#KillAllZombies im Test – Ein Nerd in der Twin-Stick-Arena

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Unser heutiger Testtitel des Entwicklers Beatshapers führt uns in eine ferne Zukunft, in der es eine neue super trendige Überlebenssportart gibt. In #KillAllZombies lassen sich Adrenalin-Junkies mit hunderten Zombies in eine kleine Arena sperren und versuchen möglichst lange zu überleben. Klingt bescheuert? Ist es auch. Wir meldeten uns unzählige Male freiwillig um den Highscore in die Höhe zu treiben und mähten tausende Untote im Auftrag der Nerds nieder. Wie uns das so gefallen hat, lest ihr im Test.

Trashstory

screenshots-#killallzombies-03Am Anfang eines jeden gut sortierten Gaming-Tests sollte eine kleine Einleitung und eine Erklärung zur Geschichte des Spiels stehen. Nun gut, wie zu Beginn bereits erwähnt: #KillAllZombies ist eine TV-Show der Zukunft in der wagemutige Irre sich in eine Arena mit einer Horde Zombies sperren lassen. Nun kämpfen sie für Ruhm und Unterhaltung bis sie sterben. Sollte RTL2 bis in diese fiktive Zukunft bestehen, dann weiß ich mit Sicherheit auf welchem Sender diese Show laufen wird. Vielleicht beehrt und Beatshapers auch mit einem Nachfolger: #PromiKillAllZombies.

Drei Modi für ein Hallelujah

screenshots-#killallzombies-08Nun genug Albernheiten, widmen wir uns dem Spiel: Im Menü habt ihr die Wahl zwischen den drei verschiedenen Modi des Spiels. Survival bildet den Kern des Spiels. Hier gilt es einfach möglichst lange gegen die fauligen Horden zu bestehen und einen Highscore zu knacken. Modus zwei hat dasselbe Ziel, mit dem Unterschied, dass ihr eine Basis in der Mitte der Arena verteidigen müsst. Statt euch, besitzt lediglich diese Basis eine Lebensanzeige und die Zombies ignorieren euch strikt und haben nur Augen für eure Basis. Der dritte Auswahlpunkt beherbergt den Koop-Modus. Hier könnt ihr lokal mit einem anderen Freund auf Zombie-Highscore-Jagd gehen.

Twin-Stick till‘ Death

screenshots-#killallzombies-07Das Gameplay von #KillAllZombies ist klassische Twin-Stick-Kost. Das bedeutet ihr ballert euch mit beiden Sticks an eurem Pad durch die Arena. Der linke Stick bestimmt dabei wohin ihr lauft und mit dem rechten Stick feuert ihr in die gedrückte Richtung. Fix am Anfang der Runde noch eine Waffe gewählt und schon geht es los. Die Beseitigung der untoten Plage füllt euere Level-Up-Leiste. Ist diese einmal gefüllt, erhaltet ihr einen zufälligen Bonus. Es ist jedoch ratsam diese nicht sofort zu benutzen, da sie stapelbar sind. Ihr könnt euch so zum Beispiel bis Level fünf hochspielen und dann in einer besonders brenzligen Situation gleich mehrere Perks aktivieren.

Boni, die Nachteile sind Perks

screenshots-#killallzombies-04Die Perks sind die Stärke, wie aber auch die Schwäche des Spiels. Laut Hersteller gibt es 128 Perks, die aber immer zufällig freigespielt werden. Aktiviert ihr mit der Y-Taste euren Bonus, stoppt das Spiel und ihr könnt einen von vier Perks wählen. Diese erscheinen vollkommen willkürlich und kommen in der Kategorie „Overpowered“ bis „absolut nutzlos“ vor. Habt ihr also Pech, bringt euch euer letzter Strohhalm keinen Vorteil und ihr endet als Zombie-Futter. Habt ihr Glück aktiviert zum Beispiel ihr den Grimreaper und könnt so ca. 20 Sekunden lang alle Feinde per Kontakt töten. Auch Waffen wie Minigun, Granatenwerfer oder Plasma-Wumme sind stets willkommen. Schneller rennen oder bunte Feuerspuren beim Laufen zu hinterlassen, haben dagegen keine Wirkung. Auswirkungen sollten aber ein eigentlich sehr lustiges Feature im Spiel haben. Streamt ihr das Spiel per Twitch, können Zuschauer mit Chat-Kommandos euer Spiel beeinflussen. So spawnen zum Beispiel mehr Waffen oder Zombies, oder aber eure Statuswerte wie Leben oder Geschwindigkeit werden beeinflusst. So entwickelt sich die Arena-Metzelei ein kleines bisschen zu Running Man und das Gefühl einer TV-Show kommt noch besser zur Geltung. So können euch Zuschauer für besonders unterhaltsame Aktionen bzw. Runden mit lebenswichtigen Gimmicks versorgen, oder euch bei langweiliger Gangart auch quasi gänzlich den Nachschub abdrehen. Ein bisschen wie The Hunger Games aus Tribute von Panem. Etwas blöd ist nur, dass das Feature zum Zeitpunkt unseres Tests auf Konsolen nicht funktioniert.

Eine Map sie zu knechten

screenshots-#killallzombies-01Während die simple Steuerung ihren Dienst standesgemäß gut tut, krankt das Spielprinzip an vielen Ecken. Optisch bietet der Titel mittelmäßige Kost, was bei einem Indie-Titel verschmerzbar ist. Der jedoch immer wiederkehrende Punkrock-Soundtrack, der aus gefühlten drei Songs besteht, nervt nach spätestens 30 Minuten. Dazu gibt es lediglich eine einzige Map. Diese ist so groß, dass ihr nie seht aus welcher Richtung eine große Horde gelaufen kommt. So kann es passieren, dass ihr euch ohne Chance auf Korrektur in eine größere Ansammlung Untoter manövriert und sterbt. Hilfsmittel in Form von Verbandskästen und Erfahrungsbooster tauchen zufällig auf der Karte auf und können aufgesammelt werden. Sonst fallen Wohnmobile und Krankenwagen vom Himmel, die bei Beschuss explodieren und ebenfalls diese zwei Items hinterlassen können. Durch diese doch sehr starke Willkür habt ihr auch kaum die Möglichkeit besser im Spiel zu werden. Ohne entsprechendes Glück beim Durchlaufen der Arena und vor allem ohne gute und brauchbare Perks, werdet ihr keine gute Runde zustande bringen. Seid ihr tot, startet ihr stumpf neu. Mir persönlich ist das Gebotene für happige 13 Euro einfach zu wenig.

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#KillAllZombies
Präsentation (Grafik, Sound) 66%
Gameplay 54%
Atmosphäre/Story 49%
Spielspaß 55%
56%
Readers Rating 0%
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#KillAllZombies bietet unterm berühmten Strich sehr wenig Spiel für seinen vergleichsweise hohen Preis. Der Titel hat den Charme eines Handy-Titels und wäre für ca. drei Euro ein fairer lustiger Zeitvertreib. So werden einige Käufer sicher, genau wie, eher enttäuscht drein blicken. Der geringe Umfang von lediglich einer Map, das willkürliche Itemsystem und die nicht vorhandene Abwechslung schieben #KillAllZombies ins Abseits. Dabei wäre durchaus Potential vorhanden. Ein kleiner Skillbaum, verschiedene Charaktere, mehrere Karten bzw. ein Modus wo man ein Level auch mal "schaffen" könnte und schon sähe die Wertung deutlich besser aus. So kann ich leider nur von einem Kauf abraten.

About The Author

Einen großen Teil meines Lebens verbringe ich nun an den Pads von allerlei Konsolen. Angefangen hat damals alles mit dem NES und zieht sich bis heute zur Xbox One. Gespielt habe ich in der Zeit auf allen gängigen Nintendo, Sony und Microsoft Konsolen. Am liebsten spiele ich Shooter, Rennspiele, Action-Adventures und Rollenspiele. Einmal im Monat werden aber auch die alten Kisten ausgepackt und es ist Retro-Abend in geselliger Runde.

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