2016 feierte mein absolutes Lieblingsspiel ein ziemlich fulminantes Comeback und begeisterte Fans und Neulinge gleichermaßen mit nahezu perfektem Egoshooter Gameplay. Doom 2016, wie inzwischen der inoffizielle Spitzname des Spiels lautet, schlug ein wie die eine wohl bekannte Bombe. Dank weltweiter Spitzenwertungen, war dem Titel neben dem spielerischen Erfolg, zum Glück auch der kommerzielle Erfolg sicher, weshalb ein weiterer Ableger ziemlich wahrscheinlich war. Jetzt, drei Jahre später, kehrt der legendäre Doomslayer also zurück auf die Videospiel-Bühne und bringt den Kampf, wie schon damals in Doom II, zu uns auf die Erde. Für mich startete der Kampf gegen die fiesen Horden der Hölle in Halle 8 auf dem Xbox Stand. Denn dort spielte ich einige ausgiebige Runden des neusten Ablegers und musste fast ein paar Freudentränen verdrücken. Also wirklich nur fast….

Alle Neuerungen in einem kurzen Tutorial

Die Demo stellt euch gleich zu Beginn die Wahl, ob ihr das Tutorial spielen wollt oder lieber direkt ins Spiel springt. Da im Vorfeld schon einige Neuerungen bekannt gegeben wurden, nahm ich mir die paar extra Minuten um mir das Tutorial reinzuziehen. In einer kargen VR-Welt werden einem hier auch gleich die neusten Tricks des Doomslayers offenbart. Neben dem bereits bekannten Doppelsprung, verfügt unser rabiater Freund nämlich nun noch über einen schicken Dash. Ob er sich diesen neuen Trick bei seinem Beinahe-Vetter Master Chief abgeschaut hat, bleibt wohl unbeantwortet. Der Dash erweitert euer Movement-Set noch einmal enorm. In der Luft legt ihr so noch weitere Strecken zurück und auf dem Boden weicht ihr noch schneller und energischer feindlichen Angriffen aus. Alles in allem gewinnt das Gameplay so an Mobilität und Geschwindigkeit, was ich sehr begrüße.

Neben Dauerfeuer gibt es jetzt Kletter -und Sprungpassagen

Ebenfalls neu sind jetzt spezielle Kalkstein-Bereiche an denen ihr klettern müsst. Im fertigen Spiel galt es auf diese Weise durch im All oder Orbit verstreute Trümmerteile zu springen um neue Bereiche der Phobos-Station zu erreichen. Generell setzen die Entwickler in Doom Eternal auf deutlich mehr Geschicklichkeitspassagen in denen ihr eure Sprung -und Kletterfertigkeiten gekonnt kombinieren müsst. Auch den ein oder anderen garstigen Cacodämonen holt ihr während dieser „Jump and Run-Einlagen“ vom Himmel – es soll ja nicht langweilig werden. Diese Bereiche gestalten das Gameplay auch wesentlich arcadiger und erinnern ein bisschen an ältere Quake III Arena-Maps, weil sich auf den Felsvorsprüngen die von Quake bekannten Beschleunigungspfeile und Sprungpads befinden.

Viele Arten des Tötens

Auch 2019 kehren die etwas kontrovers diskutierten Glory Kills zurück ins Spiel. Diese waren schon 2016 ein nicht unwichtiger Teil des Gameplay, wenn man das Spiel auf höheren Schwierigkeitsstufen schaffen wollte. Zur Erinnerung: Hattet ihr einem Feind durch Schusswaffen genug Schaden zugefügt, signalisierte dieser durch ein aufleuchtendes blaues Blinken, dass er bereit für einen besonders brutalen Finishing Move war – Den sogenannten Glory Kills. Auf diese Weise generierte man als Spieler Munition, sowie Lebensenergie wodurch das Spiel eine interessante taktische Komponente erhielt. In Doom Eternal gilt es nun verschiedene Aktionen für Munition, Leben oder Blutenergie zu benutzen. Kills mit der Kettensäge (Für die deutlich mehr Sprit in den Arenen verteilt ist) geben euch einen extra Batzen an Munition, Leben und Blood-Punch-Energie wird durch Glory-Kills generiert und Rüstungsteile erhaltet ihr, sobald ihr Gegner mit eurem neuen coolen Schulter-Flammenwerfer in bester Predator-Manier anröstet. Diesen aktiviert ihr auf der Xbox per Druck auf die Y-Taste und benötigt nach der Benutzung eine kleine Cooldown-Phase zur Wiederauffüllung.

Taktik in Doom? Ja, schon ein wenig!

Blood-Punches? Was sind denn Blood-Punches werdet ihr euch fragen. Hierbei handelt es sich im Grunde um eine etwas abgeschwächte Version des „Berserk-Power-Ups“. Also einen stärken Hieb mit dem Gewehrkolben und Co. Je aufgefüllter die Leiste, desto mächtiger der Bumms. Sonst liefert Doom Eternal wieder das ab, was Fans erwarten. Schnelles Arena-Gunplay auf mehreren Ebenen, begleitet durch rockige Soundsamples die euch in eine Art Rausch befördern. Größere Gegner wie Mancubus oder Arachnoiden verfügen jetzt übrigens auch über zerstörbare Schwachpunkte. So könnt ihr den maschinellen Höllenwesen ihre Kanonen zerdeppern und sie damit relativ ungefährlich durch den Raum stolpern lassen.

Power-Up-Icon-Party

Neu ist zudem auch das 1UP-System. Überall in der Welt liegen frei sichtbare Icons herum, die ziemlich ins Auge stechen. Das war schon im Ur-Doom so und auch im 2016er Doom habt ihr Rüstungs – und Medipack-Icons aufgesammelt. In Doom Eternal sind diese etwas größer und präsenter beleuchtet. Die Kämpfe wirken zumindest in der Demo auch eine Ecke knackiger, was uns zu den „Leben“ bringt. Vor wirklich größeren Kämpfen könnt ihr das ein oder andere Extra-Leben einsammeln. Solltet ihr den Kampf in der Arena mal verlieren, steht ihr an Ort und Stelle wieder auf, wenn ihr über weitere Extra-Leben verfügt. Diese Tatsache ist interessant fürs Balancing des Spiels, weil man dem Spieler so etwas mehr Action zumuten kann, ohne dass dieser dann den gesamten Kampf von vorne spielen müsste. Diese Idee kommt dem Spielfluss meiner Meinung nach zu Gute. Insgesamt wird Doom Eternal wieder ein Fest für Freunde brachialer und schneller Shooter-Action. Der Doomslayer ist 2019 noch flexibler und mobiler unterwegs, was noch actionreichere Arena-Fights zulassen wird.