Schon wieder geht ein Jahr seinem Ende zu und wir bewegen uns rasant auf Weihnachten zu. Da gibt es natürlich eigentlich genug geschenkte Spiele, aber auch die Dezember Games with Gold kann man auf jeden Fall mal mitnehmen. So gibt es kubisches Rätselfutter, eine Freundschaft im ewigen Eis, urbane Rollenspielkost und als Novum etwas wirklich Altes.

Q.U.B.E. 2 (Xbox One – 1. Dezember)

Auch wenn es auf den ersten Blick reichlich Parallelen gibt, Q.U.B.E. 2 ist kein Portal Verschnitt, sondern eigenständige Rätselkost. In beiden Titeln sind wir in der Ego-Perspektive unterwegs, anders als bei Portal dreht sich in Q.U.B.E. 2 aber alles um Würfel. So können wir Würfel und Plattformen platzieren, um uns unseren Weg durch die Umgebung zu bahnen, im Spielverlauf gesellen sich Druckschalter und allerhand Mechanismen hinzu. Auch mit einer gar nicht mal so uninteressanten Handlung um mysteriöse Außerirdische, guten englischen Sprechern und deutschen Untertiteln kann Q.U.B.E. definitiv punkten. Und ja, ein bisschen Inspiration durch Portal war sicher im Spiel, dennoch erwartet Knobelfans hier ein ganz eigener und frischer Titel.

Never Alone (Xbox One – 16. Dezember)

Was kommt dabei raus, wenn ein Inuit an der Entwicklung eines Rätsel Plattformers beteiligt ist? Ein verdammt interessantes Spiel, dessen Handlung natürlich in der Inuit-Kultur verwurzelt ist. Nach einem Schneesturm macht sich das Mädchen Nuna auf den Weg, herauszufinden, was den Schneesturm überhaupt verursacht hat. Als sie dabei von einem Eisbär verfolgt wird rettet sie ein Polarfuchs, der uns im Spielverlauf auch begleiten wird. Spielerisch gibt es 2D Rätsel-Plattformer Kost, so müssen die Fähigkeiten beider Charaktere immer wieder genutzt werden, um weiterzukommen. Natürlich ist Never Alone dementsprechend auch im Koop spielbar, Solisten dürfen immer zwischen beiden Charakteren wechseln.

Dragon Age 2 (Xbox 360 – 1. Dezember)

Offiziell gilt Dragon Age 2 als bisher schwächster Teil der Reihe, allerdings immer noch als gutes Rollenspiel. Wie so oft ist das zum Teil Ansichtssache. Mir persönlich hat es besser gefallen als Dragon Age Inquisition. Ein nachvollziehbarer Kritikpunkt, die Stadt Kirkwall. Hier gibt es eigentlich nur einen Handlungsort, auch wenn man sich mal außerhalb der Stadtmauern bewegen sollte oder gar die Tiefen Wege erkundet. Seien wir ehrlich, der Großteil der Kritik ist berechtigt. Allerdings hat Dragon Age 2 auch seine starken Seiten. Held/in Hawke ist wohl der Dragon Age Protagonist mit der meisten Persönlichkeit und der größten Entwicklung innerhalb des Spieles und auch einige der NPC’s und Partymitglieder gehören zu den besten aus Dragon Age. Praktischerweise braucht man auch keine Vorkenntnisse des ersten Teils, um Dragon Age 2 voll und ganz zu verstehen, auch wenn sich Kenner des Vorgängers über das ein oder andere Wiedersehen freuen dürfen.

Mercenaries: Playground of Destrution (Xbox 360 – 16. Dezember)

Der älteste Titel im Bunde ist gleichzeitig ein waschechtes Novum, erhalten wir doch das erste Mal überhaupt einen Original Xbox Titel bei den Games with Gold. Wie es sich für Oldschool Action gehört kann man die Bierdeckelstory eigentlich getrost vergessen. Wer es doch wissen will, nach Militärputsch in Nordkorea treten sich alle größeren Mächte dort gegenseitig auf die Füße und wir als Söldner von Executive Operations sollen den Karren aus dem Dreck ziehen bevor es Bomben auf Seoul hagelt. Dafür sind wir in Third Person Perspektive zu Fuß und mit Fahrzeugen unterwegs, klären Areale auf und schalten Zielpersonen aus. Leise muss es dabei aber nicht zugehen und neumodischen Schnickschnack wie eine Deckungsmechanik gibt es schon mal gar nicht. Let’s run and gun.