Atari und Universal Pictures haben sich zusammengetan. Gemeinsam wollen sie gleich zehn klassische Spiele-Marken in Kinofilme verwandeln. Darunter befinden sich bekannte Titel wie Asteroids und Missile Command. Die offizielle Bekanntgabe erfolgte am 23. Juli 2026 während der San Diego Comic-Con. Damit startet eines der größten Gaming-Filmprojekte der letzten Jahre.
Die offizielle Ankündigung: Was Atari und Universal bekanntgaben
Atari gab am 23. Juli 2026 eine Partnerschaft mit Universal Pictures bekannt. Auch die Produktionsfirma Entertainment 360 ist Teil dieser Zusammenarbeit. Zusammen wollen die drei Partner insgesamt zehn klassische Atari-Marken verfilmen. Die Ankündigung fand während der San Diego Comic-Con statt und sorgte sofort für Aufsehen.
Produzent Guymon Casady von Entertainment 360 erläuterte die Grundidee dahinter:
„Die Filme sollen den Geist der 2600-Ära einfangen, indem sie originelle Welten um die simplen Spielmechaniken bauen.“
Atari-Chef Wade Rosen ergänzte, dass dieser Schritt Teil einer größeren Strategie ist. Nach über fünf Jahrzehnten als Popkultur-Marke will Atari nun auch als Medienunternehmen wachsen. Dieser Vorstoß soll zeigen, dass klassische Spielemarken weit mehr als nur Nostalgie sind.
Alle zehn bestätigten Atari-Titel für die Leinwand
Insgesamt umfasst der Vertrag zehn Marken. Dabei handelt es sich ausschließlich um Klassiker aus der Frühzeit des Videospiels. Die meisten dieser Spiele stammen aus den späten 1970er und frühen 1980er Jahren.
Hier sind alle zehn bestätigten Atari-Titel für geplante Verfilmungen:
- Asteroids
- Missile Command
- Adventure
- Berzerk
- Breakout
- Centipede
- Crystal Castles
- Millipede
- Pong
- Yars‘ Revenge
Besonders interessant ist dabei der Titel Asteroids. Dieser befindet sich bei Universal offiziell bereits seit 2009 in Entwicklung. Nun wurde dieses Projekt in den neuen Rahmenvertrag integriert. Obwohl Asteroids und Missile Command also seit Jahren diskutiert werden, fehlen bislang noch konkrete Regisseure oder Starttermine.
Ein fertiges Drehbuch liegt bereits vor
Universal Pictures hat im Rahmen des Deals bereits ein erstes Projekt konkret gekauft. Grundlage ist ein sogenanntes Spec-Script – ein fertiges Drehbuch, das ohne direkten Auftrag geschrieben wurde. Welcher der zehn Atari-Titel dahintersteckt, ist bislang nicht offiziell bestätigt.
Die Autoren des ersten Projekts
Das Drehbuch stammt von zwei Autoren. Matt Reilly war früher Manager bei Universal Pictures. Carl Hampe kennen Filmfans als Produzenten des Films Hellboy. Gemeinsam haben sie das Skript entwickelt, das nun den Start des gesamten Projekts beschleunigen soll.
Guymon Casady leitet die Produktion
Guymon Casady von Entertainment 360 übernimmt die Führung der Produktion. Er ist bekannt dafür, große Unterhaltungsprojekte erfolgreich umzusetzen. Casady betonte mehrfach, dass die Filme keine reinen Nostalgie-Produkte werden sollen. Stattdessen sollen originelle Geschichten entstehen, die auf den einfachen Spielmechaniken aufbauen.
Genre und Ausrichtung: Was die Zuschauer erwartet
Die geplanten Atari-Verfilmungen sollen als große Action-Abenteuer-Filme ins Kino kommen. Ziel ist es, das Atari-Markenportfolio einem modernen Publikum zugänglich zu machen. Dabei geht es nicht darum, die alten Spiele einfach nachzuerzählen. Vielmehr sollen die Kernideen der Spielmechaniken als Grundlage für neue Geschichten dienen.
Gerade bei Titeln wie Asteroids oder Missile Command ist das eine besondere Herausforderung. Beide Spiele haben kaum eine klassische Handlung. Trotzdem bieten sie starke visuelle Konzepte, die sich für große Leinwandproduktionen eignen. Die Studios setzen darauf, dass originelle Weltenentwürfe rund um diese Konzepte funktionieren können.
Was bereits bestätigt ist – und was noch offen bleibt
Damit keine Verwirrung entsteht, lohnt sich ein klarer Überblick über den aktuellen Stand.
Offiziell bestätigt:
- Partnerschaft zwischen Atari, Universal Pictures und Entertainment 360
- Zehn Atari-Marken als Grundlage für Filmadaptionen
- Ein erstes Projekt auf Basis eines fertigen Drehbuchs wurde bereits gekauft
- Matt Reilly und Carl Hampe schrieben das erste Drehbuch
- Guymon Casady leitet die Produktion
- Genre-Ausrichtung als Action-Abenteuer-Blockbuster
- Ankündigung während der San Diego Comic-Con am 23. Juli 2026
Noch nicht offiziell bestätigt:
- Welcher der zehn Titel als erstes verfilmt wird
- Regisseure für einzelne Projekte
- Konkrete Veröffentlichungstermine für Asteroids, Missile Command oder andere Titel
- Budgets oder Besetzungen
Zeitstrahl: So entwickelte sich das Atari-Universal-Projekt
| Datum | Ereignis |
| Ab 2009 | Asteroids befindet sich bei Universal als „In Development“ |
| Juli 2026 | San Diego Comic-Con als offizieller Ankündigungsort |
| 23. Juli 2026 | Offizieller Vertragsabschluss zwischen Atari, Universal und Entertainment 360 |
| 23. Juli 2026 | Alle zehn Atari-Titel öffentlich bestätigt |
| 23. Juli 2026 | Kauf des ersten Filmprojekts auf Basis eines fertigen Drehbuchs bekannt gegeben |
| Noch offen | Bekanntgabe von Regisseuren und Startterminen |
Warum gerade jetzt? Der Hintergrund des Deals
Atari existiert seit über fünfzig Jahren. Wade Rosen, der aktuelle Chef des Unternehmens, will die Marke neu positionieren. Atari soll nicht länger nur als Spieleentwickler wahrgenommen werden. Stattdessen verfolgt das Unternehmen das Ziel, ein vollständiges Medienunternehmen zu werden.
Darüber hinaus zeigt der aktuelle Markt, wie wertvoll Gaming-Marken für Hollywood sind. Branchenbeobachter schätzen, dass sich weltweit über fünfzig Videospiel-Verfilmungen gleichzeitig in Produktion befinden. Dieser Trend macht klassische Spielmarken zu begehrten Lizenzen. Atari nutzt diesen Moment gezielt, um seine Klassiker für eine neue Generation zu erschließen.
Zudem läuft bei Universal Pictures bereits eine riesige Entwicklungsmaschinerie. Fachpublikationen berichten, dass sich aktuell rund 270 Filmprojekte in verschiedenen Stadien der Entwicklung bei Universal befinden. Die zehn Atari-Projekte fügen sich nahtlos in dieses Portfolio ein.
Vergleich: Die zehn Atari-Marken im Überblick
| Titel | Erscheinungsjahr (Spiel) | Bekanntheitsgrad | Filmstatus (Stand Juli 2026) |
| Asteroids | 1979 | Sehr hoch | In Entwicklung (seit 2009) |
| Missile Command | 1980 | Hoch | Optionsrechte gesichert |
| Pong | 1972 | Sehr hoch | Optionsrechte gesichert |
| Breakout | 1976 | Hoch | Optionsrechte gesichert |
| Centipede | 1980 | Hoch | Optionsrechte gesichert |
| Adventure | 1980 | Mittel | Optionsrechte gesichert |
| Berzerk | 1980 | Mittel | Optionsrechte gesichert |
| Crystal Castles | 1983 | Mittel | Optionsrechte gesichert |
| Millipede | 1982 | Mittel | Optionsrechte gesichert |
| Yars‘ Revenge | 1982 | Mittel | Optionsrechte gesichert |
Kein einziger Titel verfügt bislang über einen bestätigten Starttermin. Außerdem hat Universal für keinen der Filme einen Regisseur offiziell benannt. Dennoch zeigt der Kauf des ersten fertigen Drehbuchs, dass das Projekt ernsthaft vorangetrieben wird.
Einfache Konzepte, große Leinwandpotenziale
Viele der zehn Atari-Titel haben keine komplexe Handlung. Genau das macht sie für Filmstudios attraktiv. Denn ohne festgelegte Hauptfiguren oder vorgegebene Storys haben die Drehbuchautoren völlige Freiheit. Sie können eigene Welten und Charaktere rund um das Spielkonzept erfinden.
Hohe Markenbekanntheit als Marketingvorteil
Titel wie Pong oder Asteroids kennt fast jeder. Diese Marken sind seit Jahrzehnten Teil der globalen Popkultur. Für ein Filmstudio bedeutet das: Das Publikum kennt den Namen bereits beim ersten Trailer. Dieser Wiedererkennungseffekt senkt das Risiko für teure Produktionen merklich.
Ein bewährtes Team im Hintergrund
Matt Reilly bringt jahrelange Erfahrung aus dem Studioalltag mit. Carl Hampe kennt die Herausforderungen großer Produktionen aus eigener Erfahrung. Gemeinsam bilden sie ein Team, das sowohl kreative als auch wirtschaftliche Aspekte versteht. Das gibt dem gesamten Projekt eine solide Basis für die weitere Entwicklung.
Atari-Filme kommen – aber Geduld ist gefragt
Atari und Universal haben mit diesem Deal einen klaren Schritt nach vorne gemacht. Zehn klassische Spielmarken sollen als große Kinofilme neu erlebt werden. Das erste Drehbuch ist bereits gekauft, das Team steht fest und die Grundrichtung ist klar. Gleichzeitig fehlen noch Regisseure, Besetzungen und feste Starttermine für alle Projekte.
Wer also hofft, Asteroids oder Missile Command bald im Kino zu sehen, muss sich noch etwas gedulden. Der Deal ist ein Anfang – aber kein Abschluss. Für alle Gaming-Fans, die mit diesen Klassikern aufgewachsen sind, ist das dennoch eine spannende Nachricht. Und für jüngere Spielerinnen und Spieler könnte das der erste echte Kontakt mit diesen legendären Marken werden.

