Resident Evil Revelations 2: Episode 1 auf der XBox One im Test

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Terra Save im Kampf gegen den Bioterrorismus! Mit diesem Werbeslogan beginnt das Spiel, wir befinden uns auf einer Gala die eigentlich ganz beschaulich aussieht. Dann auf einmal ein bewaffneter Übergriff, Claire Redfield wird betäubt, die Welt wird schwarz.

Claire Redfield wacht in einer nassen Zelle auf und trägt einen seltsamen neuen Schmuck. Ein grün leuchtendes Armband. Was es wohl damit auf sich hat? Als wir aufwachten, öffnet sich auch prompt die Zellentür. Wir haben keine Ahnung wo wir uns befinden und wer uns hierher gebracht hat. Nach einem kurzen Gang treffen wir auf Moira Burton, die Tochter des S.T.A.R.S. Mitglied Barry Burton, die ebenfalls in einer Zelle steckt. Nach einer kurzen Zwischensequenz ist auch Moira frei und wir machen uns gemeinsam auf den Weg aus der Anlage. Auf unserem Weg müssen wir verschiedene kleine Rätsel lösen und bekommen Unterstützung von Moira die mit ihrer Taschenlampe versteckte Gegenstände enthüllt und Gegner damit betäuben kann. Über das Armband nimmt hin und wieder eine mysteriöse Frau, die sich selbst die Aufseherin nennt, Kontakt mit uns auf, aber welche Rolle sie bei dem Ganzen spielt ist eher noch unklar. In der zweiten Hälfte des Spiels, wechseln wir zu Barry Burton dem Special Tactics and Rescue Service Agenten, der auf der Suche nach seine Tochter Moira, auf dem Weg zur Anlage ist. Schwer bewaffnet kommen wir mit einem Boot an, wo wir prompt ein kleines Mädchen in einem weißen Kleid treffen. Barry überkommt der Beschützerinstinkt und nimmt das Mädchen Natalia mit. Irgendwie bekommen wir aber ein ungutes Gefühl bei der jungen Dame. Eine Anlage die von Zombies nur so wimmelt und wir treffen auf ein kleines Mädchen in einem weißen Kleid? Das stinkt irgendwie nach einer Falle, aber man muss zugegeben, dass sie doch sehr nützlich ist. Ähnlich wie Moira kann auch sie versteckte Gegenstände aufdecken und durch kleine Löcher klettern um Türen für Barry zu öffnen. Woran erinnert mich das bloß? Egal. Wir machen uns gemeinsam auf den Weg in die Anlage.

Gemeinsam sind wir stark!

Uns fällt schnell auf, dass Teamwork hier der Schlüssel zum Ziel ist. Claire ist für das Grobe zuständig, während Moira unsere Gegner mit der Taschenlampe betäubt und auf Distanz hält. Vieles wird einfacher wenn man zu zweit spielt, da uns die KI doch eher nur Ansatzweise im Kampf unterstützt. Leider können wir aber nicht Online zu zweit die Story Missionen spielen, sondern nur im Split Screen. Während das für Sony’s Share Play Funktion auch möglich ist, müssen Xbox User sich den Freund schon mit nach Hause nehmen. Es ist toll das Capcom den Split Screen unterstützt, da es nur noch wenige Offline Koop Titel gibt aber im Jahr 2015 sollte eine Online Möglichkeit nicht fehlen. Wenn wir alleine spielen, spielen wir Bäumchen-wechsle-dich, indem wir mit Moira betäuben und schnell zu Claire wechseln, die den Gegner dann umhaut und wieder zurück wechseln, um mit Moira dann den Schlussstrich zu ziehen. Bei größeren Gegnerhorden ist das schon echt umständlich und da muss dann eher auf die brachiale Methode gesetzt werden. In der anderen Gruppe sieht es aber besser aus. Da Natalia den Gegner zwar mit Steinen betäuben kann, aber sonst eher keinen Angriff besitzt, gehen wir lieber mit Barry auf Schleich Kurs. Denn aus irgendeinem Grund kann die kleine Dame unsere Gegner durch Wände erspähen, sodass Barry sich vorrausschauend in geeignete Position bringen kann, um den Gegner dann leise zu beseitigen. So sparen wir uns die wertvolle Munition für gefährlichere Situationen. Auch können wir uns in brenzligen Situationen gegenseitig heilen und Gegenstände tauschen, aber dazu später mehr.

Eine Eins mit Sternchen…

So oder so ähnlich meint der Entwickler uns am Ende eines jeden Abschnittes bewerten zu müssen. In jeder Mission können wir durch versteckte Gegenstände zum Sammeln, Herausforderungen und getötete Gegner, Punkte sammeln. Am Ende bekommen wir dann eine Art Note und werden mit Medaillen belohnt. Aber auch spielerisch bringt es uns etwas, denn die gesammelten Punkte können für neue Fähigkeiten oder Bestehende ausgegeben werden. Die Verbesserungen wirken sich immer auf beide Gruppen aus, wenn es nicht gerade eine charakterspezifische Fähigkeit ist. Während wir uns durch die verworrenen Gänge der Anstalt schlagen, finden wir immer wieder Teileboxen, mit denen wir an Werktischen unsere Waffen verbessern können. So bekommt unsere Pistole ein größeres Magazin oder unsere Schrotflinte kann schneller nachgeladen werden. Dadurch entsteht ein gewisser Wiederspiel Faktor, denn die Abschnitte werden so auch in höheren Schwierigkeitsgrade einfacher und man fängt schnell an, die Herausforderungen der einzelnen Missionen zu lösen.

Von den Schwierigkeitsgeraden gibt es ganz traditionell gehalten drei: Einfach, Normal und Höllisch. Der Unterschied zwischen Einfach und Normal ist nicht allzu groß, wogegen das Loch zwischen Normal und Höllisch doch recht tief zu sein scheint. Gegner sind schneller, stärker und halten mehr aus. Unsere Kontrahenten sind zudem auch recht unterschiedlich, zum einen begegnen wir normalen Gegnern die entweder auf uns zulaufen oder schlurfen. Dann gibt es noch recht große Kerle die uns irgendwie, mit dem Schnabelkopf und der großen Waffe, an Pyramid Head erinnern. Zu guter Letzt treffen auf eine Abart des Uroboros Virus aus Resident Evil 5. Bei diesen Infizierten, muss man taktisch vorgehen, denn sie sind nur zu besiegen, indem man das Herz, welches sich in einem der Körperteile befindet, findet und zerstört.

Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?

Das düstere Leveldesign, die Gegner der beklemmende Soundtrack alles zusammen führt zu einer beklemmenden Atmosphäre. Grafisch kann man dem Spiel vielleicht keine Höchstnote geben aber trotzdem ist alles hervorragend aufeinander abgestimmt und kann durch ein flüssiges Gameplay mit 1080p und 60fps punkten. Auch die düstere Musik die sich der aktuellen Situation anpasst, treibt einen zusätzlich einen Schauer über den Rücken.

Neben der Story gibt es noch den hochgelobten Raid Modus. Und mit Raid meint man hier tatsächlich Raids wie aus MMORPGs. Hier kann man mit seinen verschiedenen Charakteren auf Beutezug gehen. Wir kämpfen uns durch lineare Karten, lösen verschiedene Aufgaben und leveln unseren Charakter auf. Während unserer Beutezüge finden wir neue Gegenstände wie Munition, Gold und Schallplatten. Schallplatten? Ja genau, der altertümliche Tonträger der heute häufig von DJs für elektronisches gekratze missbraucht wird, stellt eine Art nicht identifizierten Gegenstand dar. Diesen können wir nach einem Einsatz im Hauptquartier für gesammeltes Gold identifizieren lassen. Hier gilt: Je teurer, desto besser der Gegenstand. So kann man schon vor dem identifizieren Vermutungen anstellen ob der Gegenstand brauchbar ist oder nicht.

Abwechslungsreich sind die täglich wechselnden Missionen, die uns immer neuen Herausforderungen gegenüber stellen. Interessant ist auch, dass während der Missionen manche Gegner mit besonderen Fähigkeiten auftauchen. Die einen haben einen Schild,
die anderen frieren den Charakter ein, wenn er ihm zu nahe kommt oder sind elektrisierend. Das System ist nicht unbekannt, aber gut umgesetzt. Durch das Sammeln von Gold und Erfahrungspunkten können wir unseren Charakter aufleveln und neue Fähigkeiten freischalten und ausrüsten.

Datasheet

Publisher: Capcom
Entwickler: Capcom
Release: 26.02.2015
Genre: Action/Shooter/Horror/Survival
Plattform: Xbox One, PlayStation 4, Xbox 360, PlayStaition 3, PC
Spieleranzahl: 1 – 2
USK: 18

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PRÄSENTATION (GRAFIK, SOUND) 78%
GAMEPLAY 82%
ATMOSPHÄRE/STORY 86%
SPIELSPASS 83%
82%
Readers Rating 0%
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Ein Spiel welches in vier Teile aufgeteilt ist? Klingt erstmal ungewohnt. Aber das System scheint aufzugehen. Die Entwickler haben mehr Zeit um noch kleine Ausbesserungen zu machen. Die Spielmechaniken im Spiel sind zwar nicht neu, aber Bewährtes soll man bekanntlich nicht ändern, denn auch die adaptierten Mechaniken sind gut in dem Spiel untergebracht. Die erste Episode lässt uns mit mehr Fragen als Anworten sitzen und jetzt heißt es auf den nächsten Teil warten. Zum Glück kommt dieser ja schon eine Woche später. Mit einem Gesamtpreis von ca 25$ für alle vier Episoden wird Residen Evil Revelations 2 zu einem günstigen Spiel mit annähernden Vollpreis Content. Wenn Capcom es schafft die Story weiter so dicht und spannend zu halten, sowie die Dauer von 1-2 Stunden pro Episode einhält, erwartet uns hier ein Titel der sein Geld mehr als Wert ist. Auch der Raid Modus hat überzeugt und überbrückt gut die Wartezeit auf die nächste Episode. Wir freuen uns aufjedenfall schon, wie die Geschichte um die zwei Duo‘s weitergehen wird.

About The Author

Von klein auf eigentlich ein PC-Jünger, bis er sich dann von seinem ersten Geld eine Konsole kaufen konnte. Viel verpasst bis zum N64 aber auch vieles nachgeholt. Heute hauptsächlich an der XBOX One, Xbox 360 und am PC zu finden. Spezialisiert auf FPS, Roleplay und Indie Games

4 Kommentare on "Resident Evil Revelations 2: Episode 1 auf der XBox One im Test"

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