Das sagen die GamingNerds zur Gamescom 2015

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Für uns ist die Gamescom quasi ein Heimspiel, logisch, dass wir uns die Messetage um die Ohren geschlagen haben und uns die Highlights für euch angesehen haben oder Goodies für unser Gewinnspiel gesammelt. Wie bei den meisten Gamern sind auch die Vorlieben bei uns in der Redaktion äusserst unterschiedlich, so dass jeder etwas anders aus der Messe mitnimmt. Daher könnt ihr nachfolgend das Fazit von mir selbst, Dominik, Philipp und Christoph nachlesen. Wem hat welches Spiel gefallen und welches vielleicht weniger, wie verlief der Messealltag und was machen eigentlich die ganzen anderen Gestalten, die auf solchen Veranstaltung umherirren? Aber lest selbst…

Das sagen die GamingNerds zur Gamescom 2015

Das sagt Koecki zur Gamescom: Auch diesmal war die Spielemesse Gamescom in Köln wieder zu kurz, um alles zu testen oder sich anzusehen. So blieb mir beispielsweise Fallout 4, Doom oder Star Wars: Battlefront aufgrund der dauerhaft sehr langen Schlangen vor den Spielstationen verwehrt. Wer will schon stundenlang für eine 15 minütige Spielsession anstehen? Aber auch ohne DEM Abräumer der Gamescom-Awards Battlefront habe ich viele tolle Spiele anspielen können.

Aufgrund meiner ausgedehnten Counter Strike Vergangenheit ging beispielsweise kein Weg am nächsten Ubisoft-Hit Rainbow Six: Siege vorbei, den ich bereits auf dem Showcase nach Microsofts Media Briefing am Tag vor offiziellen Messebeginn anspielen konnte. In meinen Augen birgt das Spiel unheimlich viel Potential und könnte eine große Zukunft im eSports-Bereich haben. Ebenfalls von Ubisoft konnte auf der Gamescom auch endlich Tom Clancys The Division angespielt werden. Und trotz meiner Skepsis konnte es mich begeistern. Die Verzahnung von Shooter und MMO könnte hier gut klappen, wenn die Missionen und Ziele nicht so eintönig sind wie es bei Destiny der Fall ist. Positiv erwähnen würde ich ausserdem gerne noch Rise of the Tomb Raider, Uncharted 4, Ratchet & Clank (PS4-Remake), Battleborn und das kurz vor Messebeginn angekündigte Mafia 3. Besonders letzteres beeindruckte in der Vorführung hinter verschlossenen Türen durch eine verdammt gute Atmosphäre im New Orleans der 60er Jahre.

Etwas enttäuscht war ich allerdings von Scalebound und Crackdown 3. Von Scalebound war im Vorfeld der Messe nicht wirklich viel bekannt. Es sollte etwas mit Drachen zutun haben, das wars aber auch schon. Jetzt entpuppt sich das Spiel als Monster Hunter Verschnitt mit etwas moderneren Setting. Auch von Crackdown 3 war im Vorfeld wenig bekannt. Die jetzt gezeigten Szenen machen optisch aber nicht besonders viel her und insgesamt wirkte es eher wie eine Physik- und Cloud-Tech-Demo. Für beide Spiele ist bis zum geplanten Release im kommenden Jahr aber noch genug Zeit, um diese auf Vordermann zu bringen. Nicht auszuschließen, dass sie sich doch noch für mich als Volltreffer herausstellen. Etwas besorgniserregend stimmt mich der Messeauftritt von Nintendo. Ich werde den Eindruck nicht los, dass Nintendo die Wii U nur noch künstlich am leben hält und im Hintergrund mit Hochdruck die nächste Konsolengeneration vorbereitet. Die bereits auf der E3 vorgestellten und auch auf der Gamescom gezeigten Titel sind zwar nett, keine Kracher. Da hatten die Japaner im vergangenen Jahr deutlich mehr Gas gegeben. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich von Starfox Zero doch positiv überrascht bin. Die E3-Präsentation hatte mir gar nicht gefallen und wirkte auf mich etwas lieblos, als ob man das Spiel ja jetzt noch rausbringen müsse, der Eindruck hat sich nach dem ersten Anspielen aber etwas gedreht. Freunde der älteren Titel der Serie werden ihre helle Freude haben, denn bei mir setze schnell das selbe Spielgefühl ein, wie ich es noch von damals bei Lylat Wars kannte.

Ausserdem haben es mir in den letzten Monaten immer mehr die Indie-Games angetan. Da war es natürlich besonders erfreulich, dass sich die Ausstellungsfläche auf der Gamescom für die sogenannten Kleinen nochmals vergrößert wurde. Mit Spielen wie Shiftlings, Hover Cubes X, Shift Happens, SuperHot oder Metrico, was nur eine kleine Auswahl ist, wurde ich auch nicht enttäuscht. Gut möglich, dass ihr das ein oder andere Spiel in Form einer Review noch mal auf unserer Seite wiederfinden werdet.


Das sagt Dominik zur Gamescom: 345.000 Videospieler aus allen Herren Länder pilgerten letzte Woche wieder nach Köln in die neue Hauptstadt der Videospiele. Das klingt nicht nur sehr viel, das waren auch sehr viele. Die vier GamingNerds mischten sich unters bunte Volk, nahmen Pressetermine wahr und feierten so die ein oder andere Party. Gamescom – die weltweit größte Messe für elektronische Unterhaltung bedeutet also vieles. Neue Erfahrungen, Stress und vor allem Spaß. Der Spaß steht hierbei absolut im Vordergrund. Wenn die Zeit zwischen den Terminen es also mal zulässt und man mit der Masse durch die überfüllten Messegänge schwimmt und sich dabei all die Gestalten und anderen Nerds ansieht, fühlt man sich ein wenig wie auf einem riesigen bunten Familientreffen. So begegnet man an gefühlt jeder Ecke Cosplayern und anderen verrückten Typen und erfreut sich ob dieser tollen Atmosphäre.

Als erfahrener Messebesucher, wusste ich aber natürlich auch um die stressigen Aspekte des Besuchs. Pünktlich zum Start der wilden Tage legte die Domstadt ihr schönstes Lächeln in Form von heiterem Sonnenschein auf. Um fast 350.000 Menschen in riesige Hallen zu pferchen ist dieses Wetter leider aber denkbar ungünstig. War es am Pressetag auf den Gängen noch angenehm temperiert, wurde es Donnerstag doch schon sehr unangenehm warm in den heiligen Hallen. Sei es drum, mit Ersatz-Shirt bewaffnet ging es mit dem Fahrrad also jeden Tag zur Messe um die kommenden Telespiele bereits jetzt einer kleinen Prüfung zu unterziehen. So manch längere Wartezeit vermieste einem den Spaß leider etwas. Über drei Stunden für das neue Battlefront anstehen ist mit einem Presse-Terminkalender schon aus logistischen Gründen nicht möglich. Aber auch generell würde ich nicht für einen Titel eine so lange Wartezeit in Kauf nehmen. Dennoch konnten alle GamingNerds während des Xbox Media Briefings und am Pressetag oft genug ihre nerdigen Hände an so manchen der kommenden elektronischen Telespiel-Perlen legen. Ich selbe rockte im wahrsten Sinne die Hütte (In der Verteidigerrunde) bei einer Runde Rainbow Six: Siege und später bei Halo 5: Guardians. Ich versuchte mich am bockschweren Indie-Kunstwerk Cuphead und betrat erstmalig die tödliche Welt von Dark Souls 3. Forza Motorsport 6 weckte den Rennfahrer in mir und als Warhammer-Fan durfte ich sogar Verminitide exklusiv anzocken. All das ausprobieren der Titel zeigt mir nur wieder, wie heiß ich doch auch mit meinen 33 Jahren noch aufs Zocken bin. Bei fast jedem Spiel wusste ich schon gleich, dass ich das auch in den heimischen vier Wänden daddeln werde.

Insgesamt gesehen waren die Tage der Gamescom 2015 einfach wunderbar. Eine Art Nerd-Urlaub. Ein wenig froh, wenn es vorbei ist, ist man dennoch. Am letzten Tag schleppt man sich alkoholgeplagt durch die Hallen um ja den nächsten Termin nicht zu verpassen, die Füsse schmerzen, der Rücken noch viel mehr. Man sucht jede Gelegenheit zum ausruhen und setzt sich auch wie ein Penner auf den Boden – egal Hauptsache sitzen. Aber es lohnt sich dennoch. Man lernt viele neue Leute der Branche kennen und kann viele Kontakte knüpfen. Besonders in schöner Erinnerung bleibt uns, dass wir auf einer wahnsinnigen Schiffparty das Entwickler-Team hinter Rare Replay näher kennenlernen durften. Gekrönt wurde das Ganze mit einem Auftritt auf der Xbox Stage und dem Gewinn einer auf zehn Stück limitierten Xbox One im Rare Replay Design. Als ich dann auf dem Weg zum Parkplatz doch noch eine der schwarzen limitierten Gamescom 2015 Tassen erstehen konnte, war der Nerdgasm perfekt und der Stress hat niemals statt gefunden. Ich freue mich auf jeden Fall wieder auf nächstes Jahr und auf den „Urlaub“ mit all den anderen Nerds und den Videospielen.


Das sagt Philipp zur Gamescom: Gamescom, eine Messe rund um Games, ein wahres Mekka für eingefleischte Gamer. Aber nicht nur Hardcore Gamer können sich auf der Gamescom 2015 zurecht finden, sondern auch für die Casual Gamer ist etwas dabei.

Ich freue mich persönlich schon sehr auf Spiele wie Tom Clancy’s The Division, Rainbow Six: Siege, FIFA 16 (ja auch auf FIFA freue ich mich), Dark Souls 3, Homefront: The Revolution und viele mehr. Vor allem ein Titel wie Rainbow Six Siege begeistert sehr, wenn man die Counter Strike-Ära mitgemacht hat. Denn hier sehe ich eines der größten eSports potentiale eines AAA-Titels, seit langem. Für einen alten Call of Duty-Veteranen wie mich, der sich mit den neuen Call of Duty-Teilen nicht mehr anfreunden kann, ist Rainbow Six Siege wahrlich ein Sahnebonbon. Auch ist mir positiv aufgefallen, dass uns dieses und nächstes Jahr immer mehr Koop-Titel erwarten. Ich freue mich schon sehr darauf vermehrt mit meiner Freundin gemeinsam an der Konsole zu spielen oder online mit Freunden. In der Liste oben habe ich eine der wichtigsten Sparten allerdings völlig außer Acht gelassen.

Was mich auf der Messe sehr gefreut hat, war die Indie-Area. Ich war zwar in der Hoffnung, dass die Jungs und Mädels dort eine komplette Halle für sich bekommen, aber es wächst. Gerade die Indie Szene braucht solche Messen, da diese nicht über die PR-Mittel verfügen wie ein AAA-Publisher. Titel wie Shiftlings, Shift Happens, Hover Cubes X, Silence, New Happy Few verdienen einfach mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung. Eigentlich empfinde ich die AAA-Publisher viel zu präsent auf dieser Messe und es wäre mir lieber, wenn sie im Internet und Werbeaktionen außerhalb der Messe um die Community buhlen. Durch die ganzen Goodies, die an den Ständen verteilt oder geworfen werden, verliert die Messe stark an Fokus. Die Besuchertage werden nur von den Leuten, die sich 8 Stunden für ein Spiel an stellen (was am Tag vielleicht 1000 Leute sind) wirklich für die Games genutzt. Der Rest reißt den freundlichen Damen und Herren die auf der Messe arbeiten eigentlich doch nur die Goodies aus der Hand und rennen zum nächsten Stand um etwas zu ergattern.


Das sagt Christoph zur Gamescom: Meine erste Gamescom ist vorbei (in den Vorjahren kam beruflich immer eine anderen Konferenz wie zum Beispiel die Froscon – die Free and Open Source Conference dazwischen) und ich muss ernüchternd feststellen, dass es alles nur gehype ist. Natürlich sind die Veranstaltungen, die Pressekonferenzen, die Stände, die Demos und auch die Trailer, Videos und Vorstellungen sehr cool geworden, aber muss es wirklich eine 5tägige Messe sein?

Für die Presse oder für Medienvertreter (hier zähle ich auch die YouTube-„Stars“ dazu) ist ein frühzeitiges anspielen bestimmt wichtig um einen frühzeitigen Bericht abgeben zu können und es kann sich bestimmt nicht jeder Konzern und jeder Entwickler sich leisten eine Gruppe aus Deutschland zu holen damit man in Paris, Montreal oder Seattle die Spiele mal an testen kann. Aber brauchen wir die massenhaften Triple-A-Titel auf der Messe bzw. muss man sich diese Angucken – Muss es eine Konsumentenmesse sein für diese Titel? Teilweise habe ich beim abendlichen Facebook überfliegen Posts von enttäuschten Spielern gelesen, dass diese 5-8 Stunden für ein Spiel anstehen mussten, um dieses 19-20 Minuten zu testen. Was hat man dann von der Messe? – 20 Minuten von einem Spiel was in 2-3 Monaten auf dem Markt kommt?

Wichtiger finde ich die Messe für neue Titel, die noch gar nicht so bekannt sind oder auch Indie-Titel sowie die Indie-Area. Grade hier hat mich Cuphead und Gigantic überzeugt. Ok, zu Cuphead gab es nun nicht viel neues im Vergleich zur E3, aber ich konnte dafür das erste mal Hand anlegen. Ähnlich sah es auch bei Gigantic aus.
Aber auch Spiele wie Shiftlings von Rock Pocket Games oder Super Snow Fight von Patrick God sahen richtig gut aus und ich freue mich auf deren Spiele, die teilweise schon veröffentlicht sind und mittlerweile auch den Weg auf meine Konsole gefunden haben.

Ein weiteres Highlight war für mich Hover Cubes X von Gametology. Hier versucht ein Indie-Entwickler-Team die E-Sports-Welt ein wenig auf den Kopf zu stellen und einen neuen Genre-Mix aus Ego-Perspektive, Jump N Run und Infinity Runner zu realisieren. Auch wenn ich bei meinen ersten Versuchen permanent gestorben bin, hatte ich meinen Spaß und freue mich schon auf die Matches die ich machen werde und wenn ich mich mit Freunden in einem Level messen kann. Aber auch sonst gab es eine endlose Liste interessanter Spiele im Indie-Bereich von Pixel-Grafik bis Realismus, von Sci-Fi bis Fantasy, von Ego-Shooter über Jump N Run bis hin zu JRPGs aus Deutschland.

Ich möchte mit meinem Beitrag auch nicht sagen, dass ich mich nicht auch auf die Triple-A-Spiele freue oder mir die nicht kaufen werde. – Hier werde ich mir auch einige kaufen. Homefront: The Revolution werde ich mir einfach aus Nostalgiegründen kaufen, da ich schon den Film von Red Dawn aus den 80ern super fand. Gears 4 sah wirklich grandios aus, genau so das neue Tomb Raider und ich hab bei Rainbow Six:Siege Hand anlegen können, da hier die Wartezeiten anfangs noch moderat waren, und ich wurde vom Gameplay überzeugt. Man hat sich gute Fähigkeiten und Techniken ausgedacht, das Spiel sehr gut balanciert und auch viele Möglichkeiten eingebaut die es bei den Taktikshootern wie Counter Strike oder auch Battlefield in der Form einfach noch nicht gab.

Aber ich habe auch viele Spiele einfach Links liegen gelassen, vielleicht mir das Gameplay angeguckt, während jemand gespielt hat, grade wenn die Schlange zu lang war für Presse und VIP und habe mich dann eher auf die Spiele gestürzt, bei denen ich keine 4-6 Stunden anstehen musste – Weil anstehen…das kann ich auch im Supermarkt.

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About The Author

Videospiele-Fan seit vielen Jahren. Alles hat damals mit dem guten alten Game Boy angefangen. Seitdem begleitet mich das Thema, was in einer in meinen Augen ansehnlichen Nintendo Retro-Sammlung endete. Neben dem alten Nintendo-Kram bin ich aber auch seit der ersten Generation der Xbox treu.

1 Kommentar on "Das sagen die GamingNerds zur Gamescom 2015"

  1. Eingeschlafener

    Positiv: Koecki hat seinen Bericht sehr schön geschrieben. Gut zu lesen und interessant!

    Negativ: Der Teil von Dominik war leider sehr schlecht… Zuerst nur langweiliges Geschwafel ohne Substanz, gefolgt von Selbstbeweihräucherung. Dazu noch dieser anstrengende, primitive Schreibstil. Du hast sicherlich keinen Job, bei dem man schreiben muss, oder?
    Ist ja nicht schlimm, dass liegt halt nicht jedem. Aber dann sollte man nicht Nebenberuflich als Journalist arbeiten!

    Nach Dominiks Artikel war ich so genervt, dass ich mir die anderen nicht mehr durchlesen wollte – Sorry ihr Zwei.

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