The Final Station im Test – Ein Nerd im Orient Express

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Ich bin der Lokführer. Ich bin dafür verantwortlich, dass der Zug sein Ziel erreicht, dass die Passagiere glücklich und zufrieden sind und wir immer pünktlich im Bahnhof erscheinen. Wer nun denkt: „Das ist doch gar nicht so schwer – Selbst die Deutsche Bahn schafft 2 von 3 Zielen“ – Dem sei gesagt: Mit Zombies wird das Ganze nicht einfacher.

Tschuuu Tschuuu

Damit die Reise nicht allzu schwer wird hat man das Gameplay auch recht einfach gelassen, welche sich in zwei Spieltypen unterteilt. Einem Survival-Gameplay im Zug, bei dem wir uns um die Passagiere und den Zug selbst kümmern müssen. Das machen wir indem wir Essens- und Erste-Hilfe-Pakete an die Passagiere verteilen, die wir allerdings auch bei unseren Zwischenstationen in den Städten gebrauchen können, eine kleine Reserve sollte man sich also behalten. Aber nicht nur die Passagiere, sondern auch der Zug selbst braucht unsere Aufmerksamkeit, bei dem Beschädigungen beseitigt werden müssen, damit er fahrtüchtig bleibt und wir den nächsten Bahnhof überhaupt erreichen.

Dabei haben wir eine fest vorgegebene Strecke und können den Zug nicht selber steuern und landen dadurch, ob wir wollen oder nicht, in der nächsten Stadt. In den Städten verfolgen wir grundlegend ein Ziel: Such den Schlüssel(-code) um weiterzufahren. Aber auch neue Waffen, Munition und Lebensmittel befinden sich hier. In den Städten können wir uns, ähnlich wie im Zug, einfach von links nach rechts und sobald eine Leiter vorhanden ist auch hoch und runter bewegen. Springen bleibt uns dabei untersagt, was aber auch nicht wirklich Schlimm ist. Unser Fadenkreuz steuern wir dabei mit dem linken Stick.

Je weiter wir im Spiel voranschreitet, desto gefährlicher und schwieriger werden die Städte und Zugpassagen, ähnlich wie in den klassischen Zombiefilmen. Es werden von Stadt zu Stadt mehr Monster und diese werden auch immer schneller oder können mehr aushalten. Zusätzlich geht der Zug immer mehr in die Brüche und wir müssen von Abschnitt zu Abschnitt immer mehr im Zug erledigen, was unter anderem auch daran liegt, dass wir in den Städten auch immer neue Passagiere aufnehmen und vor dem wandelnden Tod retten müssen. Dies führt zu einem ansteigenden Druck auf den Spieler, da große Rätsel ausbleiben. Wer im Rahmen der Passagiere eine Sorge entwickelt, er müsse den armen Samariter spielen, dem sei gesagt: „Es lohnt sich“. Die Passagiere bieten uns in der Regel einen Gegenwert, in Form von Munition oder Erste-Hilfe-Pakete für die Überfahrt zu deren Ziel und so lohnt es sich den einen oder anderen Gast zu betüdeln.

Tschuuuuuuuu

Wer nun durch die ersten Zeilen auf ein Rogue-Like-Game hofft, so wie ich, der wird leider enttäuscht. Das Spiel ist leider sehr linear aufgebaut und erzählt die Geschichte von unserem Lokführer und dem Tag an dem die Katastrophe entstanden ist. Ein Endlos-Spiel mit zufällig generierten Leveln, Waffen und einem Crafting-System hätte ich erwartet, dies ist aber nicht so.

Wir erfahren viel über die Welt, in dem wir Briefe und Texte lesen, die überall rumliegen. Wir bekommen Nachrichten über ein Kommunikationsnetz und wir finden, je länger wir rumfahren, heraus, dass etwas im Grunde nicht stimmt und wir so schnell wie möglich wieder nach Hause bzw. an unser Ziel kommen möchten.

Optisch haben wir eine typische Pixeloptik, die zwar sehr viel Liebe zum Detail hat und abwechslungsreich ist, so besuchen wir ein Gefängnis, Maschinenhallen, einen Bunker aber auch einfach nur Städte die sehr viel zum Entdecken liefern und der ein oder andere Pixelfan bestimmt gerne als Poster an die Wand hängen würde. Trotzdem muss ich aber sagen, dass bei mir der übermäßige Gebrauch der Pixeloptik in den letzten Jahren, dazu geführt, dass ich dieser überdrüssig bin, es weder innovativ noch als überragend empfinde und es in meinen Augen auch nicht mehr DAS Kaufargument ist. Hier gibt es bedeutend schönere und bessere Pixel-Art-Games, die neben der Optik auch mehr und vor allem spannendere Spielinhalte bieten.

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The Final Station
PRÄSENTATION (GRAFIK, SOUND) 63%
GAMEPLAY 64%
ATMOSPHÄRE/STORY 68%
SPIELSPASS 60%
63%
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The Final Station ist ein kleines nettes Spiel mit einer recht interessanten Story die ich gerne erlebt habe aber einen wirklichen WOW-Effekt habe ich nicht erlebt. Ich hätte mir ein Rogue-Like-Game gewünscht und hatte auch eines erwartet, was leider auf voller Strecke enttäuscht wurde. Trotzdem ist das Spiel gar nicht schlecht und hätte ich nicht auf ein Rogue-Like-Gameplay spekuliert hätte ich bedeutend mehr Spaß gehabt. Für ein paar schnelle Erfolge und Trophäen oder einfach zwischendurch lohnt sich das Spiel schon.

About The Author

Microsoft MVP for Xbox, Geek, Gamer, Serien- und Filmjunkie, Cocktailian und wenn es sein muss auch Inquisitor. Grade Themen die über den reinen Videospielen drüber sind (der von mir Meta-Ebene genannten Ebene) interessieren mich am meisten. Da drüber hinaus bin ich eine gute Datenbank wenn es um schlechte Filme oder um Zombies geht.

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