was sich deutlich auf die Spielhandlung auswirkt. Mit einzelnem Lichtschwert, zwei Schwertern und sogar Doppelklingen-Lichtschwert stehen uns auch grundlegend unterschiedliche Kampfstile zur Verfügung. Da verwundert es wenig, dass man sich auch die Spielfigur Jaden Korr frei zusammenbasteln kann, samt Geschlecht. Von solchen Freiheiten könnten sich manche aktuellen Spiele ruhig eine Scheibe abschneiden.

Ach ja, als fünfzehn Jahre alter Original Xbox-Titel mag Jedi Academy optisch ziemlich ergraut sein, es spielt sich aber immer noch ganz ordentlich. Wenn ihr noch mehr Lust auf alte Star Wars-Spiele habt, dann schaut euch mal unseren Rückblick von 1980-2000 oder 2000-2017 an..