Traditionell lädt Nintendo zeitnah nach der E3 in Los Angeles in deren Frankfurter Büro ein, um die in Übersee gezeigten Spiele auch den zuhause gebliebenen Pressevertretern und Influencern zu präsentieren. Philipp und ich waren bei knackigen 37 Grad Aussentemperatur in der Mainmetropole und kamen nicht nur wegen der schwächelnden Klimaanlage ins schwitzen. Spielen durften wir neben den Toptiteln Luigis Mansion 3, The Legend of Zelda: Links Awakening und natürlich Pokémon Schwert & Schild auch Mario und Sonics Ausflug zu den olympischen Spielen in Tokyo oder kleinere Titel wie Hollow Knight: Silksong.

Unseren Ersteindruck der verschiedenen Titel geben wir nachfolgend zum Besten, garniert mit dem entsprechenden Releasetermin sofern bekannt und einen Link zu Amazon, worüber ihr euch das Spiel nicht nur vorbestellen, sondern uns auch aktiv unterstützen könnt diese Webseite am Laufen zu halten.

Luigis Mansion 3

Angespielt von Christoph | Release: 4. Quartal 2019 | Jetzt vorbestellen

Für nicht wenige ist das 2001 erschienene Luigis Mansion das Beste Spiel aus der Gamecube Ära. Es war trotz der durchwachsenen Verkäufen des Gamecubes erfolgreich, so dass nach dem zweiten Teil für den Nintendo 3DS, wofür letztes Jahr auch noch einmal der erste Teil erschienen ist (hier gehts zu unserem Luigis Mansion Test für den Nintendo 3DS), nun in diesem Jahr der dritte Teil für die Nintendo Switch erscheinen wird.

 Luigi, Mario und seine Freunde werden in ein Traumhotel eingeladen, was sich letztlich aber als Falle von König Buu Huu entpuppt, der die gesammelte Reisegesellschaft fangen und einsperren will. Wieder einmal muss sich Luigi mit Professor I. Gidd zusammenschließen und mit Hilfe des neuen Schreckweg F-LU seinem Bruder und Freunden zu Hilfe eilen. Neben neuen Fähigkeiten kann Luigi unter anderem seinen glibbrigen Doppelgänger Fluigi beschwören, mit dem er heikle Situation wie fiese Stacheln oder Gitter mit Leichtigkeit überwinden kann. Spielerisch fühlt man sich beim dritten Teil direkt wieder heimisch und wer die ersten beiden Teile mag, wird auch seine helle Freude mit Luigis missglückten Traumurlaub haben.

In der rund 15 minütigen Demo haben wir es mit verschiedenen Geistern und Rätseln zutun bekommen, die unsere Gehirnzellen vor das ein oder andere Problem gestellt und definitv Lust auf mehr gemacht haben. Auch wenn vor allem der Bossfight am Ende relativ leicht war sobald man es einmal raus hatte, bot die kurze Session viel Abwechslung. Grafisch als auch technisch machte das Spiel in der Demo einen guten Eindruck. Detailliert ausgestaltete Level ohne Ruckler haben einfach Spaß gemacht und die 15 Minuten wie im Fluge vergehen lassen.

Pokémon Schwert & Schild

Angespielt von Philipp | Release: 15.11.2019 | Jetzt vorbestellen

Viele begleiten die kleinen Taschenmonster ja bereits von klein auf und auch bei mir ist das nicht anders gewesen. Allerdings muss ich sagen, dass mich die letzten 3DS Teile eher kalt gelassen haben, was aber vor allem daran lag, dass ich keinen Nintendo 3DS mein Eigen nennen kann. Nun wird aber wohl der Traum von jedem Trainer wahr. Ein vollständiges Pokémon-Abenteuer für eine Stationäre Konsole. 3D-Grafik, voll animierte Kämpfe, alles was das Trainerherz höher springen lässt. In der Demo konnten wir die Wasserarena anspielen. Alle Pokémon waren Level 50 und wir hatten neben den drei Starter Pokémon Chimpep, Hoppolo und Memmeon noch den an einen Korgie erinnernden Yamper, ein Schaf namens Wolly und den Rittervogel Krarmor. Die Kämpfe in der Wasserarena waren leider sehr rudimentär und mit ein wenig Kenntnis über die verschiedenen Schwächen schnell vorbei. Das Schalterrätsel in der Arena gab direkt ein bekanntes Gefühl aus der vorherigen Teilen.

Leider war das Menü komplett gesperrt wodurch man weder einen Blick ins Inventar noch in den Pokédex werfen konnte. Die Reihenfolge der Pokémon zu tauschen war dadurch leider ebenfalls nicht möglich. Schade, so bekommt man insgesamt nur einen sehr oberflächlichen Eindruck vom Spiel. Auch die Dynamax Funktion kam wenig zur Geltung. Wir wissen, dass die Dynamax Entwicklung 3 Runden hält, und man diese nur einmal im gesamten Kampf einsetzen kann. Dadurch ist das Timing in schwierigeren Kämpfen auf jeden Fall ein entscheidender Faktor. Auch wenn man insgesamt in der Demo nicht so extrem viel sehen konnte, hat man dennoch ein gutes Gefühl bekommen in welche Richtung Game Freak mit dem ersten großen Titel für die Nintendo Switch gehen will.

The Legend of Zelda: Links Awakening

Angespielt von Christoph | Release: 20.09.2019 | Jetzt vorbestellen

Es war schon eine Überraschung, als Nintendo im Februar im Rahmen ihrer Direct Präsentation ein Remake zum beliebten The Legend of Zelda: Links Awakening angekündigt hat. Die Begeisterung der Fans war auch bei dem Event in Frankfurt förmlich greifbar, wenn man den Gesprächen ein wenig lauschte wie Kindheitserinnerungen zu dem 1993 erschienenen Game Boy Spiel hochgekramt wurden.

Ich war ja in unserm E3 Recap etwas skeptisch, was sich vor allem im Design von Link selbst wiederspiegelte. Tatsächlich bekommt der gestrandete kleine Held ein ganz neues Aussehen verpasst, wobei ich mich am meisten an den Augen gestört habe. Ich muss nach dem ersten Anspielen aber gestehen, dass ich von der Optik doch angetan bin. Der Grafikstil der Spielwelt und auch von Link selbst fügen sich zu einem harmonischen Gesamtbild zusammen, der mich zu der Aussage hat hinreissen lassen: „Sieht echt ganz süß aus“. Allerdings finde ich den Tilt-Shift-Effekt an den Rändern, gemeint ist damit die Unschärfe, ein wenig zu stark ist.

Inhaltlich hält sich das Remake strikt an das Original. Der Anfang der gespielten Demo war auch gleichzeitig der Anfang des Spiels. Die Wege wo man das Schwert findet oder wie man den Schlüssel zum Wurmpalast findet, waren mir noch bekannt. Mehr möchte ich hier aber gar nicht verraten. Etwas schade war allerdings, dass die Demo technisch noch nicht ganz rund lief und besonders beim Scrollen der Spielwelt stark und auch störend ruckelte. Das bekommen die Entwickler bei Nintendo aber bis zum Release aber bestimmt noch in den Griff.

Hollow Knight: Silksong

Angespielt von Philipp | Release: 2019

Ich warte bereits jetzt sehnsüchtig auf das Sequel zur wirklichen Metroidvania Indie Perle Hollow Knight. Der erste Teil konnte schon mit seinem runden Komplettpaket aus forderndem Gameplay, liebevollem Grafikstil und herausragendem Soundtrack glänzen. Die Messlatte ist hoch aber das was ich auf dem Event bereits spielen konnte, lässt mich sehr positiv auf das Sequel warten. Im Sequel spielen wir Hornet, welche auch ein Charakter des Vorgängers ist. Diese wird ins Königreich Pharloom verschleppt und kann sich dort befreien. Wie die Story hier genau aussieht, werden wir wohl erst zum Release erfahren. Die deutlichsten Unterschiede weißt das Spiel aber auch mit dem Wechsel des Hauptprotagonisten auf. Hornet ist deutlich agiler und hat ein etwas anderes Moveset. Durch ihre Größe kann sie höher springen und läuft auch etwas schneller. Hinzukommt, dass sie nach Kanten greifen kann und mit ihrem Schwert diagonal Angriffe aneinanderreihen kann, welche man übrigens auch aus dem Vorgänger bereits von ihr kennt.

Allgemein sind die Kämpfe und der Bossfight den ich anspielen konnte eine Spur schneller und graziöser, wodurch die Kämpfe auch einfach schön anzusehen sind. Auch im Bereich Magie gibt es Änderungen. So muss Hornet für eine Heilung den Zauber nicht aufladen, sondern kann ihn direkt ausführen. Scheinbar fehlt auch das Talisman Feature. Dafür kann Hornet mit Dolchen werfen. Ob es hier noch mehr Zusatzangriffe /-waffen gibt, ist offen. Aber auch in der Darstellung im Soundtrack konnte das Sequel an die Stärken des Vorgängers anknüpfen. Leider gibt es, außer einem „Coming Soon“, aktuell noch keine Hinweise auf einen genauen Release. Sicher ist, dass das dreiköpfige Studio Team Cherry wieder eine kleine Perle entwickelt.

Und was gab es noch…

Angespielt von Christoph

Alle gebotenen Spiele anspielen konnten wir leider nicht, dazu war der Tag einfach zu kurz und die nötigen Verschnaufpausen aufgrund der Temperaturen einfach zu dringend nötig. Immerhin konnte man diese auch sinnvoll nutzen und Mitgliedern des Astral Chain Entwicklerteams (Astral Chain bei Amazon vorbestellen) dabei zusehen und -hören wie sie uns Details ihres kommenden Spiels näher bringen. Besonders viel Augenmerk wurde dabei auf das Kampfsystem gelegt und wie man die humanoide Waffe Legion im Kampf gegen die ausserirdische Invasion sinnvoll einsetzt.

Sportlich betätigt haben wir uns aber auch noch und zwar in Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 (bei Amazon vorbestellen). Bevor die echten Athleten im kommenden Jahr in Japan an den Start gehen, dürfen wir schon Mario, Sonic und Co um Medaillen kämpfen lassen. Vom Spielprinzip ändert sich zu den Vorgänger nichts. Auch hier dürfen wir wieder in zahlreichen Disziplinen um die vorderen Plätze streiten. Dabei kann man aus drei verschiedenen Steuerungsarten wählen, beide Joy Cons mit Bewegungssteuerung, nur ein Joy Con mit Bewegungssteuerung oder ganz entspannt nur mit Tasten. Spaß macht es am meisten natürlich wie immer gegen menschliche Gegner.

Dass New Super Lucky’s Tale (hier gehts zu unserem Test der Xbox One Version) auch für die Nintendo Switch erscheint, freut mich ganz besonders, nicht nur weil es ein gutes Spiel ist, sondern auch weil das Publikum der Switch sehr gut zum Spiel passt. Die Story ändert sich zur ursprünglichen Version nicht. Auch auf der Switch muss sich der Fuchs Lucky wieder gegen die fiesen Katzen durchsetzen. Geändert hat sich allerdings die Optik und der Umfang des Spiels. Die Entwickler haben an verschiedenen Schrauben gedreht, die New Super Lucky’s Tale zu einem noch tolleren Erlebnis machen. Für Leute, die 3D-Plattformer mögen, sollte dieser Titel ein Pflichtkauf sein.

Die ansonsten gezeigten Spiele wie Dead by Daylight, The Elder Scrolls: Blades, Resident Evil 5 und Marvel Ultimate Alliance 3 haben wir zwar kurz angespielt oder konnten anderen dabei zusehen, aber auf ein dediziertes Urteil verzichten wir an dieser Stelle. Wir hatten auf dem Event wieder einmal großen Spaß und hoffen, dass wir euch ein wenig helfen konnten einen Eindruck von den Spielen zu bekommen.