2017 hat Playtonic Games, bestehend aus ehemaligen Rare Mitarbeitern, mit Yooka-Laylee ihr Debüt gegeben und haben einen durchaus soliden 3D-Plattformer im Geiste von Banjoo-Kazooie herausgebracht. Nun nur 2 Jahre später bringt Playtonic Games gemeinsam mit Team 17 Yooka-Laylee and the Impossible Lair ein Sequel heraus. Die Entwickler bleiben dem Genre hier aber nur zum Teil treu, zwar handelt es sich immer noch um einen Plattformer hat man das Ganze aber auf 2 Dimensionen reduziert, wodurch der Nachfolger eher in die Kerbe eines Mario Bros oder einem der aktuellen Donkey Kong Teile erinnert.

Gut kopiert ist halb gewonnen

Den Vergleich mit letzterem muss sich Playtonic Games auch definitiv gefallen lassen, erinnert das Duo einfach zu stark an das BFF-Duo aus dem Dschungel und doch geht das The Impossible Lair auch eigene Wege. Mit Fassrolle, Stampfattacke, Wirbel in der Luft um den Sprung zu verlängern, ist das komplette Moveset von Yooka und Laylee auch schon erklärt. Diese Bewegungen können die beiden aber nur zusammen ausführen. Sollte man von einem Gegner getroffen werden oder anderweitig Schaden erleiden springt Laylee von Yooka`s Rücken und es bleibt nur kurz Zeit die lila Fledermaus wieder einzusammeln. Sollte man zu spät kommen hat Yooka nur noch ein sehr eingeschränktes Bewegegungset und man versucht möglichst schnell eine der Glocken in dem Level zu erreichen um Laylee wieder zu sich zu rufen. In den Levels sammeln wir Federn und Münzen. Mit Federn können wir in der Hubwelt verschiedene Aktionen kaufen. Mit den Münzen können wir neue Bereiche freischalten um neue Level zu erreichen. Schließen wir einen Level erfolgreich ab befreien wir eine Biene. Diese werden zwar nicht zwingend benötigt, machen uns das Leben aber deutlich einfacher. Das besondere an Yooka-Laylee and the Impossible Lair ist nämlich die namensgebende Impossible Lair. Das ist im Grunde das letzte Level im Spiel und beherbergt den fiesen Capital B. Dieses Level ist extrem schwer und ohne zusätzliche Hilfe kaum zu schaffen. In dem wir die Bienen befreien, bekommen wir pro Biene einen zusätzlichen Hitpoint für das unmögliche Lager. Nur so wird es für die meisten Spieler möglich sein, das Level samt Boss Fight zu schaffen und Capital B und seinen Schergen aus dem Land zu vertreiben. 

Großer Umfang

Neben den 20 Leveln gibt es noch eine Hubwelt, welche als Levelauswahl dient. In diesem Bereich können wir uns frei bewegen und müssen auch das ein oder andere Rätsel lösen um neue Level frei zu schalten. Besonderheit an dem Ganzen. Hier wechseln wir in eine isometrische Perspektive. Auch etwas speziell ist, dass jedes Level zwei verschiedene Stages besitzt. Diese können wir über die Oberwelt “triggern”. Dafür haben sich die Entwickler spezielle Rätsel ausgedacht. So können wir einen im Wasser liegenden Leveleinstieg (immer als Buch dargestellt) mit einer Eisfrucht einfrieren und nun ist die zweite Stage des Levels ein Eislevel. Oder wir können das Buch aufrecht stellen wodurch die zweite Stage einen vertikalen Aufbau bekommt. Jedes der 20 verschiedenen Level hat so zwei komplett einzigartige Varianten. Insgesamt kommt man so auf 40 verschiedene Stages in denen jeweils eine Biene befreit werden kann.

Wie auch schon im Vorgänger gibt es auch in diesem Teil wieder die Tonics, welche eine Art von Cheats darstellen. Diese beeinflussen das Spiel auf bestimmte Weise sind aber komplett optional. Hier können verschiedene Fähigkeiten oder Modi eingestellt werden. So gibt es beispielsweise ein Tonic, welches die Zeit verlangsamt oder eines welches es beschleunigt. Aber auch verschiedene Grafikfilter sind dabei. Vom 2 Farbspektrum eines Gameboys über 16 Bit und verschiedenen Looks lässt es keine Wünsche offen. 

Fazit

Der Nachfolger des 3D Plattformers mit ganz viel Nostalgie Feeling wirkt noch Runder. In Sachen Steuerung muss der Titel vielleicht noch bis Release ein wenig Feinschliff bekommen. Sollte das passieren, wird der Titel wohl für mich der Platfformer des Jahres. Wirklich wissen, werden wir das aber wohl erst nach dem Release. Erscheinen soll der Titel am 08. Oktober für Xbox One, PlayStation 4 und Nintendo Switch sowohl in Digital- als auch in Retailfassung.