ARK: Survival Evolved – ziemlich Early Access, ziemlich schwer, ziemlich geil!

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Mit ARK: Survival Evolved schickt sich der Entwickler Studio Wildcard an, ein weiteres Survival-Spiel in die Runde des sowieso schon sehr vollen, wenngleich doch weiterhin noch jungen Genres unserer Videospielgeschichte zu werfen. Warum ARK es dennoch verdient hat, mit mehr als nur einem Blick gewürdigt zu werden, erfahrt ihr in diesem Vorab-Test sowie in den nachfolgend erscheinenden Themenartikeln zu diesem Spiel.

ARK - Survival Evolved - ARK - Survival Evolved - Test for GamingNerd 13Als selbsternannter Dino-Experte der ersten Stunde – schließlich habe ich bereits Ende der 80er Jahre in der Grundschule meine Lehrer und Klassenkameraden gleichermaßen mit prähistorischen Fachbegriffen genervt – war es für mich von Beginn an eine Selbstverständlichkeit, diesen Titel genauer unter die Lupe zu nehmen. Erkunden und Looten, Bauen und Überleben, eine möglichst große und frei begehbare Spielwelt, keine Quests, die nach dem Schlauchlevel-Prinzip gestrickt sind – das ist mein Ding und auch der Grund, warum ich seit Jahren schon Minecraft feier wie kein Zweiter. ARK fügt nun das für mich letzte Quäntchen zur vermeintlichen Perfektion hinzu: Dinosaurier!

Dabei gibt sich Studio Wildcard durchaus Mühe, die Dinos ordnungsgemäß einzupflegen – und zwar mit Erfolg. Sicherlich sind einige der Urzeitmonster etwas größer dargestellt, etwas eigensinnig stilisiert und auch in deren ursprünglichen Zeitepochen zusammengewürfelt. Jedoch ist es sehr erfreulich, dass neben einem schnöden T-Rex, den sogar die Oma eurer Großtante kennt, auch mehr oder minder Exoten wie z.B. der Dimetrodon oder ein Oviraptor eingebaut wurden. Zum aktuellen Zeitpunkt existieren bereits ca. 50 Lebewesen auf der Insel, darunter sind pflanzenfressende wie fleischfressende ARK - Survival Evolved - ARK - Survival Evolved - Test for GamingNerd 04Dinosaurier, Flugsaurier, Fischsaurier, Insekten, Arachniden, Vögel, Fische, Säugetiere (liebe, wie böse), Amphibien und weitere Reptilien. Weitere 50 Tiere sind bereits angekündigt, zu denen es auch schon umfangreiche Informationen in Schriftform auf der offiziellen ARK-Wiki gibt.

Auf dem PC ist ARK: Survival Evolved bereits seit Mitte 2015 über Steams Early Access-Programm spielbar. Auf der Xbox One hielt das Spiel mehr oder weniger überraschend am 15. Dezember 2015 Einzug, allerdings nur für Preview-Member. Nicht vergessen, das Spiel befindet sich weiterhin in der Entwicklung, der aktuelle Releasetermin ist grob auf den Juni 2016 datiert. Auf der PlayStation 4 schaut der gewillte Spieler noch mindestens bis zu diesem Zeitpunkt in die Röhre. Studio Wildcard beteuerte bereits lautstark, dass sie ARK auch jetzt gerne schon auf der Sony-Konsole zur Verfügung stellen würden, mangels eines Early Access-Programmes auf dieser Plattform bietet sich diesbezüglich jedoch leider keine Möglichkeit.

Den Plot des Spiels kann man derzeitig als kurz und dennoch facettenreich zusammenfassen: Man startet auf einer großen Insel, scheinbar als Ausgesetzter in einer Art Experiment (Stichwort: Arche). Im linken Unterarm befindet sich ein Implantat, das Zugang zum Inventar und den Charaktereigenschaften bietet. Überall auf der Insel befinden sich Dinosaurier und anderes Getier, das einem entweder passiv oder aggressiv gegenüber steht. Da ARK mit vielen Rollenspiel-Aspekten aufwarten kann, ist es unabdingbar, sich Ressourcen zum Überleben zu besorgen. Man pflückt Beeren, ARK - Survival Evolved - ARK - Survival Evolved - Test for GamingNerd 09schürft Steine, fällt Bäume, man verbessert seine Ausrüstung und begibt sich auf die Jagd. Das eigentliche Ziel stellt sich der Spieler dabei selbst, ähnlich wie bei Minecraft. Natürlich gibt es besonders schwere „Bossgegner“, die auf der Insel versteckt sind bzw. durch spezielle Artefakte gespawned werden, aber all das ist kein Muss. ARK ist von Anfang an ein waschechtes Open World-Game. Wer jedoch glaubt, vom Spawnpunkt der Küste aus sofort ins Landesinnere rennen zu können, der irrt sich! Sind unsere Gegner zu Beginn meist noch kleinere, nicht allzu starke Dinos in Form eines zierlichen Compsognathus oder eines gerade noch so zu bezwingenden Dilophosaurus (Dennis Nedry aus dem ersten Jurassic Park-Film hat es vorgemacht, wie es nicht geht), kommen einem auf dem Weg zum Mittelpunkt der Insel immer schwerere Brocken entgegen. Zudem können wir am Anfang – ohne Waffen und richtige Klamotten – höchstens einen Dodo aus den Latschen hauen.

ARK - Survival Evolved - ARK - Survival Evolved - Test for GamingNerd 06Ein weiterer, riesiger Aspekt in ARK ist das Craften. Ich will nicht immer Minecraft als Vergleich heranziehen, auch wenn es sehr nahe liegend ist. Auch andere, aktuellere Survival-Spiele passen hier herein: Rust, The Forest, Subnautica, Stranded Deep… Survival-Games sind aktuell „IN“ und umso schwerer ist es, sich als neuer Titel unter dieser Vielfalt etablieren zu können. Dabei hat ARK weiterhin ein absolutes Alleinstellungsmerkmal: DINOSAURIER! Als bekannt wurde, dass der neueste Sprössling aus der Far Cry-Reihe in einem prähistorischen Setting angesiedelt ist, mussten auch die ARK-Verantwortlichen erst einmal tief durchatmen. Schließlich hat Ubisoft – einer der größten Publisher der Welt – ganz andere finanzielle wie mediale Mittel, das eigene Spiel anzupreisen. Umso größer war Studio Wildcard’s Erleichterung, als man Far Cry Primal in einem Holozän-Setting, also gespickt mit Mammuts, Säbelzahntigern und Menschenstämmen präsentierte. Somit scheint es wohl zum aktuellen Zeitpunkt besiegelt zu sein: ARK – Survival Evolved hat die Alleinherrschaft über die Dinosaurier!

Bisher konnte ich in diesem Artikel lediglich an der Oberfläche der vielen, wirklich tollen Inhalte des Spiels kratzen. Vom Multiplayer-Part, in dem man entweder zusammen oder gegeneinander in größeren Gruppen (genannt: „Tribes“ -> Stämme) agiert sowie der Möglichkeit, ARK sogar lokal im Multiplayer, bzw. im Splitscreen spielen zu können, mal ganz abgesehen. Um euch möglichst keinen Bestandteil vorenthalten zu müssen, werde ich euch in mehr oder minder regelmäßigen Abständen die aktuellen Schwerpunkte des Spiels im Detail näher bringen und zu geeigneter Zeit – also zum offiziellen Release des Spiels – einen umfangreichen Test mit Fazit liefern.

Zum derzeitigen Stand der Dinge lässt sich ARK: Survival Evolved – sowohl auf dem PC, als auch auf der XBox One – allerdings nur mit zwei Worten beschreiben:

„Ziemlich geil!“

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About The Author

Ob Konsole oder PC - solange es Spaß macht, darf das Spiel gern über meinen Bildschirm flimmern. Seit 1989, als mein Vater seinen C64 bekam, bin ich aus der digitalen Spielwelt nicht mehr wegzudenken. Mein Spezialgebiet sind dabei hauptsächlich Retro-Spiele und die zugehörige Hardware. Neben Videospielen höre ich leidenschaftlich gern Musik.

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