Das neue „Madden NFL 26“ verspricht mehr Realismus als der Vorgänger. GAMINGNERD hat das Spiel, das am heutigen Donnerstag (14.8.) erscheint, bereits getestet.
Die NFL Saison 2025 rückt näher. Am 4. September reisen die Dallas Cowboys zum Titelverteidiger Philadelphia Eagles und eröffnen die neue Spielzeit. Wer nicht so lange warten möchte, kann mit Madden NFL 26 bereits loslegen.
Der Vorgänger „Madden NFL 25“ stand ein bisschen im Schatten von „College Football 25“, weil das Spiel einfach mehr Atmosphäre bot. Hier allerdings hat „Madden NFL 26“ nachgebessert und glänzt mit Stadion-Atmosphäre.
Inzwischen hat jedes NFL-Team seine eigene Einlauf-Zeremonie. Bei den New England Patriots läutet Rob Gronkowski die Glocke, die Kansas City Chiefs feiern den Einmarsch mit dem berühmten Tomahawk Chop, und die Maskottchen sorgen für zusätzliche Stimmung.
Am eigentlichen Gameplay hat sich nur wenig verändert. Neu ist jedoch das Feature „Signature QBs“, das auf fast zehn Jahre echter Quarterback-Daten basiert. Ziel ist es, den Spielmachern ein einzigartiges Verhalten in der Pocket, individuelle Wurfstile und charakteristische Scramble-Bewegungen zu verleihen. Tatsächlich fallen bei genauerem Hinsehen größere Unterschiede auf – besonders bei Stars wie Patrick Mahomes, der für seine unkonventionellen Würfe berüchtigt ist.
Spannender ist der deutlich erweiterte Einfluss des Wetters. Schnee, starker Regen oder Nebel wirken sich jetzt spürbar auf das Geschehen aus. Während der Schnee in „Madden NFL 25“ eher optische Spielerei war, verändert heftiger Schneefall in „Madden NFL 26“ das Matchgeschehen grundlegend: Spieler rutschen bei schnellen Richtungsänderungen, kommen schlechter vom Fleck, nasse Bälle entgleiten häufiger den Händen der Receiver, und lange Pässe werden zur Glückssache, weil man ab einer gewissen Distanz kaum noch das Ziel erkennt.
Am Umfang hat sich im Vergleich zu „Madden NFL 25“ nichts geändert. Im Superstar-Modus erstellt man einen eigenen Spieler, startet bei der NFL Combine und versucht sich nach dem Draft im Team zu etablieren – wahlweise als Quarterback, Halfback, Wide Receiver, Linebacker oder Cornerback.
Der Franchise-Modus versetzt uns in die Rolle des General Managers: Kaderplanung, Trainerstab, Trades, Trainingseinheiten und Spielpläne für Offense und Defense gehören ebenso dazu wie taktische Feinjustierungen. Die Möglichkeiten sind umfangreich – für Einsteiger fast zu komplex.
Beide Modi sind mit stimmigen Storyelementen ausgestattet. Hat man beispielsweise wie mit den Los Angeles Rams einen Fehlstart hingelegt, spürt man den Druck: Bohrende Fragen von Reportern, mahnende Worte des Assistant General Managers – und die klare Ansage, dass weitere Niederlagen den Job kosten könnten.
Schade nur: Die Zwischensequenzen bieten keine Sprachausgabe, sondern werden allein über englische Texteinblendungen erzählt.
Bei den Spielen selbst kann man wählen: komplette Partie spielen, nur Offense oder Defense steuern oder lediglich in Schlüsselmomente eingreifen. Dadurch lässt sich eine ganze Saison in ein bis zwei Abenden durchziehen.
Als weitere Neuerung führt „Madden NFL 26“ erweiterte taktische Inhalte ein. Ein KI-gestütztes System, trainiert mit tausenden Spielzügen aus fast einem Jahrzehnt NFL-Daten, soll dafür sorgen, dass Coaches Entscheidungen gemäß ihrer realen Philosophie treffen. Wer jedoch nicht tief im Playbook steckt, wird die Unterschiede zu den Vorgängern kaum bemerken.

