Guns, Gore and Cannoli – Mafia Nudeln im Test auf der Xbox One

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Mit Guns, Gore and Cannoli kommt ein weiterer Sidescroller vom PC auf die Xbox One, PlayStation 4 und Wii U. Bei dem Titel vom belgischen Entwicklerstudio Crazy Monkey Studios wird eines sehr schnell klar: Der Name ist Programm. Mit allerhand Knarren dürfen wir uns als Auftragskiller Vinnie Cannoli durch Unmengen von Gegnern ballern, die dabei nur all zu gerne mal einen Kopf verlieren oder explodieren. Der Hauptprotagonist ist imim Auftrag seines Dons unterwegs und reist nach Thugtown um einen Mafia Capo zurückzuholen. Als wir mit dem Kahn in der Stadt ankommen, wird der Frachter prompt von einer wilden Meute Zombies angegriffen und wir müssen uns erstmal vom Schiff runter kämpfen.

Zu Beginn, nur mit einer Pistole und einem kräftigen Fußtritt bewaffnet, kämpfen wir uns von Raum zu Raum. Dabei finden wir neue Waffen wie Granaten, Molotow Cocktails oder eine doppelläufige Schrotflinte. Bei allen Waffen haben wir aber Grundsätzlich ein Problem: Munition. Lediglich bei unserer Standardpistole, dürfen wir ballern wie wir Lustig sind, denn Vinnie zieht immer wieder neue Munition aus dem Hut. Unsere Energieleiste gunsgoreandcannoli7füllen wir auf, in dem Cannoli sein ihm wohl Namensgebendes Leibgericht zu sich nimmt: Cannelloni. Kurze Zeit später treffen wir auf ein Mafia Mitglied, von dessen Boss wir angeheuert wurden. Dieser gibt schnell zu verstehen, dass der einzige Weg aus der Stadt ein Luftschiff ist, welches im Besitz des gesuchten Mafia Capo’s ist. Auf unserem Weg müssen wir gegen allerhand Gegner kämpfen. Ob nun verschiedene Arten von Zombies, hin zum Militär, welches die Stadt säubern will bis zu verfeindeten Mafia Gangs, die einem auch gerne mal mit dem Baseballschläger auf die Pelle rücken.

Neben der Ballerei hat Vinnie Cannoli aber kaum andere Interaktionsfähigkeiten. Wir können springen und mit unserem Tritt Schalter umlegen. Das war es dann aber eigentlich auch schon. In ganz alter Manier ist es Mr. Cannoli nur möglich geradeaus zu schießen. Wodurch manche Gegner gar nicht erreichbar sind, und einem nur die Option Ausweichen bleibt. Die Steuerung ist dahingehend simpel gestrickt. Mit X und Y können wir durch die Waffen blättern, was häufig doch recht knifflig ist, da man bei den vielen verschiedenen Knarren schnell mal zu weit springt oder ewig sucht. Hier hätte ich mir doch häufig ein Schnellauswahlmenü gewünscht. Dafür haben wir die Wahl, ob wir mit dem Linken Stick oder mit dem D-Pad Vinnie steuern wollen.

Guns, Gore and Cannoli wurde in einem Comicstil verwirklicht, der egal wie ich es wende oder drehe immer an die Comics von Shakes and Fidget erinnern. Trotzdem weiß dieser das Mafia Setting mit dem Mix von Zombies gut rüber gunsgoreandcannoli3zu bringen. Animationen, Bewegungsabläufe sind ordentlich animiert, lediglich hier und da hat man an ein paar Animationen, wie zum Beispiel das Umlegen eines Hebels gespart. Dieser wird einfach ganz Gangstermäßig mit einem gekonnten Fußtritt umgelegt. Trotzdem weiß der Grafikstil zu überzeugen und hat durchaus seinen Scharm. Auch der Soundtrack passt zum Setting. Mit Musik die man aus italiänischen Restaurants kennt, werden wir durch die Level begleitet. Die Musik passt vorallem dadurch, da der Titel sich doch auch nicht immer ganz so ernst nimmt und eher Humor versprühen will. So sind auch die fiesen Sprüche der verschiedenen Charaktere vertont. Zwar bekommen wir die nur auf Englisch zu hören aber ein Deutscher Untertitel kann bei Vokabularproblemen unterstüzten.

Sollte man mal nicht alleine zuhause sein (jaja ich weiß, dass klingt jetzt wie so ein depressiver, einsamer Typ und nein, da zähle ich mich nicht zu), so können bis zu drei Freunde mit in die Partie einsteigen. gunsgoreandcannoli8Da der Sidescroller recht linier verläuft, gibt es keinen Splitscreen sondern, ähnlich wie bei Raymen Legends, einen Screen für Alle. Friendly Fire ist dabei nicht möglich, was für den Spielfluss aber auch förderlicher ist. Sollte man aber dann doch mal eine solche Wut aufeinander haben, dass man sich gegenseitig niedermetzeln möchte, kann man einfach den Deathmatch-Modus ausprobieren. Durch die verschiedenen Modi, was vor allem das Waffenarsenal beschränkt, kommt eine gesunde Dynamik in den Multiplayer. Zwar ist das ganze recht kurzweilig, aber wenn 4 Leute sich gegenseitig mit Raketenwerfer beschießen, kommt doch ein ganz schöner Spaß auf. Auch wenn der Titel sich über keinen Online Multiplayer freuen darf, ist die offline Variante gut umgesetzt.

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PRÄSENTATION (GRAFIK, SOUND) 81%
GAMEPLAY 72%
ATMOSPHÄRE/STORY 67%
SPIELSPASS 80%
MULTIPLAYER 70%
74%
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Mit Guns, Gore and Cannoli erwartet euch ein hübscher Sidescroller mit Arcade-Charakter. Mir hat es Spaß gemacht mich als Gangster Vinnie Cannoli durch die Massen an Gegner zu schießen. Auch wenn der Soundtrack eher an Restaurant Musik erinnert, kam durchaus die richtige Stimmung auf und ich hatte eine Menge Spaß. Mit einer Spieldauer von ca 4 Stunden ist der Titel vielleicht etwas kurz, dass macht er aber mit dem schönen Grafikstil und der ordentlichen Vertonung wieder wett. Für 9,99 ist der Titel in jedem Fall sein Geld wert.

About The Author

Von klein auf eigentlich ein PC-Jünger, bis er sich dann von seinem ersten Geld eine Konsole kaufen konnte. Viel verpasst bis zum N64 aber auch vieles nachgeholt. Heute hauptsächlich an der XBOX One, Xbox 360 und am PC zu finden. Spezialisiert auf FPS, Roleplay und Indie Games

2 Kommentare on "Guns, Gore and Cannoli – Mafia Nudeln im Test auf der Xbox One"

  1. Christoph Köckerling Christoph Köckerling

    Mich erinnert das Spiel sehr Stark an Metal Slug. Allein der Grafikstil und das Gameplay… man kann es schon fast als Klon bezeichnen.

  2. Dominik Weber Dominik Weber

    Ich habe das Spiel mittlerweile auch durch. Da wurde mit Sicherheit Metal Slug als Vorbild genommen. Aber das ist prima, denn solche kurzweiligen Shooter spiele ich immer gerne.

    Zumal der Humor mit Mafia und Zombies auch sehr gelungen ist.

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